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DAX am Morgen: Freundlicher Auftakt, SAP gefragt 28.12.2006
aktiencheck.de
FrankfurtFrankfurtFrankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte sind am heutigen Tag nach guten Vorgaben der amerikanischen Leitbörsen mit leichten Kursaufschlägen gestartet. Aktuell legt der DAX um 0,15 Prozent auf 6.618,99 Punkte zu, während der MDAX 0,14 Prozent auf 9.370,13 Zähler zulegen kann.
Im Fokus der Anleger steht zu Handelsbeginn die Aktie der Walldorfer Software-Schmiede SAP, nachdem der Finanzvorstand in einem Zeitungsinterview auch für die kommenden Jahre zweistellige Zuwachsraten in Aussicht gestellt hatte. Anleger honorieren diese Aussage aktuell mit einem Plus von mehr als 0,7 Prozent, womit die Aktie von SAP derzeit an der Spitze des Leitindex liegt. Ebenfalls gefragt sind zu Handelsbeginn die Anteilsscheine von BMW und Henkel, die jeweils rund 0,5 Prozent zulegen können. FMC, Deutsche Post und ThyssenKrupp verbuchen zu Beginn ebenfalls größere Kursaufschläge von jeweils rund 0,4 Prozent. Die Aktie des Energieversorgers E.ON verzeichnet ebenfalls moderate Kursaufschläge. Einem Pressebericht zufolge will der Energieversorger sein Übernahmeangebot für den spanischen Konkurrenten Endesa um eine halbe Milliarde Euro reduzieren. Im Blickpunkt der Anleger steht auch die Aktie des Automobilkonzerns Volkswagen. Einem Pressebericht zufolge konnte die Tochter AUDI im Jahr 2006 das konzerneigene Renditeziel übertreffen. Aktuell legt die Aktie des Wolfsburger Konzerns leicht zu und rangiert im Mittelfeld.
Am unteren Ende des DAX rangieren aktuell die Anteilsscheine der Deutschen Postbank, welche aktuell knapp 0,4 Prozent an Wert verlieren. Ebenfalls schwächer tendieren zu Beginn Aktien der Deutschen Börse, Commerzbank und die der Deutschen Telekom.
Unternehmensnachrichten:
Der Finanzchef des Software-Konzerns SAP AG (ISIN DE0007164600 / WKN 716460), Stefan Brandt, äußerte sich in einem Interview optimistisch über die Zukunftsaussichten des Walldorfer Konzerns und geht auch zukünftig von zweistelligen Zuwachsraten aus. "Wir wollen auch in den nächsten Jahren weiterhin zweistellig wachsen", erklärte Brandt in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung". Der Konzern ist nach den Worten des Managers international hervorragend aufgestellt, "unsere Produktpipeline ist voll und der Auftragseingang ungebrochen stark". Als Wachstumstreiber sieht Brandt im Jahr 2007 das US-Geschäft. Für das Jahr 2006 wird SAP die Ausschüttungsquote von 30 Prozent nach den Ausführungen des Finanzchefs nicht senken. Im Zuge steigender Gewinne können sich die Aktionäre damit für das Jahr 2006 auf eine höhere Gewinnbeteiligung einstellen. Außerdem stellte der Manager für 2007 eine Fortsetzung der Aktienrückkäufe in Aussicht. Die Liquidität von rund 3 Mrd. Euro will SAP auch künftig unter anderem für Akquisitionen verwenden. Dabei legt der Walldorfer Software-Konzern sein Augenmerk vor allem auf kleinere Unternehmen, um das Produktportfolio auf der technologischen Seite zu erweitern. Dabei verwies Brandt gleichwohl auf den Kauf der privat gehaltenen US-Softwareschmiede Virsa vom Frühjahr, die zwischen "400 und 500 Mio. Euro" gekostet habe. Diese erstmals öffentlich genannte Zahl zeigt, dass SAP im Zweifel auch willens ist, tiefer in die Tasche zu greifen. Solche Größenordnungen sind nach den Worten des Managers auch künftig vorstellbar. "Die überwiegende Zahl der Transaktionen werden aber wie bisher auch deutliche kleinere Zukäufe sein." SAP wird sich nach Brandts Worten im neuen Jahr abermals über einen Rechtsformwechsel hin zur Europa AG Gedanken machen. "Wir werden uns das Thema nach den geänderten steuerlichen Rahmenbedingungen erneut vornehmen und beobachten dabei sehr genau die Erfahrung unter anderem auch von Fresenius."
Aktuellen Presseberichten zufolge wird der Energiekonzern E.ON AG (ISIN DE0007614406 / WKN 761440) in der kommenden Woche das Gebot für den Wettbewerber Endesa S.A. (ISIN ES0130670112 / WKN 871028) absenken. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch vorab aus der Donnerstagausgabe berichtet, wird sich Eons Offerte auf 34,50 Euro verringern, sollte Endesa wie geplant seinen Aktionären am 2. Januar eine Zwischendividende von 0,50 Euro ausschütten. Dies bestätigte ein Sprecher des Energiekonzerns der Zeitung. Der spanische Konzern würde dann mit 36,5 Mrd. Euro bewertet, eine halbe Mrd. Euro weniger als bisher. Wie die Zeitung weiter schreibt wird das für den deutschen Versorger nur ein kurzes Luftholen sein, denn spanische Finanzkreisen sehen den Preis für Endesa weit höher, sollte es zu in Zukunft zu einem Bieterstreit kommen. In spanischen Finanzkreisen wird der Zeitung zufolge bereits über ein Angebot von stolzen 38 Euro spekuliert.
Der Automobilhersteller AUDI AG (ISIN DE0006757008 / WKN 675700) konnte Presseangaben zufolge sein Renditeziel für das abgelaufene Jahr 2006 übertreffen. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland", die sich bei ihren Angaben auf Informationen im Umfeld des Aufsichtsrats beruft, hat die Tochter der Wolfsburger Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 / WKN 766400) 2006 trotz härter werdender Konkurrenz eine Kapitalrendite von 13 Prozent erreicht. Der zum Jahresbeginn auf den Chefposten rückende Finanzchef des Ingolstädter Autobauers, Rupert Stadler, hatte bisher ein Renditeziel von "mindestens 10 Prozent" ausgegeben. Damit hätte AUDI in diesem Jahr gute Chancen, erstmals bei der Gesamtkapitalrendite den Erzrivalen Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) zu überrunden. So schätzt Arndt Ellinghorst, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, nach Angaben der "FTD", dass der Münchner Konzern im Autogeschäft jetzt bei 12,2 Prozent Rendite liegt. AUDI und BMW wollten diese Zahlen nicht kommentieren. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital gilt als die mit Abstand wichtigste Kennzahl zur Bewertung der Leistung. Die oft in den Vordergrund gerückte Gewinnmarge zeigt Investoren lediglich, ob der Autobauer einen hohen Ertrag mit dem Bau und Vertrieb seiner Autos erwirtschaften kann. Erst an einer hohen Kapitalrendite können sie ablesen, dass dafür nicht zu viel investiert wurde und die Finanzmittel gut angelegt sind. Durch die starke Performance stützt AUDI auch die mitten in der Sanierung befindliche Konzernmutter Volkswagen. VW will laut dem Bericht konzernweit eine Kapitalrendite von 9 Prozent erreichen. Das konnte Audi schon 2005 mit 9,7 Prozent übertreffen. Der VW-Konzern inklusive aller Töchter erreichte dagegen im Vorjahr nur 2,6 Prozent. Internen Plänen zufolge hatte AUDI den Angaben zufolge für dieses Jahr eigentlich eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 12 Prozent angepeilt. Die nun erreichten 13 Prozent waren erst für 2008 eingeplant. Der Absatz sei hoch und die Investitionen recht niedrig gewesen, hieß es im Konzern. "Vor allem der neu eingeführte Geländewagen Q7 und der A6 haben sich stärker verkauft als gedacht", sagt ein Analyst. Der A6 profitiere von der Absatzschwäche des BMW 5er. AUDI wollte dies nicht kommentieren. (28.12.2006/ac/n/m)
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