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Börsenjahr 2008: Versöhnliches Ende nach schwachem Verlauf, Volkswagen Top-Gewinner 30.12.2008
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wenig berauschend verlief aus Anlegersicht das Börsenjahr 2008. Nach schwachem Beginn konnten sich die internationalen Leitbörsen vor dem Hintergrund zahlreicher Krisen im weiteren Verlauf des Jahres nicht erholen und mussten teilweise dramatische Abschläge hinnehmen. Besonders deutliche Verluste verzeichneten die US-Börsen, die eines der schwächsten Börsenjahre überhaupt zu verzeichnen hatten: So büßte der Leitindex S&P 500 im Vergleich zum Vorjahresschluss rund 40,6 Prozent ein und schlug sich damit nur unwesentlich besser als im Krisenjahr 1931 (-47,1 Prozent). Nicht viel besser erging es dem Dow Jones Industrial Average, der bis dato rund 36 Prozent an Wert verlor.
Auch die deutschen Leitindices blieben von der weltweiten Börsenkrise nicht verschont. Nach knapp 8.000 Punkten zu Beginn des Jahres rutschte das Börsenbarometer zwischenzeitlich auf knapp 4.000 Punkte ab. Dank kräftiger Zugewinne zum Jahresende konnten die Abschläge auf rund 40,4 Prozent reduziert werden. Damit blieb der DAX nur knapp hinter dem Negativ-Rekord des Jahres 2002 (-44 Prozent) zurück. Besonders schwer traf es im vergangenen Jahr die Finanzwerte. Angesichts der Auswirkungen der US-Hypothekenkrise und der daraus resultierenden Schieflage an den internationalen Finanzmärkten hatten Bank- und Versicherungswerte die mit Abstand schwächste Performance aller Standardwerte vorzuweisen. Besonders herbe Verluste verbuchte der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Holding AG (HRE) (ISIN DE0008027707 / WKN 802770). Notierte die Aktie zu Jahresbeginn noch bei etwa 35 Euro, stehen am Jahresende nur noch rund 3 Euro zu Buche, ein Verlust von cirka 90 Prozent. Dabei hätte es für die Anleger durchaus noch schlimmer kommen können, zumal die Großbank angesichts akuter Refinanzierungsschwierigkeiten zweimal durch milliardenschwere staatliche Geldspritzen nur knapp vor der Pleite bewahrt werden konnte.
Auch die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) (-77 Prozent), die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) (über 70 Prozent Kursverlust) oder die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) reihten sich in die Liste der größten Verlierer ein. Rekordverdächtig auch das Minus beim Halbleiterkonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004 / WKN 623100), der angesichts existenzbedrohender Probleme bei der Tochter Qimonda AG (ISIN US7469041013 / WKN A0KEAT) ein Minus von zeitweise mehr als 90 Prozent zu verzeichnen hatte.
Einziger Lichtblick für die deutschen Anleger war die Aktie der Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 / WKN 766400): Dank der Spekulationen um eine bevorstehende Mehrheitsübernahme durch den Großaktionär Porsche Automobil Holding SE (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003) konnte sich der Automobilwert im Vergleich zu seinen Branchenkollegen Daimler AG (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) und Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) vollständig vom negativen Gesamtmarkt abkoppeln und verbuchte im Gesamtwert einen sagenhaften Zugewinn von rund 70 Prozent. Zwischenzeitlich markierte der Wert nach einem beispiellosen Short-Squeeze ein Rekordhoch von über 1.000 Euro pro Aktie.
Am Ende des Jahres zeigten sich die deutschen Leitbörsen noch einmal von ihrer freundlichen Seite. Der DAX legte heute um 2,24 Prozent auf 4.810,20 Punkte zu. Gleichzeitig kletterte der MDAX um 1,59 Prozent auf 5.601,91 Zähler. Auch der japanische Nikkei-Index verabschiedete sich mit einem Plus von 1,28 Prozent auf 8.859,56 Punkte ins neue Jahr, nachdem das führende japanische Börsenbarometer gegenüber dem Vorjahr rund 42 Prozent an Wert eingebüßt hatte. An den US-Börsen sind die Chancen auf einen versöhnlichen Jahresschluss weiter intakt. So kann der Dow Jones derzeit nach Handelsbeginn 0,72 Prozent zulegen und notiert bei 8.544,94 Punkten. Der NASDAQ Composite klettert gleichzeitig um 0,79 Prozent auf 1.522,22 Zähler. Beim S&P 500 ist ein Plus von 0,64 Prozent auf 874,99 Punkte auszumachen. (30.12.2008/ac/n/m)
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