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Erste Group meldet vorläufige Zahlen für 2008 11.02.2009
Ad hoc
Wien (aktiencheck.de AG) - Im Anschluss an die heutige Vorstandssitzung gibt die Erste Group Bank AG (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) im Vorfeld der für 27. Februar 2009 geplanten Präsentation des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2008 erste vorläufige Zahlen bekannt.
- 2008 kam es zu einer weiteren deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses: Der Anstieg um über 19% gegenüber 2007 unterstreicht die Stärke des Retail-Geschäftsmodells in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa.
- Der Konzernjahresüberschuss 2008 lag unter Berücksichtigung des positiven Effekts aus dem Verkauf der Versicherungssparte sowie negativer Bewertungserfordernisse bei bestimmten Finanzanlagen (angesichts der - insbesondere im Dezember - anhaltend schwierigen Marktbedingungen) bei über EUR 1,3 Milliarden. Basierend auf diesem Ergebnis:
o Hat der Vorstand beschlossen, den Erlös aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts zur vollständigen Abschreibung immaterieller Vermögenswerte aus dem Ukraine- und Serbien-Geschäft und zur Teilabschreibung der immateriellen Vermögenswerte in Rumänien in der Gesamthöhe von EUR 570 Millionen (vor Steuern) zu verwenden, sowie
o einhergehend mit der in den vergangenen Monaten eingetretenen Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds in allen Ländern die Risikovorsorgen aufzustocken. Die Risikokosten bezogen auf die durchschnittlichen Kundenforderungen des Jahres 2008 werden bei knapp 90 Basispunkten liegen.
o Somit wird der bereinigte Konzernüberschuss für 2008 bei EUR 860 Millionen liegen.
- Unter Berücksichtigung aller genannten Maßnahmen und vor der angekündigten Ausgabe vom Partizipationskapital wird die Tier1-Quote der Gruppe mit Jahresende bei 7,2% erwartet.
Die Erste Group ist unverändert von den langfristigen Wachstumschancen, die sich in der Region Zentral- und Osteuropa bieten, überzeugt. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Geschäftsentwicklung in der Region hat das Unternehmen allerdings die Geschäftspläne für die Jahre 2009 bis 2011 an die für Österreich und Zentral- und Osteuropa in nächster Zukunft zu erwartenden Auswirkungen des weltweiten Wirtschaftsabschwungs angepasst.
Der Erlös aus dem Anfang 2008 erfolgten Verkauf der Versicherungssparte wurden zur vollständigen Abdeckung der in der Ukraine und in Serbien erworbenen Firmenwerte (EUR 87 Millionen) sowie der teilweisen Firmenwert-Abschreibung für das rumänische Geschäft (EUR 480 Millionen) verwendet. Einschließlich der bereits aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts entstandenen Verringerung des Firmenwerts und des Werts des Kundenstocks (EUR 112 Millionen), der linearen Abschreibung des Kundenstocks (EUR 69 Millionen) und den (nicht G&V wirksamen) Effekten der Währungsabwertung (EUR 370 Millionen) wird der immaterielle Vermögenswert der BCR zum Jahresende um mehr als eine Milliarde Euro auf EUR 2,7 Milliarden sinken.
Im Geschäftsjahr 2008 verbesserten sich die Betriebserträge um fast 14% auf EUR 7 Milliarden. Dank Kostensenkungen von nahezu 10% im 4. Quartal 2008 kam es bei den Betriebsaufwendungen im Gesamtjahr 2008 zu einer Steigerung von weniger als 10% (auf EUR 4 Milliarden). Diese sehr positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich in dem erwarteten - deutlich über dem bisher prognostizierten Wert von 15% liegenden - Anstieg des Betriebsergebnisses von über 19% auf EUR 3 Milliarden wider.
Die Entscheidung, die Risikovorsorgen für 2008 weiter aufzustocken, wurde ebenfalls unter dem Eindruck der in den jüngsten Monaten beobachteten Verschlechterung der makroökonomischen Gegebenheiten und des daher in sämtlichen Geschäftssparten erwarteten Anstiegs von Kreditausfällen vorgenommen. Entsprechend des konservativen Ansatzes der Erste Group im Bereich des Risikomanagements wurden die zusätzlichen Vorsorgen in allen Ländern, in den die Gruppe aktiv ist, gebildet.
Die Neubewertung der finanziellen Vermögenswerte wird das Ergebnis 2008 vermutlich mit insgesamt rund EUR 570 Millionen (vor Steuern) belasten. Darin enthalten sind, wie bereits erwähnt, die Abschreibung des Obligos isländischer Banken (im Q4 2008 verbucht) und von Lehman Brothers. Weiters enthalten sind die negativen Bewertungen für das ABS/CDO-Portfolio die im Gesamtjahr 2008 an die EUR 160 Millionen betragen werden. Wie bereits angekündigt, mussten in diesem Portfolio 2008 keine Impairments vorgenommen werden.
Trotz dieser außerordentlichen Effekte erwartet die Erste Group für das Gesamtjahr 2008 einen bereinigten Jahresüberschuss von EUR 860 Millionen, und unterstreicht damit die anhaltend solide Ertragskraft des Geschäftsmodells mit seinem Schwerpunkt auf dem Retailgeschäft.
"Vor dem Hintergrund eines außergewöhnlich schwierigen vierten Quartals bekräftigen diese ersten Ergebnisse das solide Fundament der Erste Group", erklärte Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group. "Wir verfügen über eine gute Finanzierungsbasis und schreiben Gewinne. Angesichts der Maßnahmen, die wir zur weiteren Verstärkung unseres Risikomanagements und zur Kostensenkung gesetzt haben, verbunden mit unserem Bestreben, den mehr als 16 Millionen Kunden das bestmögliche Service zu bieten, sehe ich die Erste Group gut aufgestellt, um sämtliche Herausforderungen, die 2009 mit sich bringen mag, zu meistern", so Treichl weiter.
Die detaillierten Ergebnisse (nach IFRS) der Erste Group Bank AG werden am Freitag, dem 27. Februar 2009, bekannt geben. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen basieren auf vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen.
Rückfragen an:
Erste Group Investor Relations 1010 Wien Graben 21 Fax: + 43 (0)5 0100 DW 9 13112
Gabriele Werzer Tel.: +43 (0)5 0100 DW 11286 E-Mail: gabriele.werzer@erstegroup.com Thomas Sommerauer Tel.: +43 (0)5 0100 DW 17326 E-Mail: thomas.sommerauer@erstegroup.com Peter Makray Tel.: +43 (0)5 0100 DW 16878 E-Mail: peter.makray@erstegroup.com (Ad hoc vom 10.02.2009) (11.02.2009/ac/n/a)
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