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Schmack Biogas verkaufen 26.11.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Dr. Karsten v. Blumenthal, empfiehlt weiterhin, die Aktien von Schmack Biogas (ISIN DE000SBGS111 / WKN SBGS11) zu verkaufen.
Die internen Probleme hätten im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlichen Umsatzeinbruch geführt. Ein hoher Fixkostenanteil und Einmalaufwendungen für die Restrukturierung hätten zu einem erneut deutlich negativen EBIT von EUR -5,6 Mio. geführt.
Die liquiden Mittel seien erneut gesunken. Nach EUR 8,5 Mio. in H1 würden sie sich Ende Q3 auf EUR 6,3 Mio. belaufen. Die Finanzverschuldung sei im Vergleich zum Vorquartal um EUR 1,1 Mio. auf EUR 23,6 Mio. leicht reduziert worden.
Die aus laufender Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittel hätten nach 9 Monaten EUR -14,9 Mio. (H1: EUR -13,5 Mio.) betragen. Der Cashburn habe sich damit zumindest verlangsamt. Das Working Capital habe von EUR 23,7 Mio. Ende Q2 auf EUR 17,5 Mio. zurückgeführt werden können. Hier zeige sich, dass die Restrukturierung auch beim Working Capital-Management zu greifen beginne.
Das verbliebene Eigenkapital von EUR 45 Mio. ergebe eine relativ hohe EK-Quote von 48%, allerdings stünden dem Eigenkapital auf der Aktivseite im langfristigen Vermögen hohe immaterielle Vermögenswerte von EUR 23,4 Mio. gegenüber, deren Werthaltigkeit im Insolvenzfall fragwürdig sei.
Zum Jahresende plane Schmack mit einem Auftragsbestand von EUR 150 Mio. Gegenüber Q3 wäre dies ein Anstieg um EUR 25 Mio. und eine ordentliche Grundlage für das Umsatzziel von EUR 140-160 Mio. in 2009.
Die detaillierte Umsatzplanung für 2009 zeige, dass sich Schmack auf das Segment der großen Biogaseinspeiseanlagen fokussieren wolle. Würden in diesem Segment in 2008 mit EUR 19 Mio. ca. 25% des Umsatzes erzielt, seien für 2009 EUR 71 Mio. geplant. Dies entspräche einem Umsatzanteil von ca. 47%. Schmack dürfte sich nach dem Durchlaufen einer kostenträchtigen Lernkurve bei der Entwicklung großer und multifeedstockfähiger Biogaseinspeiseanlagen einen Wettbewerbsvorsprung verschafft haben und daher in 2009 Erfolge beim Bau und Vertrieb dieser Anlagen erzielen.
Die Versorger würden solche Anlagentypen vermehrt nachfragen. Mitte November habe Schmack mitgeteilt, dass eine 12 MW-Biogasanlage an E.ON verkauft worden sei. Im Sommer sei die von Schmack und E.ON gemeinsam errichtete 10 MW-Anlage in Schwandorf in Betrieb genommen worden und laufe nach Firmenangaben zur Zufriedenheit von E.ON. Mit RWE Innogy sei ein Vertrag über den Bau einer 6,5 MW-Anlage sowie ein Rahmenvertrag über den Bau 10 weiterer Anlagen dieser Art bis 2012 geschlossen worden. Bis zum Jahresende erwarte Schmack weitere Aufträge von Versorgern für Gaseinspeiseanlagen.
Für das angestrebte Wachstum dürfte Schmack weitere liquide Mittel benötigen. Solange keine Erfolge bei der Mittelbeschaffung erzielt würden, bleibe Schmacks Zukunft unsicher.
Die Analysten von SES Research raten bei einem unveränderten Kursziel von 3,10 EUR weiterhin, die Aktien von Schmack Biogas zu verkaufen. (Analyse vom 26.11.2008) (26.11.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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