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EVN Quartalsbericht


03.03.2000
Ad hoc

Geschäftsverlauf der EVN AG (AT0000741053) im 1. Quartal 1999/00

Ergebnis trotz Umsatzrückgang klar über Vorjahresniveau Steigendes. Tempo der Marktöffnung führt zu verschärftem Preisdruck Erfolgreiche Kooperationen.

Absatz Strom GWh 1.669 + 0,7 %
Gas Mio m3 505 - 1,7 %
Wärme GWh 247 + 13,7 %

Umsatzerlöse Mio ATS 3.979 Mio EUR 275,9 - 2,0 %

Operatives Ergebnis (EBIT) Mio ATS 908 Mio EUR 66,0 + 1,2 %

Unversteuertes Ergebnis Mio ATS 807 Mio EUR 58,6 + 7,0 %

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das 1. Quartal des Geschäftsjahres 1999/00 (1. Oktober bis 31. Dezember 1999) der EVN AG (AT0000741053) war neben stark erhöhten Gasbezugspreisen geprägt von Temperaturen, die zwar deutlich über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres, aber nur geringfügig über dem langjährigen Durchschnitt lagen. Die Belebung des Wirtschaftswachstums in Österreich sowie der weiterhin lebhafte Ausbau der Gas- und Wärmeversorgung wirkten sich positiv auf die Geschäftsentwicklung der EVN aus.

Absatz- und Erlösentwicklung

Die gesamten Umsatzerlöse der EVN verringerten sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 1999/00 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,0 %.

Der Stromverkauf an Tarif- und Sondervertragskunden hat sich im 1. Quartal 1999/00 mit einer Steigerung von 0,7 % geringfügig erhöht, die Stromerlöse lagen um 1,3 % über dem Vorjahresniveau. Eine Erlösverringerung bei den Tarifkunden im Ausmaß von 1,5 % konnte insbesondere durch den Verkauf im Rahmen von Stromhandelsgeschäften mehr als kompensiert werden. Bei den Sondervertragskunden waren aufgrund der relativ niedrigen Durchschnittserlöse Erlösminderungen von 4,8 % zu verzeichnen.


Der Rückgang im Gasverkauf von 1,7 % resultiert ausschließlich aus der deutlich geringeren Nachfrage im Bereich der fremden Kraftwerke. Die Gaserlöse lagen insgesamt um 6,2 % unter dem Niveau des Vorjahres, was neben der insgesamt rückläufigen Absatzentwicklung insbesondere auf befristet gewährte Rabatte bei Großkunden zurückzuführen ist. Im Ortsnetz war trotz Verkaufssteigerungen infolge der weiterhin regen Ausbautätigkeit ein Erlösrückgang von 2,2 % zu verzeichnen, und auch bei den Industriekunden lagen die Erlöse um 5,8 % unter dem Vorjahreswert.

Beim Wärmeverkauf sorgte der kontinuierliche Anlagenzuwachs trotz der vergleichsweise milden Temperaturen erneut für Verkaufszuwächse. So konnte der Absatz an Tarifkunden um 17,9 %, jener an Sondervertragskunden um 11,7 % gesteigert werden. Dies war auch die Basis für das mit 14,8 % weiterhin erfreuliche Erlöswachstum.

Aufwendungen

Während die Aufwendungen für den Fremdstrombezug trotz gestiegener Volumina aufgrund der infolge der Marktliberalisierung günstigeren Bezugspreise unter dem Vorjahreswert lagen, sorgten die gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich gestiegenen Gasbezugspreise für erhöhte Aufwendungen. Insgesamt liegen die Aufwendungen für den Energieeinsatz um 6,9 % über dem Vorjahresniveau.

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 1999/00 waren in der EVN Gruppe durchschnittlich 2.224 Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalstand konnte damit trotz einer neuerlichen Ausweitung des Konsolidierungskreises und des damit verbundenen Zugangs weiter gesenkt werden und lag insgesamt um 99 Personen bzw. 4,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Entwicklung des Personalstandes war auch der Hauptgrund für den Rückgang des Personalaufwandes um 3,4 %.

Der deutliche Rückgang der Abschreibungen um 20,2 % beruht in erster Linie auf den im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen infolge der Strommarktliberalisierung. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im wesentlichen Beratungsleistungen und Werbung betrafen, ergab sich hingegen ein Anstieg um 19,7 %.

Ergebnis

Insgesamt lag das operative Ergebnis (EBIT) trotz des Umsatzrückganges mit 908 Mio ATS (66,0 Mio EUR) um 1,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Auch das Finanzergebnis konnte aufgrund eines gestiegenen Zinsergebnisses sowie geringerer Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Fremdwährungsanleihen gegenüber dem Vorjahr um 29,5 % verbessert werden.

Insgesamt lag das unversteuerte Ergebnis für den Berichtszeitraum mit 807 Mio ATS (58,6 Mio EUR) um 7,0 % über dem Vorjahreswert.

Ausblick

GD Dr. Rudolf Gruber: "Das gute Ergebnis der EVN im 1. Quartal 1999/00 belegt, daß sich das Unternehmen auch in einem verschärften Wettbewerbsumfeld erfolgreich entwickelt. Mit ihrer "Multi-Service Utility"-Strategie, einer attraktiven Preispolitik sowie mit einer Reihe von Kooperationen und strategischen Beteiligungen im Energiebereich hat sich die EVN auf das neue Marktumfeld gut vorbereitet. Daneben tragen umfassende Rationalisierungsprogramme sowie die im Vorjahr getroffenen außerplanmäßigen Abschreibungen ebenfalls zu einer deutlichen Stärkung der Wettbewerbsposition der EVN bei. Damit sieht die EVN mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung.

Im Hinblick auf die Diskussion um eine raschere gänzliche Marktöffnung hat sich die EVN entschlossen, die ursprünglich mit Auslaufen des Koordinierungsvertrages mit der Verbundgesellschaft für 2001 geplante Preissenkung vorzuziehen. Per 1. März ist damit eine Preissenkung im Ausmaß von jährlich rund 230 Mio ATS in Kraft getreten. Mit diesem Schritt investiert die EVN weiter gezielt in Kundenbindung und Marktpositionierung, indem sie ihr Profil als einer der günstigsten Stromanbieter in Österreich weiter stärkt."

Den Aktionärsbrief über das 1. Quartal 1999/00 finden Sie auf der EVN Homepage unter der Internetadresse http://www.evn.at




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