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Nokia-Aktie: Abbau von bis zu 10.000 Stellen, Werksschließungen in Deutschland, Kanada und Finnland


14.06.2012
aktiencheck.de

Espoo (www.aktiencheck.de) - Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia Corp. (ISIN FI0009000681 / WKN 870737) gab am Donnerstag bekannt, dass er beabsichtigt, seine Kosten deutlich zu senken. In diesem Zusammenhang wurden umfassende Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die neben Standortschließungen und Personalien den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen vorsehen. Nokia will damit seine Strategie schärfen, das Geschäftsmodell verbessern und zu profitablem Wachstum zurückkehren.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, plant der Konzern demnach weitere Reduktionen im Bereich Devices & Services. So sollen in bestimmten Forschungs- und Entwicklungsprojekten Kürzungen vorgenommen werden, darunter die Schließung der Standorte in Ulm (Deutschland) und Burnaby (Kanada). Zudem wird ein Produktionswerk in Salo (Finnland) geschlossen, wobei die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Salo fortgeführt werden. Darüber hinaus will Nokia seine Marketing und Sales-Aktivitäten fokussieren, die IT-, Corporate- und Support-Funktionen straffen sowie sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets trennen.


Als Folge der genannten Maßnahmen werden bis Ende 2013 weltweit bis zu 10.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die operativen Ausgaben im Bereich Devices & Services sollen dadurch bis Ende 2013 auf rund 3,0 Mrd. Euro jährlich reduziert werden. Im Zusammenhang mit den jüngsten Restrukturierungsschritten fallen zusätzliche Sonderbelastungen in Höhe von ca. 1 Mrd. Euro bis Ende 2013 an. Insgesamt verbucht der Konzern für seine Restrukturierung damit Sonderbelastungen in Höhe von 1,9 Mrd. Euro.

Darüber hinaus hat der Konzern beschlossen, seinen Anbieter von Luxus-Handys Vertu an die Private Equity-Gesellschaft EQT VI zu veräußern. Vertu hat seinen Sitz in Church Crookham (Großbritannien) und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter weltweit. Nach der Transaktion, die im zweiten Halbjahr 2012 abgeschlossen werden soll, wird Nokia noch mit 10 Prozent an Vertu beteiligt sein, hieß es.

Beim Ausblick rechnet Nokia nun im Segment Devices & Services mit einer operativen Marge (Non-IFRS) im zweiten Quartal 2012, die unterhalb der Marge des ersten Quartals 2012 (-3,0 Prozent) liegt. Zuvor hatte man noch eine operative Marge erwartet, die auf dem Niveau des Vorquartals oder darunter liegt.

Der Aktienkurs von Nokia verliert aktuell 10,79 Prozent auf 1,99 Euro. (14.06.2012/ac/n/a)



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