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GERRY WEBER kaufen 19.01.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Christoph Schlienkamp, empfiehlt die Aktie von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101 / WKN 330410) weiterhin zu kaufen.
GERRY WEBER habe sich zuletzt vom klassischen Bekleidungshersteller zum Lifestyle-Konzern und Systemanbieter gewandelt. Mit seinen drei Marken GERRY WEBER, Taifun-Collection und Samoon-Collection, die jeweils klar positioniert seien und sich vom Wettbewerb abgrenzen würden, wachse das Unternehmen seit Jahren stärker als der Markt. Im Gegensatz zu anderen vertikalen Anbietern, die sich häufig auf die junge Zielgruppe konzentrieren würden, habe die GERRY WEBER-Gruppe die "erwachsene, modebewusste Frau" im Blick. Die Marken würden das Unternehmen gegen preisaggressive Konkurrenz absichern und es ihm gleichzeitig erlauben, dem Preis- und Margendruck des Handels zu widerstehen.
Die Positionierung der Marken und die langjährige Kenntnis der Kundenzielgruppe würden den Konzern zudem in die Lage versetzen, selbst Trends zu schaffen und so die Geschäftsentwicklung unabhängiger von Marktschwankungen zu machen. Mit den eigenen Retail-Aktivitäten habe sich das Unternehmen einen zweiten Absatzkanal geschaffen. Die Vertikalisierungsstrategie führe durch die erweiterte Wertschöpfungskette zu einer größeren Umsatzbasis und einer potenziell höheren Rohertragsmarge.
Durch das eigene Einzelhandelsgeschäft und die damit verbundenen Erfahrungen am Point of Sale könnten die Kollektionen außerdem noch gezielter auf die Nachfrage zugeschnitten werden. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen seien auch die Sublabels der Marken GERRY WEBER und Taifun-Collection entwickelt worden, die sehr erfolgreich zusätzliches Marktpotenzial ausschöpfen würden.
Die eigenen Retail-Aktivitäten würden die Gruppe zudem unabhängiger von der Entwicklung des Wholesale-Geschäfts machen. Die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte durch ein globales Sourcing-System habe die Grundlage für die günstige Preiskalkulation der Kollektionen geschaffen und ermögliche es dem Unternehmen, flexibel auf die Veränderungen in den Beschaffungsmärkten zu reagieren. Der Einsatz intelligenter IT-Systeme in Logistik und Produktion habe ebenso wie das Outsourcing von Dienstleistungen zu einer weiteren Kostenreduktion geführt, die die Wettbewerbsfähigkeit der GERRY WEBER-Gruppe zusätzlich erhöht habe.
Die Analysten würden glauben, dass der Konzern auch in den nächsten Jahren unverändert wachsen könne. GERRY WEBER habe vor Wochenfrist seine Mittelfristprognose bestätigt und strebe in den folgenden Jahren im Durchschnitt eine Umsatzsteigerung von etwa 15% an. Das Unternehmen habe sich das Ziel gesetzt, im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 1 Mrd. EUR mit einer EBIT-Marge von 15% zu erreichen. Vor allem die Expansion im Retail-Geschäft werde vorangetrieben. Für das Geschäftsjahr 2008/09 seien rund 100 Neueröffnungen von HOUSES OF GERRY WEBER in Eigen- oder Fremdregie geplant. Auch in jedem der folgenden drei Jahre sollten etwa 100 weitere Multimarken-Stores hinzukommen. Außerdem würden im laufenden Geschäftsjahr rund 200 neue Shop-in-Shops eingerichtet, sodass die Gesamtzahl dieser Flächen auf etwa 1.700 steigen werde.
Durch die eigenen Retail-Aktivitäten habe sich die Gruppe einen zweiten Absatzkanal geschaffen, der sie unabhängiger vom Wholesale-Geschäft mache. Durch die damit verbundenen Erfahrungen am Point of Sale könnten die Kollektionen außerdem noch gezielter auf die Kundennachfrage zugeschnitten werden. Ein wichtiger Treiber für den Gewinnanstieg sei zudem die Verlagerung der Produktion in kostengünstigere Länder in Fernost und in Osteuropa.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die GERRY WEBER-Aktie nach wie vor zu kaufen. Das Kursziel werde von 24,00 auf 22,50 EUR gesenkt. (Analyse vom 19.01.2009) (19.01.2009/ac/a/nw)
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