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Wienerberger meldet Halbjahreszahlen


18.08.2009
aktiencheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) meldete am Dienstag, dass er im ersten Halbjahr einen deutlich Umsatzrückgang sowie ein deutlich negatives Ergebnis verbuchen musste. Indes setze der neue CEO Heimo Scheuch zeitnah einen umfangreichen Aktionsplan um.

Wie der weltweit größter Ziegelhersteller und die Nummer zwei bei Tondachziegel in Europa bekannt gab, sank der Umsatz um 29 Prozent auf 898,1 Mio. Euro, was mit dem stärker als erwarteten Rückgang im Wohnungsneubau in Europa und Nordamerika aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zusammenhängt. Das gesunkene Konsumentenvertrauen und vor allem die mangelnde Verfügbarkeit an Finanzierungen für Bauvorhaben hätten zu einem starken Rückgang der Neubauaktivitäten geführt.


Laut Wienerberger führten Absatzeinbußen, niedrigere Durchschnittspreise sowie die Kosten aus den umfangreichen Stillständen im gesamten Werksnetz, die im Rahmen des aktiven Working Capital Managements zum Abbau der Lagerbestände umgesetzt wurden, zu niedrigeren operativen Ergebnissen. Das operative EBITDA (vor Restrukturierungskosten) ging nach sechs Monaten um 57 Prozent auf 100,6 Mio. Euro und das operative EBIT um 94 Prozent auf 7,8 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis nach Steuern war mit -204,0 Mio. negativ, belastet vor allem durch Restrukturierungskosten in Höhe von 59,1 Mio. Euro, Wertminderungen von Sachanlagen aus der Abwertung von Grundstücken in Höhe von 28,1 Mio. Euro sowie Firmenwertabschreibungen von 125,4 Mio. Euro.

Heimo Scheuch, der am 1. August den Vorstandsvorsitz übernommen hat, sagte: "Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Nachdem sich unsere Märkte im ersten Halbjahr stärker als erwartet nach unten entwickelten, haben wir weiteren Handlungsbedarf gesehen. Daher haben wir rasch auf das sehr schwache erste Quartal mit einer Ausweitung unseres Restrukturierungsprogramms reagiert. Konkret handelt es sich dabei um einen Aktionsplan, der eine weitere Reduktion der Produktionskapazitäten, aktives Working Capital Management, die Senkung von Fixkosten sowie eine Beschränkung der Investitionen auf ein Minimum vorsieht. Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich 26 statt der ursprünglich geplanten 20 Werke schließen oder einmotten, um unsere Kapazitäten an die schwächere Nachfrage anzupassen und unsere Vorräte zu reduzieren. Die Kosten dafür schätzen wir auf rund 100 Mio. Euro, wovon ca. 60 Mio. Euro Sonderabschreibungen betreffen. Im ersten Halbjahr wurden bereits 18 Werke vom Markt genommen, wofür rund 59 Mio. Euro an Restrukturierungskosten angefallen sind und wovon leider auch ca. 1.000 Arbeitsplätze betroffen waren. Weiters wurden umfangreiche temporäre Stilllegungen im gesamten Werksnetz zur Senkung der Lagerbestände beschlossen. Diese temporär außer Betrieb gesetzten Standorte stellen gemeinsam mit den eingemotteten Produktionslinien eine beträchtliche Kapazitätsreserve dar, die wir bei Bedarf rasch wieder reaktivieren können." Zudem wurden vom neuen Vorstandsteam weitere Optimierungsschritte im Verwaltungs- und Vertriebsbereich zur Senkung von Fixkosten gesetzt und die Investitionen auf ein Minimum beschränkt, hieß es.

Für das zweite Halbjahr rechnet Wienerberger mit weiteren Umsatz- und Ergebnisrückgängen, die aber durch die bereits niedrigeren Vergleichswerte des Vorjahres moderater ausfallen sollten als in der ersten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr erwartet Scheuch Einsparungen von 150 Mio. Euro. Aus den in 2009 gesetzten Maßnahmen rechne man mit zusätzlichen Einsparungen von zumindest 25 Mio. Euro ab 2010, woraus sich eine kumulierte Fixkostenreduktion von 175 Mio. Euro ergebe.

Die Aktie von Wienerberger gewinnt in Wien derzeit 4,80 Prozent auf 12,66 Euro. (18.08.2009/ac/n/a)



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