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Gerry Weber preiswert 04.12.2000
Finanzwoche
Die Analysten der Finanzwoche meinen, dass es sich bei Gerry Weber (WKN 776150) um eine wachstums- und renditestarke Aktie handelt.
Nach einer Umsatzversechsfachung seit 1989 habe sich der Börsenwert des Damenoberbekleidungsherstellers in etwa nur verdoppelt. Das weise auf eine deutliche Unterbewertung hin. Im Hinblick auf die Umsatzprognose von einer Mrd. DM in zwei Jahren nach gut 100 Mio. DM beim IPO würden diesen Eindruck zusätzlich verfestigen.
Im abgelaufenen Finanzjahr 1999/2000 habe der Modekonzern einen Umsatz von 650 Mio. DM erreichen und damit die eigenen Planungen übertreffen können. Wenn es das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren schaffen würde um ca. 25% zu wachsen, sei die anvisierte Erlösmilliarde durchaus realistisch. Wenn auch das Renditeziel (zweistellige Umsatzrendite vor Steuern) erreicht werden könne, wäre Gerry Weber vorsichtig geschätzt nur mit einem KGV von ca. 6-7 bezogen auf den Gewinn des übernächsten Jahres bewertet.
Auch im Branchenvergleich würde der Titel fundamentalanalytisch extrem günstig abschneiden. In fast allen Bewertungskriterien sei das Papier deutlich preiswerter und dies angesichts einer nach Boss zweithöchsten Rentabilität. Vor diesem Hintergrund trete das überdurchschnittliche Chance/Risiko-Verhältnis am deutlichsten hervor.
Der Bekleidungsmarkt unterliege einer extremen Polarisierung., so dass vor allem Anbieter von hochwertigen Luxusprodukten oder auch gut gemanagte Billig-Anbieter Erfolg haben würden. Gerry Weber würde von manchem Kritiker vorgeworfen werden, dass ihr Hauptgeschäftsfeld im wenig attraktiven mittleren Preissegment liege. Tatsächlich würde das Unternehmen jedoch 66,5 des Geschäftsvolumens mit der Marke Gerry Weber erwirtschaften, die im Bereich der gehobenen Mitte ganz oben platziert sei. Zudem verfolge man auch eine geschickte Nischenstrategie.
Zu dem durchdachten Firmenkonzept komme auch noch der Managementfaktor hinzu. Gerry Weber habe immer eine vorsichtige Expansionsstrategie verfolgt. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen habe man auf Zukäufe zu Lasten der Marge stets verzichtet. Der Bekanntheitsgrad der Marke Gerry Weber sei inzwischen von 14 auf mehr als 50,6% der Frauen in Deutschland gestiegen. Nachdem Marketingexperten einem Prozentpunkt Bekanntheitsgrad einen Wert von ca. 3 Mio. DM zumessen würden, entspreche sozusagen der „rechnerische Bekanntheitsgrad“ schon fast der Hälfte der Marktkapitalisierung.
Gerry Weber sei eine echte Value-Aktie, deren Risiko durch die gute Dividendenrendite zusätzlich begrenzt erscheine.
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