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Balda verkaufen


06.08.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Balda-Aktie (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) weiterhin mit dem Rating "verkaufen".

Balda habe heute Zahlen zum ersten Halbjahr 2008 veröffentlicht. Doch die Analysten würden sich zunächst dem Unternehmensausblick zuwenden, bevor sie das Zahlenwerk betrachten würden. Balda gehe von einer abschließenden Einigung mit den Banken über die neue Finanzierungsstruktur im Laufe des August aus. Vorgesehen sei eine Fortführung des Engagements, vor allem deutscher Banken, unter Bereitstellung neuer Mittel. Die Erlöse aus dem Verkauf von Balda Medical und der Immobilie in Bad Oeynhausen würden bis Ende 2008, spätestens Anfang 2009 in erheblichem Umfang Verbindlichkeiten reduzieren helfen und damit zur Senkung der Finanzierungskosten beitragen.

Der Balda-Konzern rechne auf der Basis der bisherigen Prognose (Umsatzerlöse: 414 Mio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von 24 Mio. Euro) mit einem positiven Verlauf des zweiten Halbjahres 2008. Das Unternehmen plane neben einer kräftigen Zunahme der Umsatzerlöse für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei allen Gesellschaften der Region Asien mit einer erheblichen Steigerung gegenüber dem ersten Halbjahr 2008, in dem der Umsatz bei 103,1 Mio. Euro gelegen habe.


Im Blick auf das prognostizierte Ergebnis bestünden jedoch laut Unternehmensangaben folgende Unwägbarkeiten: Zum einen könnte das Umsatzziel durch rückläufige Abrufe eines wichtigen Infocom-Kunden (Sony-Ericsson),der kürzlich eine Gewinnwarnung veröffentlicht habe, beeinträchtigt werden, was sich dann unmittelbar auf das Ergebnis negativ auswirke. Zum anderen könnten die Termine geplanter Produktionsstarts im Bereich Touch erneut Verzögerungen unterliegen. Darüber hinaus könnten den hohen Vorlaufkosten der Touch-Fertigung 2008 bei einzelnen Projekten noch keine nennenswerten Umsatzerlöse gegenüberstehen. Diese Einflussfaktoren könnten das Erreichen des Planergebnisses belasten. Überdies würden Wettbewerbs- und Preisdruck in beiden Geschäftsbereichen zunehmen. Bezüglich der Finanzierungskosten und für Beratung komme es in 2008 zu ungeplantem Aufwand im Rahmen eines höheren einstelligen Millionenbetrages.

Im Vergleich zum ersten Quartal habe der Konzern die Mitarbeiterzahl um 61,5% auf 10.316 Mitarbeiter gesteigert. Ursache des Personalaufbaus, der überwiegend aus Leiharbeitern bestehe, seien vor allem neu angelaufene Projekte in den beiden Geschäftbereichen (InfoCom und Touch). Die Personalkosten hierfür seien noch nicht verbucht worden. Die Projekte seien vorrangig im Touch-Bereich im Bereich handliche Anwendungen konzipiert.

Der Blick in das Zahlenwerk zum ersten Halbjahr zeige Folgendes: Der Umsatz habe um 19,2% auf 103,1 Mio. Euro gesteigert werden können. Wie bereits erwähnt wolle der Konzern diesen Umsatz - wenn die Unwägbarkeiten nicht eintreten würden - verdreifachen. Das EBITDA habe mit 7,0 Mio. Euro knapp 4,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert gelegen, was die Analysten angesichts der Probleme im ersten Halbjahr nicht verwundere. Auch das EBIT von -4,5 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern von -10,6 Mio. Euro nach -0,3 Mio. Euro im Vorjahr habe sie nicht mehr überrascht. So bleibe unter dem Strich ein Verlust je Aktie von 0,31 Euro.

Zusammenfassend überwiegen immer noch die Unsicherheiten, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe die Balda-Aktie weiterhin zum Verkauf empfehlen. Positiv würden sie die offene Kommunikation bezüglich der Risiken hervorheben. Dementsprechend sollten alle Investoren vor möglichen Totalverlusten gewarnt sein, die nach Erachten der Analysten eintreten könnten, wenn die neue Finanzierungsstruktur nicht zustande komme. Die Eckpunkte der neuen Finanzierung stünden aber angabegemäß bereits fest und so sei der Konzern selber - trotz der genannten Risiken - weiterhin zuversichtlich. Das Kursziel sehe man unverändert bei 1 Euro. (Analyse vom 06.08.2008) (06.08.2008/ac/a/nw)



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