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MDAX langfristig schwach gesehen 22.10.2004
DZ BANK
Die jüngste Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar ist für den MDAX per Saldo positiv zu sehen, berichten die Analysten der DZ BANK.
Der MDAX weise eine deutlich positive Korrelation mit der Entwicklung des Euro zum US-Dollar auf. Seit 1988 habe der MDAX gegenüber dem DAX in Phasen einer Euro-Aufwertung regelmäßig eine Outperformance ausgewiesen. In einer Untersuchung habe man festgestellt, dass diese Korrelation auf den hohen Anteil der Kosten in US-Dollar an den Gesamtkosten zurückzuführen sei. Bei den MDAX-Unternehmen würden aufgrund der höheren Einkaufs- und Produktionsaktivitäten in Asien und den USA im Durchschnitt 33% der Gesamtkosten in US-Dollar anfallen. Gleichzeitig würden nur 31,4% der Gesamtumsätze in US-Dollar fakturiert.
Damit ergebe sich für den MDAX ein negatives US-Dollar-Netto-Exposure von 1,6%. Zum Vergleich: Bei den übrigen deutschen Auswahlindizes und dem DJ EURO STOXX 50 ergebe sich jeweils ein deutlich positives Netto-Exposure (DAX: plus 4,8%, TecDAX: 5,1%, DJ EURO STOXX 50: 3,5%). Während die Titel der übrigen Auswahlindizes damit von einem schwachen Euro profitieren würden, würden die Unternehmen des MDAX damit tendenziell zu den Gewinnern des starken Euro gehören. Da man auf Sicht des kommenden Jahres jedoch von einer Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar in den Bereich von 1,20 US-Dollar ausgehe, sollte dies zu einer schwächeren Entwicklung des MDAX in Relation zum DAX führen.
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