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Daldrup & Söhne Anlaufkosten aus Projektentwicklung belasten H1 29.09.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christopher Rodler und Stephan Wulf, Analysten von Warburg Research, stufen die Aktie von Daldrup & Söhne (ISIN DE0007830572 / WKN 783057) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Daldrup & Söhne habe heute Zahlen für das erste Halbjahr 2011 vorgelegt. Da ein Konzernabschluss erstmals zum Stichtag 31.12.2010 erstellt worden sei, sei die Vergleichbarkeit mit den Halbjahreszahlen des letzten Jahres limitiert. Die Gesamtleistung entspreche mit EUR 25 Mio. (+21,3% yoy) den Erwartungen. Hauptgrund für dieses gute Ergebnis sei die sehr hohe Auslastung des Unternehmens im Bohrgeschäft.
In der Gesamtleistung enthalten seien aktivierte Eigenleistungen in Höhe von EUR 5,4 Mio. für das eigene Tiefengeothermieprojekt Taufkirchen, welches sich gerade in der Entwicklung befinde. Das EBIT sei mit EUR -0,3 Mio. leicht negativ gewesen, habe jedoch leicht über den Schätzungen gelegen. Primär dafür verantwortlich gewesen seien die im Rahmen des Projektes Taufkirchen angefallenen Anlaufkosten in Höhe von EUR 2,2 Mio., die das positive Ergebnis aus dem Bohrgeschäft im ersten Halbjahr überkompensiert hätten. Zudem würden mehrere Bohrprojekte erst im zweiten Halbjahr umsatz- und ergebniswirksam.
Im ersten Halbjahr 2011 sei planmäßig mit der Entwicklung des ersten eigenen Geothermiekraftwerkprojektes in Taufkirchen begonnen worden, welches Ende 2012 ans Netz gehen solle. Die daraus und aus den weiteren eigenen Projekten entstehenden Anlaufverluste würden noch bis 2013 Daldrups Konzernergebnis belasten. Ab der Inbetriebnahme des ersten Kraftwerkes und den daraus resultierenden vorhersehbaren Erlösen aus dem Strom- und Wärmeverkauf werde der Kraftwerksbetrieb einen hohen positiven Ergebnisbeitrag liefern.
Der Auftragsbestand habe sich im Vergleich zum Stand des Halbjahresabschlusses (EUR 90 Mio.) auf mittlerweile knapp EUR 100 Mio. erhöht. Unter anderem habe Daldrup den Zuschlag für die Realisierung eines Großprojektes in Wien erhalten. Daldrup sei hiermit bis ins Jahr 2013 ausgelastet.
Aufgrund der beschlossenen Erhöhung der Einspeisevergütung auf EUR 25ct/kWh mit 01.01.2012 sei eine anhaltend hohe Nachfrage nach Geothermiebohrungen und dementsprechend die Ausweitung der Bohrkapazität entweder durch Anschaffung einer weiteren Bohranlage inkl. Mannschaft bzw. eine Akquisition zu erwarten. Eine mögliche steigende Zurückhaltung der Banken bei Projektfinanzierungen sowie strukturelle Schwächen bei EU-Förderprogrammen könnten die Entwicklung jedoch etwas bremsen. Die Ergebnisschätzungen würden dieses konservative Szenario reflektieren.
In der zweiten Jahreshälfte sei vor allem aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der Bohrprojekte erst zu Jahresende ergebniswirksam werde, eine Ergebnisverbesserung zu erwarten. Bei einem weiterhin planmäßigen Jahresverlauf sei deshalb davon auszugehen, dass die Schätzungen für das Jahr 2011 trotz des negativen Ergebnisses in H1 erreicht würden. Die teuer erscheinenden Bewertungsmultiplikatoren würden derzeit noch nicht die hohen zukünftigen Erträge aus dem Kraftwerksbetrieb reflektieren.
Nach Ansicht der Analysten von Warburg Research wird die "kaufen"-Empfehlung für die Aktie von Daldrup & Söhne bestätigt. Das Kursziel werde bei EUR 30 belassen. (Analyse vom 29.09.2011) (29.09.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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