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DAX unter 3.000 Punkten erwartet 27.12.2002
Helaba
Die besser als erwartet ausgefallenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe konnte die US-Börsen gestern nur im frühen Handel stützen, berichten die Analysten der Helaba.
Der drohende Irak-Krieg und der damit verbundene bereits stark gestiegene Ölpreis würden weiterhin auf dem Aktienmärkten lasten. Das Umsatzvolumen sei jedoch sehr dünn, so dass sich momentan kein eindeutiger Trend ausbilden könne. Wal Mart habe gestern trotz der Senkung ihrer Umsatzprognose für den Monat Dezember gut behauptet schließen können.
Allerdings würden einige Marktteilnehmer für den US-Einzelhandel in diesem Jahr das schwächste Weihnachtsgeschäft seit 30 Jahren erwarten. Der umsatzstärkste Wert an der NYSE sei Pfizer (-4,3%) gewesen, die aufgrund einer schlecht ausgefallenen Studie zu einem mitvermarktetem Arthritis-Medikament unter starken Abgabedruck gekommen seien.
Das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern habe sich wie folgt gestaltet: NYSE: Adv/Dec 1.887/1.313 und der Nasdaq 1.744/1.515. Der Dow Jones habe mit 0,18% im Minus bei 8.433 geschlossen, der marktbreite S&P 500-Index habe 0,31% auf einen Schlusskurs bei 890 verloren, während sich der Nasdaq-Index um 0,33% auf 1.368 Punkte ermäßigt habe.
Am 23.12. habe der DAX bei dünnen Handelsvolumen mit 3.000,84 fast exakt auf der 3.000er-Marke geschlossen. Auch hier sei insbesondere die wachsende Kriegsgefahr im Irak der große Belastungsfaktor für den DAX gewesen. Bei den Einzeltiteln habe die Deutsche Börse AG an ihrem ersten Handelstag im DAX-Index gegen den Markttrend um 1,1% zulegen können. Die größten Verlierer im DAX seien mit Verlusten von über 3% die Lufthansa AG und die MAN AG gewesen. Heute sollte es bei weiterhin sehr dünnem Volumen zunächst ein Unterschreiten der psychologisch wichtigen 3.000er-Marke geben.
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