|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Intershop Underperformer 04.10.2004
SES Research
Die Analysten Felix Ellmann und Frank Biller von SES Research bewerten die Intershop-Aktie (ISIN DE0007472920 / WKN 747292) weiterhin mit "Underperformer".
Die am Freitag bekannt gegebene Verfehlung des Jahresziels überrasche prinzipiell nicht. In den bisherigen Jahresschätzungen seien die Analysten sowohl von einem rückläufigen Umsatz als auch von einem signifikant negativen EBIT ausgegangen. Bereits nach dem zweiten Quartal habe sich abgezeichnet, dass die Erwartungen schwer zu erreichen sein würden. Die jetzt veröffentlichte neue Guideline für 2004 sei sehr schwach. Statt eines ausgeglichenen Netto-Ergebnisses halte Intershop nun ein negatives Nettoergebnis von 4,5-5,5 Mio. Euro für realistisch.
Die Umsätze sollten etwas unter dem Wert von 2003 (23,3 Mio. Euro) liegen. Dies bedeute, dass es Intershop nicht gelinge, die Tendenz des rückläufigen Umsatzes zu stoppen. Die Kosten hätten allerdings erfolgreich weiter reduziert werden können. Positive Effekte aus einer neuen Produktversion und durch einen neuen, erfahrenen Vertriebsvorstand würden sich damit noch nicht abzeichnen. Auch aus der jüngst bekannt gegebenen Partnerschaft mit einer Geschäftseinheit von Novell (SUSE LINUX) seien kurzfristig keine Effekte zu erwarten.
Einzig bei dem Liquiditätsabfluss habe sich im dritten Quartal eine etwas bessere Situation als erwartet ergeben. Mit minus 0,5 Mio. Euro habe der Mittelabfluss deutlich unter den Vorquartalen gelegen (Q1: -1,8 Mio. Euro, Q2: -2,5 Mio.). Die genauere Beurteilung der Liquiditätsentwicklung könne erst nach Vorlage des gesamten Zahlenwerks für das dritte Quartal dieses Jahres vorgenommen werden. Es könne jedoch keine Entwarnung für die Liquiditätsentwicklung gegeben werden.
Mit 3,4 Mio. Euro sei der Mittelbestand so hoch, dass er bei Annahme eines ähnlichen Liquiditätsabflusses wie im bisherigen Jahresverlauf, für nur ca. zwei Quartale ausreiche. Das vorrangige Ziel von Intershop sei zur Zeit die Sicherung der finanziellen Situation. Damit sollte Kundenvertrauen gewonnen werden. Darauf aufbauend könne das operative Geschäft vorangetrieben werden. Trotz verstärkter Vertriebsanstrengungen, einer neuen Softwareversion, und namhafter Referenzkunden, werde es für das Unternehmen nicht einfach seine verlorenen Umsätze zurück zu gewinnen, da es eine Vielfalt alternativer Lösungen von Wettbewerbern gebe. Die neuen Prognosen der Analysten würden im Rahmen des neuen Jahresaublickes liegen.
Das Rating "Underperformer" für die Intershop-Aktie behalten die Analysten von SES Research bei.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|