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Balda TPK-Verkauf und mögliche Sonderdividende 21.03.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Balda-Aktie (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die am Donnerstag, 17. März 2011 veröffentlichten Zahlen des Geschäftsjahres 2010 hätten den bereits vorläufig berichteten entsprochen.
Das Segment MobileCom (adj. EBIT: EUR -7 Mio.) sowie das Segment Electronic Products (adj. EBIT: EUR -4 Mio.) hätten erneut eine schwache operative Performance erzielt.
Im Segment MobileCom müsste Balda für eine nachhaltige Restrukturierung die Kundenbasis deutlich erweitern und Neuaufträge mit hohen Volumina gewinnen. Aufgrund des hohen Wettbewerbsumfelds bei Gehäusen für mobile Endgeräte dürfte es für Balda schwierig sein, nachhaltig Neukunden zu gewinnen und Volumenaufträge zu gewinnen.
Die Nettoliquidität per Ende 2010 falle geringer aus als erwartet. In Q4/2010 hätten die in China und Malaysia tätigen Tochtergesellschaften Zusagen für Kreditlinien in Höhe von EUR 19 Mio. erhalten. Entsprechend habe per 31.12.2010 die Nettoliquidität bei EUR 29 Mio. gelegen (WRe: EUR 46 Mio.).
Die Aktie dürfte in den kommenden Monaten im Wesentlichen vom folgenden Newsflow getrieben werden: Zum einen von möglicher Akquisition im Bereich Medical: Balda habe angekündigt, Zukäufe im Bereich Medical tätigen zu wollen (Umsatzgröße der Zielunternehmen: EUR 60 Mio. bis EUR 120 Mio.). Unter der Annahme, dass für Unternehmen aus diesem Bereich ein Umsatzmultiplikator von ca. 1 bezahlt werde, akquiriere Balda im Volumen von bis zu EUR 120 Mio.
Zum anderen vom Verkauf der TPK-Beteiligung und mögliche Dividendenausschüttung: Balda habe bekannt gegeben, sich bis Ende des Jahres 2011 komplett von den TPK-Anteilen (16%) trennen zu wollen. Die erste lock-up-Frist laufe Ende April aus. Allerdings könnte sich Balda einer Verlängerung der lock-up-Frist unterziehen, da TPK beabsichtige, eine Wandelanleihe zu platzieren und die lock-up Fristen von wesentlichen Aktionären verlängern möchte.
Daher könnte es zu einem Verkauf der ersten TPK-Anteile frühestens im August 2011 kommen. Werde die Dividendenausschüttung auf der regulären Hauptversammlung beschlossen, so müssten Investoren bis Ende Mai 2012 auf die Zahlung der "TPK-Dividende" warten. Hier bestehe jedoch die Möglichkeit, den HV-Termin vorzuziehen. Derzeit notiere TPK bei ca. TWD 750. Sollte Balda auf diesem Niveau verkaufen können, würde Balda ca. EUR 11,20 vor Steuern pro Balda-Aktie bei einem TPK-Verkauf erzielen.
Die dritte News sei der Verkauf oder Schließung von MobileCom: Der Vorstand gebe dem Segment für die Restrukturierung und einem Turnaround noch ein halbes Jahr Zeit. Sollte bis dahin keine Verbesserung der Geschäftslage erkennbar werden, würden alle Optionen geprüft. Worst-case müsste Balda den Standort schließen, was mit Abwicklungskosten verbunden wäre.
Aufgrund der Unsicherheiten über den Zeitpunkt des Verkaufs von TPK, die Höhe der Dividendenzahlung, die Akquisition im Bereich Medical und die operative Performance der asiatischen Geschäftsaktivitäten dürfte die Bewertungsdiskrepanz zwischen TPK und Balda (derzeit ca. 40% unter der Annahme, dass Balda mit einem Wert von EUR 0 angesetzt werde nicht komplett aufgeholt werden. Das SotP-Kursziel laute weiter EUR 9.
Das "kaufen"-Rating für die Balda-Aktie bleibt unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 21.03.2011) (21.03.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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