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Boeing-Aktie: Nach Absturz im Fokus – Analysten sehen bis zu 22,7 % KurspotenzialBoeing-Aktie: Nach Absturz unter Druck – aber Analysten sehen bis zu 22,7 % Kurspotenzial
Aktueller Kurs (NASDAQ): 203,75 USD (–4,8 %) | Höchstes Kursziel: 250,00 USD | Kurspotenzial: bis zu +22,70 %
Nach dem Air-India-Zwischenfall: Vertrauen unter Druck
Die Nachricht ging um die Welt: Kurz nach dem Start in der indischen Stadt Ahmedabad ist eine Boeing 787 der Air India verunglückt – glücklicherweise ohne Todesopfer, aber mit medialem Paukenschlag. Die Folge: Die Aktie des US-Flugzeugherstellers Boeing (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) beendete den Handel am Donnerstag mit einem satten Minus von 4,8 % bei nur noch 203,75 USD.
Ein neuerlicher Rückschlag für ein Unternehmen, das sich ohnehin in einem langwierigen Reputations- und Sicherheits-Reboot befindet. Doch wie bewerten Analysten diesen Vorfall – und sehen sie dennoch Chancen?
Analysten bleiben (überraschend) optimistisch
Die Antwort lautet: Ja. Trotz kurzfristiger Turbulenzen sehen führende Analysehäuser mittel- bis langfristig Potenzial für die Boeing-Aktie – und das nicht zu knapp:
- Sheila Kahyaoglu, Jefferies & Co: Kursziel: 250,00 USD – Potenzial: +22,70 % – Bewertung vom 12.06.2025
- Myles Walton, RBC Capital Markets: Kursziel: 230,00 USD – Potenzial: +12,88 % – Bewertung vom 12.06.2025
- Kristine Liwag, UBS: Kursziel: 245,00 USD – Potenzial: +20,25 % – Bewertung vom 11.06.2025
Die wichtigsten Argumente der Analysten
Sheila Kahyaoglu von Jefferies bleibt unbeirrt bullish: Ihrer Einschätzung zufolge bleibe die Nachfrage nach Großraumflugzeugen robust – insbesondere in Asien und im Nahen Osten. Boeing sei trotz Rückschlägen weiterhin einer der wenigen Anbieter mit entsprechender Fertigungstiefe. Außerdem verweist sie auf die anziehende Auslieferungsrate beim 787-Programm.
Myles Walton von RBC räumt zwar ein, dass sicherheitsrelevante Zwischenfälle kurzfristig Vertrauen kosten, betont jedoch: Der Markt fokussiere sich zunehmend auf operative Kennzahlen wie freie Cashflows und Lieferkapazitäten – und hier sei Boeing trotz allem auf Kurs.
Kristine Liwag von UBS verweist auf die starke Order-Pipeline, insbesondere durch Airlines in Indien, den USA und dem arabischen Raum. Für sie stellt der aktuelle Kursrücksetzer eher eine "überreaktive Marktreaktion" dar, die langfristig wieder kompensiert werde.
Zwischen Absturz und Aufschwung – was tun Anleger?
Dass die Boeing-Aktie polarisiert, ist nichts Neues. Doch während das Unternehmen mit jedem neuen Vorfall medial unter Dauerbeobachtung steht, vergessen viele Anleger, dass Boeing eine der wenigen echten "Too Big to Fail"-Firmen in der US-Rüstungs- und Luftfahrtwelt ist. Flugzeuge werden weiter gebaut – und die nächsten Milliardenaufträge stehen in der Pipeline.
Wer also auf Rebound-Stories mit Nervenkitzel steht und mittelfristig investiert denkt, könnte den jüngsten Rücksetzer durchaus als Einstiegsgelegenheit sehen.
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 13. Juni 2025
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