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EURO STOXX 50 - technische Analyse


07.12.2012
WGZ BANK

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Bei der letzten Betrachtung des EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) rieten wir zu einer taktischen Short-Position, so die Analysten der WGZ BANK.

Während der Stopp für diese Position im Fall des DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) bereits gerissen worden sei, sei die Marke (2.620 Punkte) bei dem europäischen Index weiterhin intakt. Grundsätzlich dränge sich aber hier das Bild auf, als könne sie ebenfalls gerissen werden.


Dabei habe sich an der technischen Konstellation nichts geändert. Nach wie vor lasse sich eine längere Konsolidierung bzw. Schwäche voraussagen. Unter zyklischen und Timing-Aspekten habe sich dabei eine Bandbreite von Widerständen angeboten, die im Bereich von gut 2.600 Punkten zu finden sei. Hier würden die markanten Höchstkurse vom März und September rangieren. Signifikant überwinden können habe der Index diese Marken bisher nicht. Daneben lasse die Analysten die zyklische Komponente skeptisch bleiben, denn (selbst dynamische) Aufwärtswellen würden selten länger als zwölf bis vierzehn Handelstage anhalten. Insofern hätten die Analysten keinerlei neue Erkenntnisse, die auf eine Aufwärtswelle deuten würden.

Hinzu komme, dass der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048 / WKN 969420) trotz leichter gewinne nicht über seinem Widerstand bei 13.100 Zählern habe schließen können. Erst dann wäre der Weg für verhaltene Gewinne frei. Grundsätzlich zeige der amerikanische Index aber immer noch eine Erholung als Reaktion auf die im Oktober und November generierten Verluste.

Schließlich lasse sich auch die überkaufte Konstellation des RSI nicht wegdiskutieren. Der Oszillator rangiere auf dem höchsten Stand seit März 2010. Annähernd sei dieses Niveau nur Anfang Juli nach einem kräftigen Anstieg erreicht worden. Der MACD lasse zudem mit der nächsten kurzfristigen Schwäche den Beginn eines mittelfristigen Rücksetzers erwarten.

Die aktuelle Konstellation des EURO STOXX 50 lasse sich am besten mit einer Metapher erklären: Mit etwas Glück könne man trotz eines schlechten Blattes beim Pokern gewinnen. Mit etwas Glück könne der Bundesliga-Letzte bei Bayern München gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Ereignisse eintreten würden, sei aber gering. Ähnlich verhalte es sich mit dem EURO STOXX 50: Möglicherweise könne der Index weiter anziehen. Die Analysten würden aber nach wie vor einen zeitnahen Rücksetzer vermuten. Zudem bestehe weiterhin die Gefahr einer übergeordneten Wende. (07.12.2012/ac/a/m)



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