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Schmack Biogas verkaufen 25.04.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Dr. Karsten v. Blumenthal, rät die Aktie von Schmack Biogas (ISIN DE000SBGS111 / WKN SBGS11) unverändert zu verkaufen.
Schmack Biogas habe am 24.04.2008 den Geschäftsbericht für 2007 vorgelegt. Die vorläufig gemeldeten Zahlen seien im Wesentlichen bestätigt worden.
Das EBIT von -9,6 Mio. und der Nettoverlust von EUR -6,6 Mio. seien Beleg für die tiefe Krise, in die das Unternehmen nach einer verfehlten Strategie gerutscht sei: Schmack habe zu spät auf den starken Rückgang der landwirtschaftlichen Nachfrage und die Tendenz zu größeren Biogasanlagen reagiert.
Die Entwicklung neuer großer und multifeedstockfähiger Biogasanlagen habe zu sehr hohen Herstellungskosten geführt. Der Anteil dieses Kostenblocks am Umsatz sei von 86% auf 93% gestiegen. Die Working Capital-Quote habe sich von 14% auf 27% fast verdoppelt. Der sehr hohe negative Cashflow aus operativer Tätigkeit von EUR -27,5 Mio. habe dazu geführt, dass die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Frühjahr 2007 eingeworbenen Mittel komplett aufgebraucht worden seien.
Das laufende Geschäftsjahr dürfte Schmack damit beschäftigt sein, den Turnaround zu schaffen: Erst wenn die Standardisierung der neuen Biogasanlagen gelungen sei, dürfte die Herstellungskostenquote wieder rückläufig sein. Damit sei allerdings im besten Falle im zweiten Halbjahr zu rechnen. Rückstellungen für technische Mängel in Höhe von EUR 2,1 Mio. würden darauf hindeuten, dass das Unternehmen bei der Standardisierung noch Probleme sehe. Zwar habe sich der Auftragsbestand von EUR 78,4 Mio. auf EUR 115,9 Mio. erhöht, allerdings sollte der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte schwach bleiben, da viele Investoren aufgrund der zu erwarteten höheren Einspeisevergütung ab 2009 Investitionen hinauszögern dürften.
Im Geschäftsbericht werde die Guidance, die Schmack anlässlich der vorläufigen Zahlen gegeben habe, nicht wiederholt. Habe es dort noch geheißen, dass für 2008 steigende Umsätze und ein wesentlich verbessertes EBIT erwartet würden, spreche das Unternehmen im Geschäftsbericht nur noch davon, dass nach einem "sehr schwierigen ersten Halbjahr und einem deutlich negativen Ergebnis mit einer positiven Entwicklung im zweiten Halbjahr" gerechnet werde.
Hohe Agrarrohstoffpreise und die angesichts der steigenden Inflation bei Nahrungsmitteln aufkommende politische Debatte über eine Begrenzung des Anbaus von Pflanzen für Energiegewinnung dürften das Sentiment belasten. Bisher habe sich die politische Debatte vornehmlich auf die Biotreibstoffe konzentriert, ein Überschwappen der Diskussion auf Biogas könne allerdings nicht ausgeschlossen werden. Die beiden ersten Quartale dürften bei Schmack zu enttäuschenden Zahlen führen.
Die anhaltenden internen Probleme bei Schmack und das schwierige Marktumfeld würden zu einer leichten Senkung der Prognosen führen. Auf der Basis eines aktualisierten DCF-Modells ergebe sich weiterhin ein Kursziel von EUR 11,00.
Die Aktie wird von den Analysten von SES Research zum Verkauf empfohlen. (Analyse vom 25.04.2008) (25.04.2008/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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