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Freundliche Börsen in Europa und Japan 17.12.2012
Union Investment
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich auch in der Woche vor dem dritten Advent weiter verbessert, so die Analysten von Union Investment.
Beflügelt durch positive Frühindikatoren wie beispielsweise den deutschen ZEW-Index und einigen Einkaufsmanagerindices aus der Eurozone sei der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) um 1,1 Prozent gestiegen. Der deutsche Leitindex DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) habe sich um 1,0 Prozent verbessert. Neben den volkswirtschaftlichen Daten seien es unter anderem Fortschritte bei den griechischen Bemühungen zur Verringerung der Schuldenlast sowie ermutigende politische Signale aus Spanien gewesen, die die Risikofreude der Investoren angefacht hätten.
Unterdessen habe die Unsicherheit in den USA angesichts der drohenden Fiskalklippe, also dem Aufeinandertreffen von automatisch einsetzenden Ausgabenkürzungen und dem Wegfall von Steuererleichterungen, die Käufer von den Aktienmärkten ferngehalten. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) habe 0,2 Prozent an Wert verloren, der marktbreite S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) habe 0,3 Prozent nachgegeben.
Eher optimistisch hätten sich die Investoren in Japan gezeigt. Der Leitindex Nikkei 225 (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) sei vor der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag um 2,2 Prozent geklettert. Der Herausforderer Shinzo Abe habe die Wahl klar gewonnen. Mit seiner Ankündigung, sich für geldpolitische Lockerungen einsetzen zu wollen, habe Abe bei Investoren und Wählern offenbar gleichermaßen punkten können.
Von volkswirtschaftlicher Seite habe es zuletzt überwiegend positive Daten gegeben. Ungeachtet der Fiskalklippe sei in den USA die Industrieproduktion um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Hier allerdings sei zu beachten, dass der Oktober noch unter dem Einfluss von Wirbelsturm Sandy gestanden habe. In China sei der HSBC-Einkaufsmanagerindex auf 50,9 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit 14 Monaten gestiegen. In der Eurozone habe vor allem der geglückte Schuldenrückkauf Griechenlands die Investoren ermutigt.
Den positiven Nachrichten zum Trotz sei die Woche für die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) eher unerfreulich verlaufen: Am Mittwoch hätten 500 Fahnder vor den Frankfurter Zwillingstürmen gestanden. Die Staatsanwaltschaft werfe 25 Mitarbeitern der Bank Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchte Strafvereitelung im Zusammenhang mit dem Handel mit Emissions-Zertifikaten vor. Fünf Mitarbeiter seien verhaftet worden. Auch gegen den Finanzvorstand Stefan Krause und gegen Jürgen Fitschen, der die Bank zusammen mit Anshu Jain führe, werde ermittelt.
Tags darauf später habe die Bank mit einer Gewinnwarnung überrascht. Erwartet würden "signifikant" negative Auswirkungen durch den Umbau der Bank und den Abbau der Risiken sowie die Integration der Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100). Unter dem Strich habe das für die Aktie ein Minus von 5,6 Prozent bedeutet.
Auch ein zweites deutsches Schwergewicht habe im Fokus gestanden: ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) werde 2012 ein Minus von rund fünf Mrd. Euro einfahren. Allein in Brasilien und den USA müsse der Stahlgigant 3,6 Mrd. Euro abschreiben. Bereits in der Vorwoche habe das Unternehmen drei Vorstandsmitglieder entlassen. Dass die Aktie die Woche mit einem kräftigen Plus von gut neun Prozent beschlossen habe, dürfte nicht zuletzt an der Hoffnung der Investoren liegen, dass nun auch wirklich alle schlechten Nachrichten eingepreist sein sollten. (17.12.2012/ac/a/m)
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