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Chinas Konjunkturdaten deuten auf wieder anziehende Wachstumsraten


12.11.2012
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Die chinesischen Konjunkturzahlen deuten darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen wieder etwas beschleunigen dürfte, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport" zu den Emerging Markets.

Auch die Unternehmensgewinne sollten sich stabilisieren und wieder nach oben tendieren. Vom Parteitag der KP Chinas würden noch keine tiefgreifenden wirtschaftlichen Ankündigungen erwartet. Erst im Herbst 2013 sollte mit der Veröffentlichung eines langfristigen Wirtschafts- und Sozialprogramms gerechnet werden.

Der Chinesische Yuan habe im Oktober abermals leicht aufgewertet und den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit der Einführung des gegenwärtigen chinesischen Währungssystems (1993) erreicht. Neben politischen Erwägungen (US-Wahlen) habe sich die Kapitalflucht der letzten Monate nicht nur eingebremst, sondern seit Mitte September wahrscheinlich umgekehrt und bestärke daher den Aufwertungstrend. Hinzu komme, dass ein zu niedriger Yuan zwar die Exporte stärke, zugleich aber Lebensmittelimporte verteuere. Steigende Lebensmittelpreise wiederum seien aber ein Haupttreiber der Inflation und möglicher sozialer Unruhen. Daher bleibe die Wechselkurspolitik auf absehbare Zeit ein schwieriger Balanceakt für die Pekinger Führung.

Die chinesischen H-Aktien in Hongkong hätten nach einer leichten Korrekturphase wieder Kurszuwächse verzeichnet - der HSCEI Index (ISIN HK0000004330 / WKN 145734) habe im Oktober um knapp 8% zugelegt und erstmals seit Mai wieder die Marke von 10.000 Punkten übersprungen. Die A-Aktien auf dem Festland hingegen hätten weitgehend bewegungslos in der Nähe ihrer jüngst erreichten 3-Jahres-Tiefs verharrt. Die wachsende Diskrepanz zwischen H- und A-Aktien (oft auch bei Aktien ein und desselben Unternehmens) lasse sich nur schwer begründen. Oft würden Liquiditätsargumente und größeres ausländisches als inländisches Kaufinteresse genannt. Ob letztlich die (zuletzt kräftig gestiegenen) H-Aktien oder die A-Aktien die "richtigen" Kurse reflektieren würden, würden vermutlich erst die kommenden Monate zeigen. (Ausgabe November 2012) (12.11.2012/ac/a/m)


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