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Aktienkurse stiegen weltweit wieder an, deutsche Aktien seit Jahresbeginn stark


26.11.2012
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der traditionell zu Thanksgiving, dem US-amerikanischen Erntedankfest, zubereitete Truthahn scheint den Anlegern vergangene Woche besonders gut geschmeckt zu haben, so die Experten von Union Investment.

Weltweit seien die Aktienkurse nach zwei mehrheitlich verlustreichen Wochen wieder angestiegen, insbesondere in der Eurozone. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) habe mit einem Plus von 5,3 Prozent noch etwas stärker abgeschnitten als der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900). Dem MSCI World sei mit 3,6 Prozent (in lokaler Währung) ein etwas deutlicherer Zuwachs als dem Börsenbarometer der aufstrebenden Volkswirtschaften (MSCI Emerging Markets) gelungen, das um 2,3 Prozent gestiegen sei. Die chinesischen B-Shares hätten diesen Index mit einem Plus von 2,6 Prozent leicht übertroffen. Der japanische Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) habe indes 3,8 Prozent fester geschlossen.

Kein Wunder, dass sich vor allem die sogenannten Bullen des Aktienmarktes gütlich getan hätten, der Truthahn sei üppig gefüllt gewesen: Zum Einen hätten positive Konjunkturdaten aus den USA und China sowie der Hoffnungsschimmer für die Konjunktur der Eurozone zu größerer Risikofreude unter den Anlegern geführt. Gleichzeitig scheine man sich zuletzt wieder weniger um die sogenannte Fiskalklippe gesorgt zu haben. Außerdem hätten Anleger die Äußerungen einiger US-Notenbankmitglieder dahingegehend interpretiert, dass es nach dem Auslaufen der "Operation Twist" im Dezember weitere geldpolitische Maßnahmen zur Stützung der Märkte geben werde.


Auch in Japan würden viele Marktteilnehmer eine weitere Öffnung der geldpolitischen Schleusen nach einem möglichen Regierungswechsel zugunsten Shinzo Abes erwarten. Von politischer Seite habe einer gemütlichen Vorweihnachtszeit zuletzt ebenfalls weniger im Wege gestanden. Hier habe einerseits noch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) über ihr Anleihekaufprogramm OMT gewirkt. Andererseits habe auch die gemeinsame Suche der Troika aus EU, EZB und IWF nach einem Griechenland-Kompromiss viele Investoren in Europa zuletzt zuversichtlicher gestimmt.

Besonders glänzende Augen dürften vergangene Woche die deutschen Aktienanleger bekommen haben. Hier sei der Gabentisch besonders reich bestückt gewesen, Aktien aus Deutschland hätten hohe Gewinne erzielt. Das Gleiche gelte zwar auch für viele Indices der europäischen Peripherie - allerdings hätten einige derselben im Vorfeld aber anders als der DAX sehr starke Verluste hinnehmen müssen. Das Plus des Indexes von fast 24 Prozent seit Jahresbeginn habe bislang noch keiner der anderen global bedeutenden Aktienindices geschlagen.

Die Aktie des im MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) gelisteten Baukonzerns HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) zum Beispiel habe vergangene Woche nach Ankündigung eines Führungswechsels um 10,1 Prozent zugelegt. Ein weiterer deutscher Nebenwert, das Papier des Handelskonzerns METRO (ISIN DE0007257503 / WKN 725750), habe sich nach Aussagen zur Dividendenpolitik um 8,2 Prozent nach vorne geschoben.

Auch für Deutsche Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) sei es eine gute Woche gewesen. Der DAX-Wert habe 7,1 Prozent fester geschlossen. Freudige Gesichter habe es wohl auch bei Investoren des Internetdienstleisters United Internet (ISIN DE0005089031 / WKN 508903) gegeben, zu dem beispielsweise die Marken GMX und 1&1 gehören würden. Das Papier sei auf Wochensicht 6,6 Prozent vorgerückt, nachdem der Konzern Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht und hernach seine Jahresprognose bestätigt habe. (26.11.2012/ac/a/m)




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