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Datum/Zeit |
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176,28 $ |
-3,00 $ |
-1,70 % |
24.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US68389X1054 |
871460 |
- $ |
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Oracle robuste Ertragszahlen 23.12.2002
turyinvest.com
Der drittgrößte Softwarekonzern der Welt, Oracle (WKN 871460), legte am Mittwoch, den 18. Dezember nach Börsenschluss robuste Ertragszahlen für das 2. Geschäftsquartal, das per 30. November endete, vor, so die Experten von "Tury Invest".
Die Umsätze seien zwar zum sechsten Mal in Folge rückläufig gewesen, das Datenbankgeschäft mit Softwarelizenzen habe aber wieder steigende Tendenz gezeigt. Das Ergebnis habe deshalb über den Erwartungen gelegen.
Die Umsätze von Oracle seien um 3% von 2,38 Mrd. US-Dollar auf 2,31 Mrd. US-Dollar gefallen. Die Lizenzumsätze seien zwar insgesamt um 7% auf 765 Mio. US-Dollar gefallen, dafür hätten aber die Lizenz-Updates und Produkt-Support über den Erwartungen gelegen. Im letztgenannten Bereich seien die Umsätze sogar um 8% auf 954 Mio. US-Dollar gestiegen. Das Lizenzgeschäft leide nach wie vor unter der Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen und gelte als wichtigstes Standbein des Konzerns. Die Lizenzverträge für große Deals von über 500.000 US-Dollar seien allerdings von 38% im Vorjahr und 35% im Vorquartal auf 32% der Lizenzeinkünfte gesunken. Der Wettbewerb dürfte sich auch künftig auf mittelgroße Betriebe mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern konzentrieren, wo noch Nachfragebedarf erwartet werde.
Die sogenannten Mittelständler habe zuletzt auch Microsoft mit seiner üppigen Kriegskasse und seinen Systemen wie SQL-Server, .Net oder OLAP Cube entdeckt. Im Bereich Großdatenbanken sehe sich Oracle einer zunehmenden Konkurrenz von Seiten IBM gegenüber. Oracle solle zwar über einen komfortablen Vorsprung verfügen, jedoch setze IBM alles daran, diesen wettzumachen. Der CEO Larry Ellisson setze weiter auf die Oracle Collaboration Suite, die die Speicherung von Post, Voice und E-Mails sowie Aufzeichnungen in einer Oracle-Datenbank ermögliche. Diese Lösung solle günstiger sein als die der Wettbewerber und unterstütze auch einen höheren Sicherheitsstandard.
Die Verkaufserlöse aus dem Servicebereich seien hingegen um 11% auf 590 Mio. US-Dollar gefallen. Enttäuschend seien hingegen auch die Absätze im Bereich der Applikationssoftware ausgefallen. In den USA habe dieses Segment auf Jahresbasis ungefähr 50% verloren, wobei die Basis des letzten Jahres schon über 45% gegenüber 2000 gesunken sei. Diesen Bereich habe Oracle als größtes Wachstumssegment bezeichnet. Larry Ellison, CEO, habe strukturelle Probleme in der Verkaufsorganisation für das enttäuschende Ergebnis verantwortlich gemacht.
Oracle habe im 2. Quartal mit 534 Mio. US-Dollar um 2,7% weniger als im Vorjahr verdient. Aufgrund eines Aktienrückkauf-Programms habe der Gewinn je Aktie auf 0,10 US-Dollar gegenüber dem Vorjahr beibehalten und die Prognose von 0,08 US-Dollar je Aktie deutlich übertroffen werden können. Die operative Marge von 34% habe ebenfalls deutlich über der prognostizierten von 32% gelegen.
Oracle rechne für das laufende Quartal mit einer Umsatzsteigerung von 4%. Der Softwareriese gehe davon aus, dass der Rückgang in den IT-Investitionen in den nächsten Monaten ein Ende finden werde. Oracle bleibe weiterhin ein Core-Holding in den globalen Aktienfonds.
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