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Intershop verkaufen 06.11.2007
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, empfiehlt die Aktien von Intershop (ISIN DE000A0EPUH1 / WKN A0EPUH) zu verkaufen.
Am 25.10. habe Intershop bei einem Umsatzanstieg um 61 Prozent auf 7,9 (Vj. 4,9) Mio. Euro mit einem Quartalsüberschuss von 0,6 (-1,6) Mio. Euro erstmals wieder ein positives Ergebnis gemeldet. Damit habe das Unternehmen den in der vorherigen Periode ohne Restrukturierungskosten operativ schon erreichten Turnaround nun bestätigt. Wesentlicher Treiber für das Ergebnis seien der von 0,6 auf 1,2 Mio. Euro verdoppelte Lizenzumsatz, die von 2,0 auf 3,6 Mio. Euro gestiegenen Beratungs- und Schulungserlöse sowie der auf 1,61 (0,67) Mio. Euro Umsatz gewachsene Bereich Online Marketing gewesen.
Sehr positiv würden die Analysten dabei die im Quartalsvergleich deutlich auf 2,4 (3,2) Mio. Euro gesunkenen betrieblichen Aufwendungen werten, an denen sich der Erfolg der im zweiten Quartal durchgeführten Kostensparmaßnahmen deutlich erkennen lasse. Hierzu hätten insbesondere die von 1,8 auf 1,0 Mio. Euro drastisch reduzierten Vertriebskosten beigetragen, ohne dass sich dies bisher in einem verzögerten Umsatzwachstum niedergeschlagen habe.
Auch die Herstellungskosten seien mit 54 Prozent nur leicht unterproportional zum Umsatz gestiegen. Die Analysten würden die Zahlen daher sehr positiv werten und sehen, dass die Anstrengungen des neuen Managements offenbar bereits klare Früchte tragen würden. Kumuliert würden nach neun Monaten 22,5 (14,3) Mio. Euro Umsatz in den Büchern stehen. Der Verlust habe sich von 4,4 auf 2,5 Mio. Euro reduziert. Für das vierte Quartal habe Intershop-Vorstandschef den Analysten auf Nachfrage erklärt, er rechne mit einem Umsatz etwa im Bereich des dritten Quartals. Für das zweite Halbjahr insgesamt erwarte Intershop laut Zwischenbericht ein positives Nettoergebnis sowie einen positiven Cashflow.
Nachdem sich in den Zahlen des zweiten Quartals erste Indizien dafür hätten finden lassen, dass Intershop seine Kostenstruktur allmählich in den Griff bekomme und trotzdem steigende Umsätze erreichen könne, habe das neue Management mit den schwarzen Zahlen im dritten Quartal bei anhaltendem Wachstum den angekündigten Turnaround tatsächlich erreicht.
Zudem sei mit der Lösung der Mietrechtsstreitigkeiten auch die lange Zeit latent drohende Liquiditätskrise nun endlich dauerhaft beseitigt. Da der Vorstand mit der erfolgreichen Restrukturierung ein gutes Stück neues Vertrauen in die Perspektiven aufgebaut habe, hätten die Analysten ihre Umsatz- und Ertragsschätzungen deutlich angehoben. Im aktuellen Börsenwert seien auch diese optimistischeren Annahmen jedoch nach wie vor bereits mehr als eingepreist, obwohl sich nach Erachten der Analysten erstmals abzeichne, dass Intershop mittelfristig in den derzeitigen Börsenwert hineinwachsen könne - etwa durch neue Erfolgsmeldungen im Bereich "Full Service E-Commerce", durch die das Unternehmen zusätzliches Umsatz- und Ertragspotenzial erschließen könnte.
Dennoch würden die Analysten das Chance-Risiko-Profil bei Intershop immer noch für unausgewogen halten, da es für eine Einschätzung der Nachhaltigkeit des Turnarounds und des Wachstumskurses nach erst einem positiven Quartal nach deren Erachten noch zu früh sei.
Die Analysten von GSC Research stufen die Aktie von Intershop daher trotz eines deutlich erhöhten Kursziels auf 2,00 EUR (alt:1,20 EUR) weiterhin auf "verkaufen" ein. (Analyse vom 06.11.2007) (06.11.2007/ac/a/nw)
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