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Gerry Weber Kursziel 10 Euro


23.10.2000
Berenberg Bank

Die Analysten der Berenberg Bank empfehlen die Aktie von Gerry Weber (WKN 776150) zum Kauf.

Im Gegensatz zum rückläufigen Bekleidungssektor habe das Unternehmen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen 12-prozentigen Umsatzanstieg auf 433 Mio. DM verzeichnen können. Die Exporte seien um 17 Prozent und der Inlandsumsatz um 8 Prozent angewachsen. Für das laufende Geschäftsjahr rechne das Unternehmen mit einem Umsatzzuwachs von etwa 10 Prozent auf über 640 Mio. DM.

Das Ergebnis vor Steuern habe sich überproportional zum Umsatz um 23 Prozent auf 26,8 Mio. DM erhöht. Der operative Cash Flow sei um 22 Prozent auf 33,8 Mio. DM gestiegen. Eine rückläufige Steuerquote dürfte in den kommenden Jahren für einen weitere überproportionale Ergebnisverbesserung sorgen. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen etwa 400 Gerry Weber Shop-in-Shops von führenden Unternehmen des Bekleidungseinzelhandels als Point-of-Sales betrieben werden. Diese Geschäfte würden eine deutlich höhere Flächenproduktivität als die traditionellen Vertriebsformen erzielen. Das Bekleidungsunternehmen wolle dieses Vertriebskonzept in den kommenden Jahren verstärkt ausbauen.

Gemäß den Expertenschätzungen für das Geschäftsjahr 2001, welches am 31.10.2001 ende, werde die Stammaktie mit dem 4,4x EV/EBIT und einem KGV von 7,9 bewertet. Die Bewertung spiegele die gute Unternehmensrendite und die soliden Wachstumsaussichten nicht wider.

Der Konzern sei einer der führenden Hersteller von mittelpreisiger Damenoberbekleidung. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe das Unternehmen einen Umsatz von 433 Mio. DM erzielen können, wovon 57 Prozent auf das Inland und 43 Prozent auf Exportumsätze entfielen. Im Gegensatz zu einem mehr als 5-prozentigen Umsatzrückgang in der deutschen Bekleidungsindustrie habe man den Inlandsumsatz um 8 Prozent erhöhen können.


Die Unternehmensgruppe verfüge über fünf gut eingeführte Marken. Die Hauptmarke Gerry Weber biete eine umfassende Produktpalette im Segment der mittelpreisigen Damenoberbekleidung. Der Bekanntheitsgrad dieser Marke liege bei 50 Prozent, wobei man für den Markennamen Gerry Weber erste Lizenzen vergeben hätte. Die Marke Taifun biete im mittleren Preissegment sportliche Mode für junge Kundinnen. In der Sparte der großen Konfektionsgrößen hat die Marke Samoon eine attraktive Nische besetzt. Als Lizenznehmer betreibe Gerry Weber die Marke Aigner im hochpreisigen Segment. Relativ neu im Portfolio sei die Marke Court One, welche sportliche Freizeitmode anbiete.

Mit 56 Prozent habe die Marke Gerry Weber in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres den größten Teil zum Konzernumsatz beigetragen, wobei sich die Umsätze der Hauptmarke um 13,4 Prozent erhöht hätten. Mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 8,1 Prozent im letzten Geschäftsjahr sei der Konzern ein hoch profitables Unternehmen. Die Rentabilität würde lediglich von Hugo Boss übertroffen. Die weiteren Margenverbesserung hätte sich in den ersten drei Quartalen weiter fortgesetzt. Mittelfristig strebe das Unternehmen wieder eine Umsatzrentabilität vor Steuern von 8,5 bis 10 Prozent an. Eine hohe Produktqualität und eine attraktive Preisgestaltung würden einen hohen Abverkauf der Modekollektionen garantieren. Dem auf einem hohen Warenumsatz angewiesenen Bekleidungseinzelhandel sei das Unternehmen ein attraktiver Partner. Als zusätzlicher Wachstumsmotor habe sich in den vergangenen Jahren Gerry Webers Shop-in-Shop Konzept dargestellt. Die Anzahl der Shops erhöhe sich von 45 im Geschäftsjahr 1996/97 auf 400 zum Ende des laufenden Geschäftsjahres. Die Shop-in-Shops würden als eigenständige Point-of-Sales von den jeweiligen Unternehmen des Bekleidungseinzelhandels in eigener Regie betrieben. Die durchschnittliche Flächenproduktivität liege um das zwei- bis dreifache über der anderer Verkaufskonzepte. Den Einzelhandelspartnern biete man ein sehr interessantes Konzept zur dringend benötigten Umsatz- und Profitabilitätssteigerung an.

Zusätzlich zu den Shop-in-Shops sei ein zusätzliches Vertriebskonzept entwickelt worden, das House of Gerry Weber. Diese Multistores, die das Unternehmen entweder in eigener Regie führen würde oder die von Franchisepartnern betrieben werden sollen, offerieren alle vier eigenen Modemarken der Gerry Weber Gruppe. Ein erster Multistore sei im November 1999 mit einer Verkaufsfläche von etwa 400 Quadratmetern in Bielefeld eröffnet worden. Bis zum Jahr 2004 sollen etwa 40 dieser Multistores im In- und Ausland folgen. Bis zum Jahresende würden Großflächen in Moskau, Paris, Hamburg und Berlin eröffnet. Mit diesen Vertriebskonzepten stärke man die eigene Firmenkonjunktur und würde zunehmend unabhängig von dem Konjunkturzyklus der Bekleidungsindustrie und der Einzelhandelskonjunktur. Langfristig sollen die Multistores und die Shop-in-Shops etwa 25 Prozent zum Konzernumsatz beitragen. Im vergangenen Geschäftsjahr seien es etwa 16 Prozent gewesen. Der erfreulich gute Auftragseingang für die Frühjahr/ Sommer-Kollektion 2001 sowie der hohe Auftragsbestand bestätigten dieses Geschäftskonzept. Die Aufträge für die Frühjahr/Sommer- Kollektion haben sich um 22 Prozent erhöht. Der Auftragsbestand liege momentan mit 345 Mio. DM um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Aufgrund der guten Auftragseingänge und dem weiteren Ausbau des eigenen Vertriebs erwarten die Analysten einen weiteren stetigen Umsatzzuwachs in den kommenden Jahren. Der Konzernumsatz würde von 582 Mio. DM im abgelaufenen Geschäftsjahr schätzungsweise auf 809 Mio. DM im Geschäftsjahr 2003 ansteigen. In den vergangenen Jahren habe die Gesellschaft hohe Vorleistungen, vor allem im Personalbereich, für das künftige Wachstum getätigt.

Zusätzliche Belastungen dürften sich kurzfristig aus dem Aufbau einer eigenen hochwertigen Marke, nach der Kündigung des Lizenzabkommens mit Aigner, sowie den Investitionen für die eigenen House of Gerry Weber Multistores ergeben. Außerdem zeige sich das anhaltend hohe Wachstum in einem enormen Anstieg der Vorräte und Forderungen in der Bilanz. Dennoch rechnen die Experten für die nächsten Jahre mit einer weiteren Verbesserung der Unternehmensrentabilität. Als mittelfristiges Ziel habe sich das Management eine Rendite vor Steuern von 8,5 bis 10 Prozent gesetzt. Aufgrund einer rückläufigen Steuerquote dürfte der Jahresüberschuss und das Ergebnis je Aktie deutlich stärker als das operative Ergebnis zulegen.

Der Gewinn je Aktie sollte sich von 1,17 DM im letzten Jahr auf 1,91 DM im Geschäftsjahr 2003 erhöhen. Angesichts des 2003er KGVs von 6,8 sei das Papier sowohl im Vergleich mit der historischen Bewertung als auch im Branchenvergleich klar unterbewertet. Neben der niedrigen Bewertung habe das Management die Attraktivität der Aktie durch die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien sowie den Aktiensplitt im Verhältnis 1:3, der die Liquidität in den vormals marktengen Stammaktien deutlich verbessert hätte, steigern können.

Auch künftig dürfte das Umsatzwachstum in erster Linie von der Hauptmarke Gerry Weber getragen werden. Gemäß den Expertenschätzungen für das Geschäftsjahr 2002 wird sich die EBIT-Rendite auf 9,3 Prozent und die Vor-Steuer Rendite auf 8,5 Prozent erhöhen. Mit einem prognostizierten ROCE von 30,3 Prozent im Jahr 2002 erziele man eine hervorragende Rendite für Aktionäre, die außerdem deutlich über den durchschnittlichen Kapitalkosten von 9,5 Prozent liege. Auf der Grundlage der Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 würde das Papier mit 0,5x EV/Umsatz, 5,0x EV/EBIT und einem KGV von 7,9 bewertet. Mit der Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre habe der Bekleidungskonzern klar dokumentiert, dass das Unternehmen zu den Top-Playern der Branche zähle. Auf Basis der Konsensusgewinnschätzungen für das kommende Jahr würde Hugo Boss mit einem KGV von 18,3 und Escada mit dem 14-fachen des Gewinns bewertet.

Die niedrige Bewertung und eine attraktive Dividendenrendite mache den SDAX-Titel insbesondere für langfristig orientierte Anleger interessant. Das mittelfristige Kursziel betrage 10 Euro.




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