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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1DAHH0 A1DAHH -   € -   €
 
 
 

Brenntag verkaufen


15.06.2010
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Brenntag-Aktie (ISIN DE000A1DAHH0 / WKN A1DAHH) im Rahmen einer Ersteinschätzung mit dem Rating "verkaufen" ein.

Zuletzt habe die Brenntag AG die Q1-Zahlen bekannt gegeben. Die Gesellschaft habe im Berichtszeitraum ein EBITDA von 128,5 Mio. EUR erzielt, welches damit um 5,8% über dem Vorjahr gelegen habe. Das operative EBITDA (bereinigt um Transaktionskosten und Headquarter Charges) habe bei 134,3 Mio. EUR und damit um 10,4% über dem Vorjahr gelegen.

Das Segment Europa habe mit 70,4 Mio. EUR und einem Anstieg des operativen EBITDA von 21,4% maßgeblich zu dieser Verbesserung beigetragen. Dieses Ergebnis sei auch infolge der staatlichen Konjunkturprogramme von einem moderaten Wachstum der gesamtwirtschaftlichern Nachfrage gestützt worden. Das zweite große Segment Nordamerika habe hingegen im Vergleich zum hohen Vorjahreswert ein Minus des operativen EBITDA von 2,6% ausweisen müssen.

Der Konzern habe im Berichtszeitraum einen Außenumsatz von 1,7 Mrd. EUR verzeichnet, ein Plus von 7,0% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Umsatzanstieg sei auf eine Erhöhung der abgesetzten Mengen bei niedrigeren Preisen zurückzuführen gewesen. Im Berichtszeitraum habe sich der durchschnittliche Absatzpreis in etwa auf dem Niveau bewegt, das sich zum Jahresende 2009 eingestellt habe.

Im Berichtszeitraum sei ein Rohertrag von 385,7 Mio. EUR erzielt worden, der damit um 3,0% über dem Niveau des Vorjahres gelegen habe. Treiber sei auch hier das Segment Europa mit einem Plus von 6,7% sowie, bei allerdings geringerem Umsatzanteil, Lateinamerika (+7,8%) und Asien/Pazifik (+58,1%) gewesen. Der Anstieg des Rohertrags sei ebenfalls auf die Steigerung der abgesetzten Mengen zurückzuführen.

Brenntag habe den Börsengang am 29. März 2010 durchgeführt. Durch eine Kapitalerhöhung seien Brenntag brutto insgesamt 525,0 Mio. EUR zugeflossen. Diese Mittel seien genutzt worden, um die Verbindlichkeiten aus dem Mezzanine Facility Agreement in der Höhe von 438,6 Mio. EUR (Stand 31.12.2009) inklusive Zinsen vollständig zu tilgen. Weitere 69,0 Mio. EUR seien nach dem Berichtsstichtag zur vorzeitigen Tilgung von Verbindlichkeiten verwendet worden.


Die Eigenkapitalbasis sei zusätzlich durch die Einbringung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von 714,9 Mio. Euro in die Kapitalrücklagen auf 1,46 Mrd. EUR (31.12. 2009: 172,3 Mio. EUR) gestärkt worden. Insgesamt habe die Nettofinanzverschuldung per 31. März 2010 vom 3,6-fachen operativen EBITDA vor dem Börsengang auf das 2,7-fache operative EBITDA reduziert werden können.

Die Gesellschaft erwarte ein maßvolles Wachstum der Ergebnisse. Das verbesserte gesamtwirtschaftliche Umfeld sollte sich dabei positiv auf den Umsatz und damit verbunden auf den Rohertrag auswirken. Außerdem erwarte Brenntag eine moderate Entwicklung der operativen Kosten. Die in 2009 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz sollten ihre volle Wirkung entfalten.

Insgesamt erwarte das Management für 2010 ein moderates EBITDA-Wachstum. Die Analysten würden von einer EBITDA-Steigerung von 7,5% ausgehen. Als Folge des Börsengangs sollte sich das Finanzergebnis und damit das Ergebnis vor Steuern verbessern. Vor dem Hintergrund des voraussichtlich zunehmenden Geschäftsumfangs sei auch eine moderate Steigerung des Working Capitals und der Investitionen in Sachanlagen zu erwarten. Der Trend fallender Preise sollte sich nur teilweise umkehren. Der Anstieg des Working Capitals sollte durch das Management der Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die Anstrengungen zur Optimierung der Lagerlogistik gemildert werden.

Die Gesellschaft habe angekündigt, weiterhin proaktiv die Übernahme von Distributionsaktivitäten von Lieferanten anzustreben sowie die Marktpräsenz durch Akquisitionen ausbauen zu wollen. Der Markt sei hochgradig fragmentiert, so dass ausreichend Konsolidierungsbedarf, gerade in Europa, Lateinamerika und Asien vorhanden sei. Seit 2007 habe Brenntag 21 Akquisitionen in Höhe von insgesamt 228 Mio. EUR durchgeführt. Das Durchschnittsvolumen der Akquisitionen habe sich dabei lediglich auf 11 Mio. EUR belaufen.

Die Wachstumsstrategie des Unternehmens beruhe sowohl auf internem als auch auf externem Wachstum. Stützpfeiler des organischen Wachstums seien: ein fortdauernder Ausbau des lokalen Geschäfts, die Nutzung der anhaltenden Tendenz des Outsourcings von kleineren Kunden der chemischen Industrie an Chemiedistributeure, eine Fokussierung auf Branchen mit hohen Wachstumsraten wie Nahrungsmittel, Körperpflege, Wasseraufbereitung, Öl- und Gas, Farben und Lacke sowie Pharmaka und die Kooperation mit Global oder Key Accounts mit zahlreichen Standorten. Beim externen Wachstum würden drei Hauptziele verfolgt: die geographische Präsenz auszuweiten; in Regionen, in denen man bereits vertreten sei, das Geschäft auszubauen und die Effizienz zu steigern sowie das Vollsortiment in Focusbranchen auszubauen.

Die Analysten würden die Coverage der Brenntag-Aktie aufnehmen. Ihr Kursziel von 52,00 EUR ergebe sich je hälftig aus einem Peer-Group-Modell und ihrem DCF-Modell.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die Aktie von Brenntag zu verkaufen. Der Aktienüberhang durch den Großaktionär (lock-up-Periode laufe bis 29.9.2010) sollte auf der Aktie lasten. (Analyse vom 15.06.2010) (15.06.2010/ac/a/nw)




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