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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 1,51 € |
1,48 € |
+0,034 € |
+2,30 % |
22.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007314007 |
731400 |
- € |
- € |
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Heidelberger Druck-Aktie: endgültige Zahlen 2011/12 ohne große Überraschungen 22.06.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Heidelberger Druck (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) unverändert mit "halten" ein.
In der letzten Woche habe die Heidelberger Druckmaschinen AG die Zahlen zum Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Bereits im Vorfeld seien der vorläufige Auftragseingang, Umsatz und das EBIT vor Sondereffekten bekannt gegeben worden. Zur Erinnerung: Im zweiten Halbjahr des letzten Geschäftsjahres sei der Auftragseingang aufgrund des drupa-Effekts und konjunktureller Faktoren schwach ausgefallen, so dass Heidelberger Druck im Gesamtjahr einen Rückgang von -7% auf 2,55 Mrd. EUR zu verzeichnen gehabt habe.
Der Umsatz sei um 1% auf 2,6 Mrd. EUR zurückgegangen, das EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen habe sich auf 3 Mio. EUR belaufen. Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 142 Mio. EUR (150 Mio. EUR sollten es insgesamt werden) hätten zu einem EBIT von -140 Mio. EUR geführt. Der Free-Cash-flow sei für die Analysten mit 10 Mio. EUR überraschend positiv ausgefallen (Bankhaus Lampe-Erwartungen: -28 Mio. EUR).
Angabegemäß sei Heidelberger Druck mit dem Restrukturierungsprogramm im Plan. 80% der Kapazitätsreduzierung seien beschlossen. Damit sollten die Kosten ab dem GJ 2013/14 nachhaltig um 180 Mio. EUR reduziert werden (ein Drittel davon sollten schon im laufenden GJ 2012/13 wirksam werden), um in GJ 2013/14 ein EBIT von rund 150 Mio. EUR erzielen zu können.
Im laufenden Geschäftsjahr solle ein deutlich positives operatives EBIT erzielt werden, wobei das erste Halbjahr durch drupa- und Anlaufkosten sowie niedrige Umsätze ziemlich schwach ausfallen sollte. Im nächsten Geschäftsjahr würden die Analysten leichte Umsatzrückgänge durch ein Verpuffen des drupa-Effekts erwarten.
Die Analysten würden in ihrem Szenario davon ausgehen, dass sich die Umsätze von Heidelberger Druck bei rund 2,7 Mrd. EUR einpendeln würden. In diesem Fall wäre in der Tat im nächsten Geschäftjahr ein EBIT von rund 150 Mio. EUR und damit nach fünf Jahren mal wieder ein Jahresüberschuss möglich.
Im Wesentlichen würden die Analysten ihre Zahlen unverändert lassen. Die gestiegene EBIT-Erwartung für das laufende Jahr resultiere aus einer anderen Allokation der Restrukturierungsaufwendungen, die im letzten Geschäftsjahr höher als erwartet gewesen seien und deshalb im laufenden Geschäftsjahr niedriger als bisher erwartet ausfallen dürften.
Ein Markt, der schwer einzuschätzen sei (werde die Branche möglicherweise in ein "Nach-drupa-Loch" fallen?), sowie ein schwaches erstes Halbjahr würden die Analysten, unabhängig von niedrigen Multiples in ihrem Modell (KBV 2014/15 und KGV 2014/15 von 0,4x bzw. 3,8x), derzeit allerdings unverändert vorsichtig auf die Aktie schauen lassen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen die Anlageempfehlung "halten" für die Heidelberger Druck-Aktie. Das Kursziel werde nach wie vor bei 1,20 EUR gesehen. (Analyse vom 22.06.2012) (22.06.2012/ac/a/nw)
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