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Datum/Zeit |
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1,48 € |
+0,034 € |
+2,30 % |
22.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007314007 |
731400 |
- € |
- € |
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Heidelberger Druck-Aktie: Turn-around verschiebt sich abermals 06.06.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) von "verkaufen" auf "halten" herauf.
Die Aktie der Heidelberger Druckmaschinen markiere in diesen Tagen neue historische Tiefpunkte, obwohl die große Leitmesse drupa nach Erachten der Analysten zufrieden stellend verlaufen sei. Das Management selber glaube sogar, dass der Auftragseingang signalisiere, dass das Vertrauen in der Branche wieder zunehme und sich der Investitionsstau in vielen Teilen der Welt weiter auflöse.
Angabegemäß habe Heidelberger Druck knapp 2.000 Bestellungen verbucht, nachdem es auf der drupa 2008 noch mehr als 2.500 Bestellungen gegeben habe. Dies entspreche einem Rückgang von 20% (genaue Zahlen zum Auftragseingang habe Heidelberger Druck bisher noch nicht veröffentlichen können). Da das Auftragseingangsniveau bei Heidelberger Druck in den vier Quartalen vor der drupa 2012 aber um rund 30% unter dem Niveau des entsprechenden Zeitraums vor der drupa 2008 gelegen habe, könne Heidelberger Druck mit diesem Ergebnis zufrieden sein.
Angesichts der aktuellen volkswirtschaftlichen Indikatoren glaube der Markt nicht an den Turn-around. Für die Analysten stelle sich aber die Frage, ob angesichts des ohnehin niedrigen Investitionsniveaus (bei einem relativ stabilen Off-Set-Druckvolumen) weitere Investitionskürzungen bei den Druckereien wirtschaftlich sinnvoll seien. Wichtig für Heidelberger Druck sei jetzt, dass nach der drupa die Investitionsbereitschaft der Kunden nicht wieder massiv sinke. Die Branche bleibe nach wie vor schwer einzuschätzen.
Mit dem aktuellen Restrukturierungsprogramm solle bis zum GJ 2013/14 ein EBIT von rund 150 Mio. Euro erzielt werden. Das Programm sehe vor, über eine Reduzierung der Kapazitäten (-15% an den deutschen Produktionsstandorten) bis zum GJ 2013/14 rund 180 Mio. Euro nachhaltig einzusparen. Die Analysten würden denken, diese Ziele seien realistisch. Bei Erreichung der Ziele würde Heidelberger Druck auf sehr niedrigen Multiples notieren (KGV2013/14: 5,5x; KBV2013/14: 0,3x). Allerdings habe das Management in den letzten Jahren an den Kapitalmärkten viel Kredit verspielt, insbesondere durch eine Fehleinschätzung der Märkte, sodass der Markt nicht auf diese Trendwende setze.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich das Net debt im laufenden Geschäftsjahr infolge steigender Umsätze und des Restrukturierungsprogramms erhöhen werde und gegen Ende des Jahres bei rund 400 Mio. Euro liegen könne. Heidelberger Druck verfüge aber über Kreditfazilitäten von 800 Mio. Euro (500 Mio. Euro bis 12/2014 und 300 Mio. Euro bis 4/2018). Insofern würden die Analysten die Gesellschaft nicht in ihrer Existenz gefährdet sehen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass Heidelberger Druck ab 2013/14 wieder schwarze Zahlen schreiben werde. Würde dies nachhaltig gelingen, so bestünde angesichts eines KBV von rund 0,3 sicherlich auch die Chance auf deutlich höhere Kurse. Allerdings habe es diese Hoffnung in den letzten Jahren häufiger gegeben, sei im Nachhinein aber regelmäßig zerstreut worden.
Insofern stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Heidelberger Druck-Aktie erstmal nur von "verkaufen" auf "halten" hoch. Aufgrund reduzierter Schätzungen würden sie das Kursziel von 1,30 Euro auf 1,20 Euro senken. (Analyse vom 06.06.2012) (06.06.2012/ac/a/nw)
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