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Datum/Zeit |
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9,81 € |
+0,010 € |
+0,10 % |
22.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007193500 |
719350 |
- € |
- € |
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Koenig & Bauer kaufen 15.12.2006
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Koenig & Bauer-Aktie (ISIN DE0007193500 / WKN 719350) unverändert mit dem Rating "kaufen".
Die Mitte November vorlegten Zahlen für die ersten drei Quartale 2006 würden bei Koenig & Bauer weitere Zuwächse auf der Umsatzseite sowie eine überproportionale Steigerung des operativen Ergebnisses zeigen. Die Aufträge (-5% auf 1,25 Mrd. Euro) würden dagegen wie schon zum Halbjahr unter dem Vorjahreswert liegen, hätten den Rückstand im abgelaufenen Quartal jedoch deutlich reduzieren können. Zu beachten sei zudem, dass das Vorjahresniveau noch durch einige Großaufträge im Rollenbereich geprägt gewesen sei. Der Auftragsbestand habe insgesamt relativ stabil bei knapp unter 1,1 Mrd. Euro gelegen.
Im Ausblick auf das Gesamtjahr zeige sich das Management zuversichtlich. Aufgrund des hohen Auftragsbestands sei darüber hinaus die Auslastung der Produktionswerke auch für die ersten Monate 2007 gesichert. Im stärksten vierten Quartal rechne die Gesellschaft mit zunehmenden Auslieferungen, so dass der Konzernumsatz in 2006 deutlich über 1,7 Mrd. Euro (zuletzt: rund 1,7 Mrd. Euro) liegen solle. Auf der Ergebnisseite erwarte KBA (Koenig & Bauer AG) eine Fortsetzung des Trends der ersten neun Monate, wobei das Vorsteuerergebnis eine Marge von rund 3% erreichen solle.
Für 2007 halte sich das Management dagegen noch bedeckt, da angabegemäß die Geschäftsentwicklung der kommenden Monate von vielen externen Unsicherheiten belastet sei. Mittelfristig wolle der Konzern unverändert eine EBT-Marge von 5% erzielen, was die Analysten aus derzeitigem Blickwinkel vor dem Hintergrund der Rohstoffkostenbelastung, den Fragezeichen hinter der weiteren Konjunkturentwicklung sowie möglicher weiterer Lohnsteigerungen als Folge der Tariferhöhungen im Frühjahr 2007 für ambitioniert halten würden.
Mit einem KGV von rund 10, einem Umsatzmultiplikator bezogen auf die Marktkapitalisierung von lediglich 0,25 sowie einem aktuellen Kurs knapp unterhalb des Buchwertes erscheine die Aktie von Koenig & Bauer unverändert niedrig bewertet. Die Analysten würden glauben, dass der Konzern aufgrund seiner Marktstellung sowie der Strategie, zahlreiche Produkte in Nischenmärkten (z. B. Wertpapierdruck) anzubieten aktuell gut aufgestellt sei.
Die Analysten hätten angesichts der Neun-Monats-Zahlen ihre Gewinnreihe leicht überarbeitet und die Ergebnisschätzungen für 2006 - 2008 erhöht. Für 2006 würden die Analysten jetzt mit einem Gewinn je Aktie von 2,16 Euro (zuvor: 2,07 Euro) planen. Für 2007 und 2008 würden sich ihre Prognosen von 2,39 Euro auf 2,49 Euro bzw. 2,51 Euro auf 2,69 Euro erhöhen. Nach dieser Planungsadjustierung habe sich der Fair Value aus ihrem Bewertungsvergleich sowie ihrem DCF-Modell im aktuellen Kapitalmarktumfeld leicht nach oben verändert und liege jetzt bei rund 33 Euro je Aktie (zuvor: 30 Euro), so dass man auch das Kursziel auf Jahressicht von 30,00 Euro auf 33,00 Euro anhebe.
Unverändert müsse bei einer Anlage in den Wert beachtet werden, dass die Liquidität an der Börse sowie die Aufmerksamkeit der Investoren deutlich geringer sei als beispielsweise beim im MDAX-notierten Wettbewerber Heidelberger Druck. Nach einer deutlichen Kursschwäche im Sommer habe sich der Kurs von KBA in den letzten Wochen sukzessive erholen können.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe erkennen auf aktuellem Kursniveau jedoch unverändert noch weiteres Kurspotenzial und empfehlen den Wert von Koenig & Bauer weiter zum Kauf. (15.12.2006/ac/a/nw)
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