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Schmack Biogas Rücksetzer nutzen


26.01.2007
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" können deutliche Rücksetzer zum Aufbau von Positionen bei der Aktie von Schmack Biogas (ISIN DE000SBGS111 / WKN SBGS11) genutzt werden.

Die Mai 2005 zu 31 Euro emittierte Aktie habe sich bisher an der Börse prächtig entwickelt. Aktuell würden die Anteilsscheine des Pioniers der deutschen Biogasbranche 51 Euro kosten. Das entspreche einem knackigen Kursplus von mehr als 60 Prozent seit dem Börsengang. Parallel zum Aktienkurs entwickle sich aber auch das operative Geschäft sehr erfreulich. Im vergangenen Jahr dürfte das Unternehmen die eigenen Umsatz- und Ergebnisziele von 85 Mio. Euro und einem EBIT von fünf Mio. Euro erreicht haben.

Finanzvorstand Alexander Götz bekräftige im Gespräch mit "TradeCentre.de" auch die Ziele für dieses Wirtschaftsjahr. Der Umsatz solle sich auf 130 bis 150 Mio. Euro belaufen. "Vor Steuern und Zinsen streben wir einen Gewinn im zweistelligen Millionenbereich an", so Götz. Demnach sei ein EBIT in 2007 nach den Schätzungen der Experten von "TradeCentre.de" von mindestens zehn bis 13 Mio. Euro zu erwarten.

Die Schwandorfer würden die Projektierung und Errichtung sowie Service und Betriebsführung von Biogaslangen betreiben. Dieser originäre Geschäftsbereich wirtschafte aktuell mit einer mittleren, einstelligen EBIT-Marge. Laut Götz könne das Segment in den zweistelligen Bereich ausgebaut werden. Künftig werde die Gesellschaft auch eigene Anlagen errichten und betreiben.


"Wir wollen den Eigenbetrieb zusammen mit Partnern aufbauen und rechnen in der Regel mit der Bildung von Joint Ventures, an denen wir mindestens 50 Prozent halten", erkläre der Finanzchef. "In diesem Geschäftsbereich halten wir mittelfristig operative Margen von 20 Prozent für darstellbar". Beispielhaft sei an dieser Stelle das Joint Venture mit der Erdgas Südbayern, welches im Herbst vergangenen Jahres vereinbart worden sei. "Wir befinden uns in weiteren Gesprächen bezüglich Partnerschaften mit anderen Unternehmen und wollen eigene Anlagen mit einer Gesamtleistung von 50 Megawatt bis Ende 2010 realisieren. Der Anteil der Eigenbetriebe am Umsatz soll mittelfristig bei 20 Prozent liegen".

Neben dem Eigenbetrieb liege der größte Charme der Gesellschaft in der Einspeisung von Biogas in das deutsche Erdgasnetz. "Das ist der Treiber für unser Unternehmen schlechthin", sage der diplomierte Kaufmann und Jurist. "Wir kommen bei der Einspeisung deutlich schneller voran als noch beim Börsengang von uns vermutet". So sei der Startschuss für das deutschlandweit erste Projekt zur Gaseinspeisung in der Biogasanlage Pliening im Dezember gefallen. Abnehmer des aufbereiteten Biogases dieser Anlage sei E.ON Bayern. Wie Götz erläutere, habe daher auch die jüngst erfolgte Übernahme der CarboTech hohe strategische Bedeutung. "Durch diese Übernahme bringen wir Biogas auf Netzqualität", so der CFO.

Schmack Biogas setze auch in Zukunft auf Zukäufe. "Der Markt ist in Bewegung. Wir schauen uns nach technologischen Arrondierungen um, schließen aber auch eine größere Übernahme eines Wettbewerbers nicht aus". Das organische Wachstum sei dem Vernehmen nach aus dem Cashflow und Fremdkapital finanzierbar. "Erst bei einer größeren Übernahme würden wir auch die Finanzierung über eine Kapitalerhöhung nutzen", so Götz.

Aktuell belaufe sich der Freefloat der Schmack Biogas AG auf mehr als 46 Prozent. Rund 15 Prozent der Anteile lägen direkt in den Händen der Vorstände, die bislang noch einer Verkaufssperre unterlägen. Knapp 40 Prozent seien im Wesentlichen VC-Investoren, der Umweltbank, der Familie Schmack und der Abel Beteiligung zuzuordnen, die mit der Zustimmung der Konsortialbanken eine Umplatzierung vornehmen könnten. Man rechne relativ zeitnah mit einer größeren Teilumplatzierung dieser Stücke, was den Freefloat auf maximal 85 Prozent erhöhen könnte. Damit steigere das Unternehmen auch die Chance, mittelfristig in den TecDAX aufzusteigen. Mit einem Börsenwert von einer Viertelmilliarde Euro sei das Unternehmen sicher kein Schnäppchen.

Aufgrund der rosigen Zukunft können deutliche Rücksetzer indes zum Aufbau von Positionen bei der Aktie von Schmack Biogas genutzt werden, so die Experten von "TradeCentre.de". (26.01.2007/ac/a/nw)




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