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AT0000APOST4 A0JML5 -   € -   €
 
 
 

Österreichische Post meldet Zahlen zum Quartal 2010


20.05.2010
Ad hoc

Wien (aktiencheck.de AG) - Das Marktumfeld der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) war im ersten Quartal 2010 nicht einfach. Wie prognostiziert hält die elektronische Substitution von Briefen weiter an, während sich der Werbemarkt langsam verbessert und auch der Paket- und Logistikmarkt in unseren Kernmärkten erste Erholungstendenzen in Form von Volumssteigerungen zeigt. Der Umsatz hat sich im ersten Quartal wie erwartet um 1,6% oder 9,5 Mio. EUR auf 585,6 Mio. EUR reduziert.

Effizienzsteigerungsmaßnahmen hatten und haben in der Österreichischen Post oberste Priorität, um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken. So ist es im ersten Quartal gelungen, sowohl die Sachkosten als auch die Personalkosten zu senken. Das EBIT lag in den ersten drei Monaten 2010 mit 45,3 Mio. EUR daher lediglich um 2,4 Mio. EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Cash Flow konnte stabil gehalten werden, der Free Cash Flow vor Wertpapierveränderungen verbesserte sich sogar um 7,2 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR.

"Die aktuelle Entwicklung bestärkt uns in der Prognose für das Gesamtjahr 2010. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Umsatz des Konzerns 2010 um 1 bis 2% unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen wird und die EBITDA-Marge in der Bandbreite von 10 bis 12% gehalten werden kann," so Generaldirektor Dr. Georg Pölzl.

Geschäftsentwicklung - Ertragslage im Detail

Die Entwicklung der Österreichischen Post war im ersten Quartal 2010 von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld geprägt. Die elektronische Substitution von Briefen sowie ein Umsatz- und Strukturwandel im Filialnetz wirkten sich negativ aus, während im Bereich Paket & Logistik eine positive Tendenz im Volumen ersichtlich war. Dadurch kam es im ersten Quartal 2010 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 1,6% oder 9,5 Mio. EUR auf 585,6 Mio. EUR.

Die Division Brief verzeichnete im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres einen Rückgang um 1,4%, wobei die Geschäftsfelder Infomail und Medienpost Zuwächse verzeichnen konnten. Als markantester Trend ist auch weiterhin die elektronische Substitution von Briefen festzustellen, dem im ersten Quartal 2010 aber Sondereffekte wie etwa zahlreiche Wahlen (Briefwahl) oder der verstärkte Versand von Reisepässen entgegenwirkten. Das Geschäftsfeld Infomail profitierte neben den Sondereffekten auch von der gestiegenen Nachfrage der Werbeindustrie.

In der Division Paket & Logistik war ein Umsatzzuwachs von 2,6% zu verzeichnen. Der Volumensanstieg in den Kerngeschäften verlief erfreulich. Unrentable Aktivitäten der Transportlogistik wurden beendet, sodass auf vergleichbarer Basis in Deutschland eine Volumenssteigerung von 7% zugrunde liegt. Auch in Österreich und in Südost-/Osteuropa wurde ein deutliches Umsatzplus erzielt.

Die Umsatz- und Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt einem Wandel. Der Umsatz verringerte sich um 9,8 Mio., die Gesamtkosten wurden um 11,7 Mio EUR reduziert. Eine geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten - aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie - trug mit 2,7 Mio. EUR zum Umsatzrückgang bei. Auch die Innenumsätze reduzierten sich um 8,2% wegen der verstärkten Direktabholung von Briefen und Paketen bei den Kunden.

Umsatz nach Divisionen

Mio. EUR Q1 Q1 Veränd.
2009 2010 % Mio.

Umsatz
(Außenumsatz) 595,2 585,6 -1,6% -9,5
Brief 353,0 348,2 -1,4% -4,8
Paket & Logistik 190,9 195,9 2,6% 5,0
Filialnetz 50,7 40,9 -19,2% -9,8
Sonstiges 1,8 1,3 -24,2% -0,4
Konsolidierung -1,1 -0,7 37,9% 0,4
Werktage in Österreich 62 62 --- ---
(Kalender)

Gewinn- und Verlustrechnung
Mio. EUR Q1 Q1 Veränd.
2009 2010 % Mio.

Umsatzerlöse 595,2 585,6 -1,6% -9,5
EBITDA 72,2 68,3 -5,4% -3,9
EBIT 47,8 45,3 -5,1% -2,4
Periodenergebnis 33,7 33,4 -0,8% -0,3
Ergebnis pro Aktie 0,50 0,49 -0,8% ---

Um dem Umsatzrückgang von 9,5 Mio. EUR entgegenzuwirken, hatten und haben Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Österreichischen Post weiterhin oberste Priorität. Bereits im Jahr 2009 wurde eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die nachhaltig dazu beitragen, die Kostenstruktur zu verbessern.

Die größte Aufwandsposition der Österreichischen Post ist der Personalaufwand mit nahezu 50% des Umsatzes. Im ersten Quartal 2010 wurde der Personalaufwand in Summe um 0,7% auf 287,8 Mio. EUR reduziert. Ein wesentlicher Beitrag dazu war die Personalreduktion um 912 auf 25.100 Mitarbeiter im ersten Quartal 2010 gegenüber dem ersten Quartal 2009.

Die operativen Personalkosten konnten um rund 10 Mio. EUR verringert werden. Für Mitarbeiter, die in den Bundesdienst wechseln und für Mitarbeiter, die den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben, ist ein höherer Rückstellungsbedarf von insgesamt 7,1 Mio. EUR erforderlich geworden.

Bei den Sachkosten wurden Einsparungen im Materialaufwand und im Aufwand für bezogene Leistungen sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erzielt. In Summe waren dies 7,0 Mio. EUR im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres. Die geänderte Darstellung bei Prepaid-Telefonwertkarten ergab eine Reduktion um 2,7 Mio. EUR. Weitere Rückgänge erfolgten beim Handelswareneinsatz im Filialnetz sowie bei Energie-, Treibstoff- und Brennstoffkosten sowie durch reduzierte Beratungs- und Kommunikationsaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum geringfügig auf 17,7 Mio. EUR gestiegen; darin inkludiert sind Mieterträge in Höhe von 5,8 Mio. EUR.

Als Resultat des eingetretenen Umsatzrückgangs und der beschriebenen aufwandsseitigen Einsparungen reduzierte sich das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Österreichischen Post im ersten Quartal 2010 um 5,1% oder 2,4 Mio. EUR auf 45,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist mit einem positiven Einmaleffekt in den Vergleichszahlen des Vorjahres erklärbar. Im ersten Quartal 2009 hat sich der Verkauf von 49,8% der Gesellschaft Mader Zeitschriftenverlags GmbH mit 4,4 Mio. EUR positiv zu Buche geschlagen.

Die Division Brief erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 ein EBIT von 64,9 Mio. EUR (plus 1,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr), die Division Paket & Logistik ein EBIT von 4,1 Mio. EUR (plus 3,4 Mio. EUR), die Division Filialnetz erzielte minus 2,1 Mio. EUR (entspricht einem Rückgang um 2,3 Mio. EUR). Ein geringeres EBIT war auch im Bereich Sonstiges zu verzeichnen. Hier sind unter anderem nicht weiter verrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien, Aufwendungen für Sozialplanleistungen an Mitarbeiter sowie die Veränderung von Personalrückstellungen enthalten.

Für Mitarbeiter, die den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben, erhöhte sich die Rückstellung um 3,6 Mio. EUR. In der Rückstellung für Unterauslastung wurden Vorsorgen von 3,5 Mio. EUR für Mitarbeiter gebildet, die in den Bundesdienst wechseln. Im Bereich Sonstiges ist im Vergleich zum Vorjahr ein EBIT-Rückgang um 5,3 Mio. EUR auf nunmehr minus 21,5 Mio. EUR eingetreten.

Das Finanzergebnis des Österreichischen Post Konzerns verminderte sich im ersten Quartal 2010 auf minus 1,9 Mio. EUR, unter anderem bedingt durch das gesunkene Zinsniveau. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich somit um 5,1 Mio. auf 43,4 Mio. EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 9,9 Mio. EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 33,4 Mio. EUR. Dies entspricht 0,49 EUR je Aktie für das erste Quartal 2010 nach 0,50 EUR pro Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Solide Bilanzstruktur Die Österreichische Post folgt einer risikoaversen Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und dem hohen Zahlungsmittelbestand.

Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 31. März 2010 waren dies Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente von insgesamt 321,5 Mio. EUR und andere Finanzanlagen sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 98,9 Mio. EUR. Dem Bestand an Finanzmitteln von 350,5 Mio. EUR stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 125,6 Mio. EUR gegenüber. Die Eigenkapitalquote wurde auf 39,5% gesteigert.


Cash Flow

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis lag im ersten Quartal 2010 mit 50,8 Mio. EUR um 6,5 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die erhöhten Steuerzahlungen im Quartalsvergleich zurückzuführen. Der Cash- Flow aus dem Ergebnis vor Steuern war mit 66,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens betrug im ersten Quartal minus 12,0 Mio. EUR, überwiegend bedingt durch geringere Verbindlichkeiten. In Summe ergibt sich im ersten Quartal 2010 ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 38,8 Mio. EUR nach 30,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Free Cash-Flow betrug 30,1 Mio. EUR. Der Free Cash-Flow vor Wertpapierveränderung lag ebenfalls bei 30,1 Mio. EUR und damit um 7,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns ging im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,5% oder 912 Mitarbeiter auf nunmehr 25.100 Mitarbeiter zurück. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Abnahme des Personalstands in den Divisionen Brief, Filialnetz sowie Sonstiges.

Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (20.847). In den Tochterunternehmen arbeiten etwas mehr als 4.000 Mitarbeiter.

Ausblick 2010

In der Entwicklung der ersten drei Monate des Jahres 2010 sieht die Österreichische Post die Prognose für das Gesamtjahr 2010 bestätigt.

Die Österreichische Post geht für 2010 davon aus, dass die Umsätze in der Division Brief - primär bedingt durch elektronische Substitution - weiter rückläufig sein werden. Gemäß internationalen Erfahrungen erscheint eine Bandbreite von minus 3% bis minus 5% realistisch. In der Division Paket & Logistik sollte sich - basierend auf den derzeit vorliegenden Konjunkturschätzungen - im Jahresverlauf eine Verbesserung des Paketumsatzes einstellen. Auf Grundlage dieser Annahmen geht die Österreichische Post auch weiterhin davon aus, dass der Umsatz des Konzerns 2010 um etwa 1 bis 2% unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen wird.

Es wurden allerdings eine Reihe strategischer Ziele und operativer Maßnahmen definiert, um sowohl umsatzseitige Wachstumschancen zu nutzen als auch kostenseitige Einsparungspotenziale zu realisieren. Ziel ist es, die Gesamtkosten des Konzerns weiter nachhaltig zu senken, die hohe Ertragskraft zu erhalten und eine nachhaltige EBITDA-Marge von 10 bis 12% zu erzielen. Auch für das Jahr 2010 wird eine EBITDA-Marge von 10 bis 12% angestrebt.

Geschäftsentwicklung der Divisionen Division Brief Der Außenumsatz der Division Brief reduzierte sich im ersten Quartal 2010 gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um 1,4% auf 348,2 Mio. EUR. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die anhaltende Substitution von Briefen durch elektronische Medien. Diesem Trend wirkten im ersten Quartal 2010 positive Sondereffekte entgegen, wie etwa Gemeinderatswahlen in vier Bundesländern, Wirtschaftskammer-Wahlen und eine Volksbefragung in Wien, aber auch der saisonale Schwerpunkt beim Versand von Reisepässen.

Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete im laufenden Jahr einen Umsatzrückgang von 3,5% oder 6,7 Mio. EUR. Die Wirtschaftsentwicklung veranlasst viele Unternehmen zu Einsparungsmaßnahmen. So hält der Trend zur Substitution von Briefen durch elektronische Medien weiter an, beispielsweise in den Kundensegmenten Finanz und Telekommunikation. Rückgänge erfolgten auch im öffentlichen Sektor durch geringere Mengen an eingeschriebenen Briefen. Positive Sondereffekte im ersten Quartal waren etwa zahlreiche Wahlen und die damit verbundene Möglichkeit zur Briefwahl.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2010 um 1,3% oder 1,7 Mio. EUR im Vergleich zum niedrigen Niveau im ersten Quartal 2009 durch eine gute Volumensentwicklung bei zahlreichen Kunden in Österreich, aber auch bei den internationalen Tochtergesellschaften.

Im Geschäftsfeld Medienpost war aufgrund von Zuwächsen bei Firmenzeitungen eine Umsatzsteigerung von 0,7% auf 33,6 Mio. EUR zu verzeichnen.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief ein EBIT in der Höhe von 64,9 Mio. EUR, welches um 2,7% oder 1,7 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Diese Ergebnisverbesserung ist primär auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen, sowohl Sachkosten als auch Personalkosten wurden reduziert.

Division Paket & Logistik

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2010 auf Basis der positiven Mengenentwicklung um 2,6% auf 195,9 Mio. EUR. Grundsätzlich zeigte sich, dass im Paket- und Logistikmarkt im ersten Quartal 2010 Volumenssteigerungen zu verzeichnen waren, allerdings bei anhaltendem Preisdruck.

Mit dem Produktsegment Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden) wurde im ersten Quartal ein Umsatz von 153,2 Mio. EUR erzielt. Der Rückgang um 6,4 Mio. EUR oder 4% ist primär darauf zurückzuführen, dass verlustbringende Aktivitäten der Transportlogistik in Deutschland (rund 10 Mio. EUR Umsatz im ersten Quartal 2009) mittlerweile eingestellt wurden. Auf vergleichbarer bereinigter Umsatzbasis war in diesem Produktsegment in Deutschland eine Volumenssteigerung von über 7% zu verzeichnen. Die Tochtergesellschaft trans-o-flex in Deutschland erwirtschaftete 74% des Premiumpaket-Umsatzes, 7% entfielen auf die Niederlande und Belgien. Eine positive Volumensentwicklung sorgte auch in Österreich (10% des Premiumpaket-Umsatzes) und Südost-/Osteuropa (9% des Premiumpakets-Umsatzes) für Umsatzzuwächse.

Noch erfreulicher entwickelte sich das Produktsegment Standardpaket in Österreich mit einer Umsatzsteigerung um etwa 30% auf 40,2 Mio. EUR. Organisches Wachstum, neue Versandhandelsmengen seit Juni 2009 sowie Volumenverschiebungen vom Premiumsegment in das Standardsegment waren dafür ausschlaggebend.

Das EBIT der Division Paket & Logistik betrug im ersten Quartal 2010 insgesamt 4,1 Mio. EUR und lag damit um 3,4 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf die Umsatzsteigerung bei verbesserter Kosteneffizienz. Die Tochtergesellschaften erwirtschafteten einen positiven Ergebnisbeitrag.

Division Filialnetz Die Organisation des Filialnetzes unterliegt einem Wandel der sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kostenstruktur auswirkt. Der Außenumsatz verringerte sich um 9,8 Mio. EUR, die Gesamtkosten wurden um 11,7 Mio. EUR reduziert. Ein Rückgang von 2,7 Mio. EUR ist auf die geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden das Wertkartennominale im Umsatz und der dazu gehörige Wareneinsatz im Materialaufwand ausgewiesen. Seit 1.1.2010 wird hingegen nur noch die Provision verbucht. Darüber hinaus hat sich der Umsatz mit Handelswaren im ersten Quartal rückläufig entwickelt. Insbesondere bei Produkten der Mobiltelefonie ist eine Marktsättigung festzustellen. Bei Finanzdienstleistungen und den damit verbundenen Provisionserträgen war ein Rückgang zu verzeichnen, der auf die reduzierten Margen durch das derzeit niedrige Zinsumfeld zurückzuführen ist.

Auch die Innenumsätze haben sich um 8,2% weiter reduziert. Das Volumen an Briefen und Paketen, die über das Filialnetz eingeliefert werden, geht grundsätzlich zurück. Es werden vermehrt Briefe von Kunden direkt abgeholt. Das Service- und Kostengefüge des Filialnetzes wird sukzessive verbessert. Unrentable eigenbetriebene Postfilialen werden in fremdbetriebene Post.Partner-Filialen umgewandelt.

Nach langen Verzögerungen durch verfahrenstechnische Regelungen des neuen Postmarktgesetzes wurden mit Ende April 2010 nun bei 59 Filialen Systemumstellungen behördlich erlaubt, weitere 123 Umstellungsverfahren sind in Vorbereitung. Das EBIT der Division Filialnetz betrug im ersten Quartal 2010 minus 2,1 Mio. EUR nach 0,2 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das geplante Strukturverbesserungsprogramm und die damit verbundenen Einsparungen werden weiter forciert.

Wien, 20. Mai 2010

Der Zwischenbericht Q1 2010 ist im Internet unter www.post.at/ir -> Publikationen --> Finanzberichte verfügbar. (Ad hoc vom 20.05.2010) (20.05.2010/ac/n/a)



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