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Datum/Zeit |
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23,45 € |
-0,15 € |
-0,64 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005545503 |
554550 |
- € |
- € |
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Drillisch-Aktie: hohe Qualität und Wachstum 13.06.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Drillisch (ISIN DE0005545503/ WKN 554550) weiterhin mit dem Votum "kaufen" ein.
Drillisch sei ein virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland. Netzdienstleistungen (Daten und Sprache) würden als Rohstoff von den Mobilfunknetzbetreibern Vodafone und O2 eingekauft, durch Drillisch veredelt und unter eigenen Marken and Endkunden verkauft. Per Ende Q1/2012 habe Drillisch 2,5 Mio. SIM-Karten im Bestand gehabt.
Die wesentlichen Säulen des Geschäftsmodells seien:
- Mehrmarken-Strategie: Drillisch vermarkte die Mobilfunkprodukte auf Basis von mehreren Marken. Ziel dabei sei es, kundengruppen-spezifische Tarife anzubieten, innovative Tarife, Preise und Produkte zu lancieren, ohne unmittelbar den kompletten Kundenbestand zu verwässern.
- Entkopplung von Tarif und Netz: Drillisch vermarkte stets Tarif und Marke. Das dem Tarif hinterlegte Netz stehe nicht im Vordergrund. Zudem sei Drillisch prinzipiell in der Lage, das dem Tarif hinterlegten Netz auszutauschen. Dies reduziere erheblich die Abhängigkeit von den Netzbetreibern. Zudem lasse sich mit dieser Strategie die Marge optimieren.
- Konzentration auf internet-basierte Vertriebswege: Die Vermarktung und der Vertrieb der Produkte erfolge schwerpunktmäßig über internet-basierte Vertriebswege.
Treiber des EBITDA-Wachstums und der damit einhergehenden EBITDA-Margensteigerung sei die Transformation von SIM-Karten in die neue Tarif- und Produktkategorien. Dies habe zur Folge, dass Provisionen von Netzbetreibern wegfallen, im Gegenzug sich die Einkaufskonditionen deutlich verbessern würden (alt: ca. 30% Bruttomarge, neu: ca. 50% Bruttomarge). Darüber hinaus sollte Drillisch in der Lage sein, die Kundenbasis weiter zu steigern.
Neben dem eigenen operativen Geschäft sei Drillisch mit nahezu 25% bzw. ca. 32 Mio. Aktien an dem Mobilfunk-Serviceprovider freenet (ISIN DE000A0Z2ZZ5 / WKN A0Z2ZZ) beteiligt. Davon seien ca. 6,4 Mio. Aktien über ein Derivat abgesichert. Zusätzlich seien 8,5 Mio. freenet-Aktien für die ausstehende Wandelanleihe in Höhe von ca. EUR 125 Mio. verpfändet. Sowohl für die abgesicherten freenet-Aktien als auch für die Wandelanleihe für die verpfändeten Aktien stehe Drillisch nicht mehr die volle freenet-Dividende zu. Zusätzlich hätten das freenet-Paket und die Kurssicherung erhebliche Auswirkungen auf das Finanzergebnis von Drillisch. Ca. 25% des Nettoergebnisses von Freenet würden im Finanzergebnis von Drillisch vereinnahmt. Gleichzeitig habe das Derivat bei steigenden freenet-Kursen einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis.
Als Resultat gelte nun folgendes zu beachten:
- Bei freenet würden in 2013 erstmalig die PPA (resultierend aus der Debitel-Akquisition) wegfallen. Damit ergebe sich optisch eine hohe Gewinnsteigerung bei freenet und damit auch bei Drillisch, ohne dass diese durch eine verbesserte operative Performance begründet wäre.
-PPA-Effekt und die nur noch teilweise Vereinnahmung der freenet-Dividende könne nur noch dazu führen, dass EPS und FCF pro Aktie bei Drillisch auseinander laufen würden.
- Durch die aufgezählten Effekte sei es kaum möglich, unterhalb des EBIT eine vernünftige Planung aufzustellen.
Auf Basis des erwarteten Umsatz- und EBITDA-Wachstums, der attraktiven Dividendenrendite von 9,5% sowie der guten Wettbewerbsqualität lautet das Rating der Analysten von Warburg Research für die Drillisch-Aktie "kaufen" mit einem Kursziel von EUR 10 (die Reduktion von EUR 10,50 auf EUR 10 sei im Wesentlichen rein rechnerisch bedingt durch den Dividendenabschlag). (Analyse vom 13.03.2012) (13.06.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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