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Balda verkaufen 11.03.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Aktie von Balda (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) weiterhin mit "verkaufen" ein.
Balda sei mittlerweile ein Spielball der Spekulanten. Nach Erachten der Analysten sollten seriöse Anleger unverändert die Finger von der Aktie lassen. Die Analysten würden glauben, dass die Lage rund um das Unternehmen, das in seiner 100-jährigen Geschichte mehrfach bewiesen habe, dass es den Wandel der Zeit habe meistern können, aktuell viel zu undurchsichtig sei, und es scheine so, als sei die Glückssträhne beendet.
Nach dem Fiasko rund um die Pleite des Mobiltelefonproduzenten BenQ-Mobile habe die notwendige Neuorientierung dank eines Joint Ventures mit dem taiwanesischen Touchscreen-Produzenten TPK stattgefunden. Mit dieser Wachstumsaussicht sei die Fantasie in die Aktie zurückgekommen, so dass sich der Kurs von seinen Tiefständen im Herbst 2006 wieder habe erholen können.
Doch die Probleme des "alten Geschäfts" seien geblieben und hätten die sehr guten Erfolge im neuen Touch-Segment belastet. So habe sich das Unternehmen entschlossen, den verlustreichen Unternehmensteil schnellstmöglich an einen Investor zu verkaufen, der laut eigenen Angaben auf "Investitionen in Unternehmen in Umbruch- und Sondersituationen" spezialisiert sei. Der symbolische Preis von einem Euro und ein Vertrag, der den Eindruck vermittle, dass er nicht zu Ende verhandelt worden sei, hätten dazu geführt, dass Balda letzte Woche fast Insolvenz habe anmelden müssen, da angeblich keine Bank mehr bereit gewesen sei, dem Unternehmen weitere Kredite zur Verfügung zu stellen, um die Verluste der verkauften Töchter auszugleichen.
Kurzfristig habe das Unternehmen daraufhin zunächst die Vorlage der Bilanz für das Jahr 2007 und die Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben, um dann zwei Tage später mitzuteilen, dass man "andere potenzielle Geldgeber" gefunden habe, die die notwendige Liquidität zur Verfügung stellen würden, um die "alten Geschäftsteile" wieder zurückzukaufen. Man wolle nun einen neuen Versuch starten, um sich der Problemtöchter zu entledigen.
Doch dass nun Ruhe einkehre, davon sei das Unternehmen weit entfernt. Die anonymen Geldgeber dürfe bzw. wolle das Unternehmen weiterhin nicht nennen. Damit trage die Gesellschaft offen dazu bei, dass die Aktie ein Spielball von Spekulanten bleibe.
Anstatt für Ruhe und Klarheit in der Kommunikation zu sorgen, werde mit dem Geld und den Nerven der Anleger gespielt. Dabei stelle sich mittlerweile für die Analysten die Frage, ob sich der Joint Venture-Partner Michael Chiang (TPK) das Theater bei seinem Geschäftspartner noch lange ansehen werde. Die Analysten würden bei ihm eine deutlich geringere Abhängigkeit von dem deutschen Partner sehen als es umgekehrt der Fall sei.
Gestern sei dann noch die Nachricht gekommen, dass die Nord LB für einen nicht genannten institutionellen Kunden seit November 2007 einen Anteil von insgesamt 15,5% gekauft habe, die dieser Kunde jedoch bisher nicht übernommen habe. Jetzt sitze die Nord LB auf dem Paket und sei damit unfreiwillig der zurzeit größte Aktionär und suche nun händeringend nach einem Abnehmer.
Die aktuelle Nachrichtenlage bestätige das anlagepolitische Fazit der Analysten.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten weiter zum Verkauf der Balda-Aktie. Ihr Kursziel würden sie angesichts der Unsicherheiten von 4,00 EUR auf einen symbolischen Wert von 1,00 EUR reduzieren. (Analyse vom 11.03.2008) (11.03.2008/ac/a/nw)
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