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Wienerberger-Aktie: Halbjahresgewinn geht deutlich zurück


21.08.2012
aktiencheck.de

Wien (www.aktiencheck.de) - Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) meldete am Dienstag, dass seine Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2012 einerseits von einer langen Frostperiode im ersten Quartal und andererseits vor allem von den starken Turbulenzen der Eurozone geprägt war.

Wie aus einer Pressemitteilung des Baustoff- und Tondachziegelherstellers hervorgeht, hat sich die Vertrauenskrise rund um die europäische Währung in den letzten Monaten durch die Verschuldungsproblematik einiger Länder sowie daraus resultierenden Diskussionen über weitere Sparprogramme verschärft und zu einer teils erheblichen Abschwächung im Wohnungsneubau sowie auch in der Sanierung in den europäischen Kernmärkten geführt. Erfreulich hingegen haben sich die Aktivitäten des Konzerns in den USA, Russland und Indien entwickelt. Ein moderater Anstieg der Baubeginne in den USA führte zu höherer Nachfrage und Absatzzuwächsen. In Nordamerika, Russland und Indien konnte Wienerberger in einem dynamischen Marktumfeld die Marktanteile erheblich steigern.


Der Konzernumsatz wuchs um 5 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro. Die Pipelife Gruppe, welche in den vorgelegten Konzernzahlen seit 31. Mai enthalten ist, hat rund 8 Prozent und Tondach Gleinstätten rund 2 Prozent zum Gruppenumsatz beigetragen. Ebenfalls positiv auf den Umsatz wirkten sich die um 4 Prozent höheren Durchschnittspreise aus, welche sich aus Preiserhöhungen im Rahmen der Kosteninflation sowie Verschiebungen im Produktmix hin zu höherwertigen Produkten erklären. Mengenrückgänge von 9 Prozent aufgrund der schwächeren Nachfrage im keramischen Bereich in Europa führten zu einer geringeren Auslastung der Produktionskapazitäten und in der Folge zu höheren Stückkosten, wodurch in den ersten sechs Monaten 2012 ein Rückgang im operativen EBITDA um 16 Prozent auf 104,1 Mio. Euro und im operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) auf 4,1 Mio. Euro zu verzeichnen war.

Positive Einmaleffekte aus der Pipelife Transaktion in Höhe von 42,3 Mio. Euro waren hauptverantwortlich für die Verbesserung des Finanzergebnisses von -14,5 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2012. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete Wienerberger einen Gewinn von 24,1 Mio. Euro, nach 37,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie nach Berücksichtigung des Hybridkupons betrug in der Berichtsperiode 0,08 Euro (Vorjahr: 0,18 Euro).

Die Aktie von Wienerberger verlor gestern an der Heimatbörse 1,66 Prozent auf 6,75 Euro. (21.08.2012/ac/n/a)



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