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Balda verkaufen 07.05.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Balda-Aktie (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) weiterhin zu verkaufen.
Mit einem Umsatz von 45,2 Mio. EUR im ersten Quartal und einem EBIT von minus 5,2 Mio. EUR habe Balda heute die Zahlen zum ersten Quartal 2008 präsentiert. Der angeschlagene Handyzulieferer habe im ersten Quartal unter Produktionsumstellungen bei seinen wichtigen asiatischen Tochtergesellschaften gelitten. Das Ergebnis im fortgeführten Geschäft sei mit 6,7 Mio. EUR Verlust - nach einem Ergebnis von 1,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum - ebenfalls tiefrot.
Das Unternehmen leide mittlerweile auch im asiatischen Geschäft. Dort sei der Umsatz mit Handyschalen und Touchscreens um 1,7% auf 34,7 Mio. EUR gesunken. Das Unternehmen habe in der heutigen Telefonkonferenz darauf verwiesen, dass der Grund im Auslaufen alter Produkte und zeitlichen Verzögerungen beim Hochfahren der Nachfolge- Produktion gelegen habe. Es sei nicht zu Vertragsstornierungen gekommen.
Mit einem merklichen Aufschwung rechne Balda erst im zweiten Halbjahr. So würden die Guidance von 600 Mio. USD Umsatz (414 Mio. EUR) und ein Vorsteuerergebnis von 35 Mio. USD (24 Mio. EUR) bestehen bleiben. Dabei spiele die Notwendigkeit einer ausreichenden Liquidität immer noch die entscheidende Rolle. Sollte Balda kurzfristig keine neue Kreditlinien bzw. neues Kapital erhalten, werde es für die Bad Oeynhausener schwierig zu überleben.
Das weiter zum Verkauf stehende europäische Handyschalen-Geschäft sowie die Sparte Medical würden in den kommenden Monaten verkauft. Ob damit genügend Liquidität in die Kassen komme, sähen die Analysten skeptisch. Alleine die Sparte Infocom habe seit der Rückübertragung am 7. März das Quartalsergebnis mit 2 Mio. EUR belastet.
Das Unternehmen sei immer noch maßgeblich von neuen Finanzmitteln abhängig und müsse unverzüglich einen Käufer für die zum Verkauf stehenden Geschäftsbereiche finden. Des Weiteren werde ein Verkauf der Immobilien in Bad Oeynhausen in Erwägung gezogen, um frisches Kapital zu erhalten. Die Analysten sähen die Bemühungen des Unternehmens positiv, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Gleichwohl seien die Risiken ihres Erachtens immer noch so groß, dass Investoren die weitere Entwicklung abwarten sollten. Die Konzentration auf das Touchsegment als alleiniger Heilsbringer berge zusätzliche Risiken.
Von daher sehen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Verkaufsempfehlung für die Aktie von Balda immer noch bestätigt. Das Kursziel lasse man unverändert bei 1 EUR. (Analyse vom 07.05.2008) (07.05.2008/ac/a/nw)
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