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Schmack Biogas unter der Lupe


24.04.2008
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Aktie von Schmack Biogas (ISIN DE000SBGS111 / WKN SBGS11) unter die Lupe.

Der Anlagen-Hersteller für die Biogasbranche habe im Jahr 2007 einen Umsatz von 132 Millionen Euro und ein negatives EBIT von knapp zehn Millionen Euro erzielt. Per Ende des Jahres 2007 habe der Auftragsbestand bei 116 Millionen Euro gelegen. Wie den Experten CFO Alexander Götz im Hintergrundgespräch erläutere, würden rund 75 Prozent des Orderbestandes noch in diesem Jahr umsatzwirksam. Zusätzlich rechne Götz in 2008 mit dem Beginn der Errichtung von circa sechs Anlagen aus der Vereinbarung mit dem Investor HgCapital. "Im zweiten Quartal beginnen wir mit der ersten Anlage aus dieser Zusammenarbeit", so der CFO.

Summa summarum rechne das Unternehmen in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatzwachstum und einer Verbesserung des Ergebnisses aus dem Jahr 2007. Ob Schmack Biogas hingegen die Gewinnschwelle erreichen werde, habe Götz offen gelassen. "2008 wird ein Übergangsjahr. Wir rechnen im zweiten Halbjahr mit einer deutlich verbesserten Nachfrage nach Biogas-Anlagen. 2009 sollte wieder ein gutes Jahr werden", erkläre Götz.

Damit das Geschäft jedoch wieder brumme, müsse das von der Regierung geplante Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch in dieser Form umgesetzt werden. Zudem müsse die Vergütung für Strom aus Biomasse mit der Bonusregelung für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro-Bonus) von sechs Cent auf acht Cent erhöht werden. "Treten diese beiden Parameter nicht ein, wird auch 2009 ein schwieriges Jahr für die Biogasbranche. Davon gehen wir allerdings nicht aus", sage Götz.


Die Zeichen für Biogas stünden nämlich auf Grün. Umweltminister Sigmar Gabriel habe der Biodieselbranche quasi den Saft abgedreht. Die geplante Erhöhung der Beimischung von fünf Prozent auf zehn Prozent sei vom Tisch. Entsprechend geringer sei die Nachfrage nach Rohstoffen aus dieser Branche, was für Biogas positiv sei. Zudem stünden der Biogasbranche mehr Flächen für die Biogasproduktion zur Verfügung. Da Biodiesel politisch nicht mehr sexy sei, müsse die Politik auf Biogas setzen, um die entsprechenden Ziele bei der Diskussion rund um CO2 zu erreichen.

Schmack Biogas setze in der Zukunft vor allem auf den Eigentrieb von Biogasanlagen zur Einspeisung in das Stromnetz. "Durch die Gasnetzzugangsverordnung haben wir an dieser Stelle sehr gute Rahmenbedingungen", sage Götz. Bisher verfüge das Unternehmen im Joint Venture mit E.ON Bayern über eine Anlage, die fürs Netz produziere. Mit der Errichtung einer weiteren Gaseinspeisungsanlage für den Eigenbetrieb beginne die Gesellschaft noch in diesem Jahr. "Bis Ende 2011 ist es unser Ziel, eigene Anlagen mit rund 50 Megawatt zu realisieren".

Um dies allerdings zu erreichen, benötige Schmack Biogas eine Investitionssumme von rund 200 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Wobei der Großteil davon fremdfinanziert werden solle, allerdings eine weitere Kapitalerhöhung nicht auszuschließen sei. "Das Geschäft des Eigenbetriebs ist sehr kapitalintensiv. Das haben wir seit dem Börsengang immer gesagt", erkläre der CFO. In diesem Geschäft seien allerdings auch Margen von bis zu 20 Prozent machbar. Auf Konzernbasis halte Götz mittelfristig EBIT-Margen von zehn Prozent für realistisch.

Die rund sechs Millionen Aktien würden einen Börsenwert von 95 Millionen Euro repräsentieren. Für Schmack Biogas seien die Aussichten durchaus positiv. Insbesondere sei die Firma beim Thema Eigenbetrieb bereits deutlich weiter als EnviTec Biogas. Allerdings hänge das Unternehmen stark am Wohlwollen der Politik, die aber offenbar auf Biogas stehe.

Entscheidend ist das Timing eines Einstiegs: Da die Experten von "TradeCentre.de" für Q1 von schwachen Zahlen ausgehen, könnte das Papier von Schmack Biogas durchaus nochmals deutlich günstiger zu haben sein. (Analyse vom 24.04.2008) (24.04.2008/ac/a/nw)




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