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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 9,36 € |
9,20 € |
+0,16 € |
+1,74 % |
24.04/13:51 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007193500 |
719350 |
- € |
- € |
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Koenig & Bauer kaufen 13.04.2006
Bankhaus Lampe
Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Koenig & Bauer (ISIN DE0007193500 / WKN 719350) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Koenig & Bauer (KBA) habe Ende März die Geschäftszahlen für 2005 vorgelegt, die auf der Ergebnisseite sowohl die Schätzungen der Analysten vom Bankhaus Lampe als auch die Gesellschaft selber nicht zufrieden gestimmt hätten. Als Ursache für die Planabweichung gebe das Management unterschiedliche Gründe an, wie z.B. einen Sondereffekt im Finanzergebnis, höhere Anlaufkosten für Innovationen im Bogenoffsetbereich und einen gestiegenen Preisdruck bei den Gebrauchtmaschinen.
Insgesamt habe der Konzern in 2005 ein Umsatzplus von 14% auf 1,621 Mrd. Euro erzielt, was entgegen dem Ergebnis über den Analysten-Schätzungen (1,570 Mrd. Euro) gelegen habe. Das Segment Rollen- und Sondermaschinen habe dabei die Erlöse um 14% auf 803 Mio. Euro und das Bogenoffset-Segment ebenfalls um 14% auf 818 Mio. Euro erhöht.
Auf der Ergebnisseite habe der Konzern das Betriebsergebnis (EBIT) zwar um 64% auf 33 Mio. Euro verbessert, habe jedoch die Analysten-Schätzungen (44 Mio. Euro) deutlich verfehlt. Während im Bereich Rolle das operative Ergebnis auf 31 Mio. Euro nahezu habe verdreifacht werden können, sei dieses im Bogenbereich aufgrund der genannten Gründe um mehr als ein Drittel auf 3 Mio. Euro zurückgegangen. Ohne die Sondereffekte hätte das Unternehmen angabegemäß die Markterwartungen erreicht bzw. sogar übertroffen.
Bei den Auftragseingängen habe KBA analog der Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2005 ein deutliches Plus von 21% auf 1,769 Mrd. Euro verzeichnet, so dass auch die Bestände um 17% auf 1,041 Mrd. Euro angestiegen seien.
Besonders positiv habe die Analysten vom Bankhaus Lampe die Entwicklung des Cash-flow überrascht, der neben dem höheren Ergebnis insbesondere durch das deutlich verbesserte Working Capital infolge des Abbaus der Vorräte sowie der Forderungen begünstigt worden sei. Darüber hinaus habe der Konzern von deutlich geringeren Investitionen profitiert, nachdem in 2004 überproportional viel investiert worden sei. Der Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit habe sich von 38 Mio. Euro in 2004 auf 175 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr, der Free Cash-flow von -10 Mio. Euro auf 147 Mio. Euro verbessert.
Aufgrund der positiven Gewinnentwicklung avisiere der Konzern eine Anhebung der Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie auf 0,40 Euro. Man sei zuletzt jedoch von einer Dividende in Höhe von 0,50 Euro ausgegangen.
Die leichten Anhebungen in den Gewinnschätzungen für 2006 und 2007 würden im aktuellen Kapitalmarktumfeld im Rahmen des Bewertungsvergleichs der Analysten vom Bankhaus Lampe mit deutschen Anlagen- und Maschinenbauern zu einem Anstieg des Fair Value je Aktie auf fast 33 Euro (zuvor: 30 Euro) führen. Auf diesen Wert würden sie jedoch unverändert einen Abschlag von rund 10% vornehmen und dies mit der Zugehörigkeit der Gesellschaft zum SDAX und dem damit geringeren Investoreninteresse gegenüber den Vergleichsunternehmen rechtfertigen, was sich auch in der Liquidität an der Börse widerspiegele.
Das DCF-Modell der Analysten vom Bankhaus Lampe, das sie angesichts der Zyklizität der Branche jedoch lediglich zur Plausibilitätskontrolle heranziehen möchten, zeige unter konservativen Annahmen (Beta: 1,0; Terminal Growth: 0%; WACC: 6,3%) einen Zielwert von rund 28 Euro je Aktie (zuvor: 26 Euro).
Insgesamt erhöhen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Kursziel von zuletzt 27,00 Euro auf 29,00 Euro und stufen die Koenig & Bauer-Aktie aufgrund der im Branchenvergleich günstigen Bewertung von "halten" auf "kaufen" herauf.
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