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Kontron Gewinne laufen lassen 04.11.2004
TradeCentre.de
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Kontron-Aktie (ISIN DE0006053952 / WKN 605395) den Stopp nachzuziehen und die Gewinne weiter laufen zu lassen.
Der Hersteller von Embedded Computer Technologie liege nach Ablauf der ersten neun Monate voll im Plan. "Wir sind zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und bewegen uns im Rahmen unserer Erwartungen". Das sage Vorstandschef Hannes Niederhauser im Gespräch mit "TradeCentre.de". Die zum Halbjahr erhöhte Prognose für Umsatz und Ergebnis bekräftige der Vorstandsvorsitzende. Gegenüber dem Vorjahr rechne das Unternehmen mit einem währungsbereinigten Umsatzsprung von 20 Prozent auf circa 263 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen solle sich auf rund 20 Millionen Euro verdoppeln.
Könnten die Ziele für das Gesamtjahr sogar übertroffen werden? Niederhauser erwarte in jedem Fall ein solides Schlussquartal. "Ich rechne mit einem guten vierten Quartal und halte es für möglich, dass wir in der laufenden Periode eine EBIT-Marge von zehn Prozent erreichen". Nach eigenen Angaben könnten die Ziele für 2004 aufgrund des schwachen Dollar eher beim EBIT als beim Umsatz übertroffen werden. "Da wir unsere fakturierten Einnahmen in den USA auch dort produzieren, schadet uns der Dollar beim Ergebnis nahezu gar nicht. Der US-Umsatz leidet lediglich unter der Umrechung in Dollar auf Euro", so der CEO.
Regional sei unverändert der amerikanische Markt am stärksten für Kontron. "Europa zieht seit dem dritten Quartal wieder deutlicher an", sage Niederhauser. Sogar in Deutschland laufe es besser. "Wir profitieren immer stärker vom Outsourcing-Trend der Unternehmen". Kunden, die beispielsweise stark auslagern, sind Heidelberger Druck und Bombardier. "Bombardier hat das Volumen für uns im Jahresverlauf verdoppelt. Kontron erlebt zurzeit eine Art Sonderkonjunktur, weil viele Unternehmen outsourcen". Das Geschäft in China habe sich nach der schwächeren Nachfrage in Q2 wieder deutlich verbessert. In Q4 rechne der Konzern wieder mit einem starken chinesischen Markt.
Kräftig brumme die Nachfrage weiterhin in Russland. "Russland läuft extrem gut", so der Kontron-Chef. Im Gesamtjahr solle der Umsatz aus den Emerging Markets rund 50 Millionen Dollar betragen. Für das kommende Geschäftsjahr wolle der Firmenlenker noch keine konkreten Ziele verkünden. "Wir wollen in 2005 weiter wachsen und auch beim EBIT einen Brocken draufsatteln". Analysten würden im nächsten Jahr Einnahmen von 300 Millionen Euro und ein EBIT zwischen 27 und 30 Millionen Euro prognostizieren.
Nicht weiter verfolgen werde die Gesellschaft einen Gang an die Technologiebörse NASDAQ in den Staaten. "Die Kosten für eine Notiz an der NASDAQ und die Auflagen der SEC sind für ein Unternehmen in der Größenordnung wie Kontron zu hoch". Ab November plane der Konzern ein ADR1 Programm (Hinterlegungsscheine bei der Bank of New York), das es den institutionellen Investoren in den USA stark erleichtere, vor Ort die Aktie von Kontron zu erwerben. "Zehn Prozent unserer Aktien liegen bereits bei US-Investoren. Diesen Anteil wollen wir stark ausbauen und darum werden wir unsere IR- und auch Marketingaktivitäten in Amerika deutlich ausbauen", erkläre Niederhauser. Speziell der neue CFO, der Amerikaner Charles Newcomb, solle die Kontakte zu Institutionellen intensivieren.
Seit der Empfehlung vom Anfang August hat sich das Papier um über 20 Prozent verteuert. Die Experten von "TradeCentre.de" raten Anlegern bei der Kontron-Aktie Stoppkurse auf knapp unter sieben Euro nachzuziehen und Gewinne weiter laufen zu lassen.
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