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TecDAX am Morgen: Schwach, Gewinnmitnahmen drücken Conergy


26.03.2009
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte haben mehrheitlich mit Verlusten zu kämpfen. Trotz der recht robusten Vorgaben aus Übersee verliert der TecDAX aktuell 1,23 Prozent auf 465,22 Indexpunkte.

Belastet von Gewinnmitnahmen sacken Conergy am Indexende um rund 18 Prozent ab. Kursverluste von jeweils rund 3 Prozent fahren SolarWorld, Wirecard und freenet ein. Letztere haben mit der Akquisition der debitel Group und deren erstmaliger Konsolidierung in den Bilanzen im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können.

United Internet geben gut 2 Prozent ab. Das Unternehmen hat heute die geprüften Konzern-Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2008 bekannt gegeben. Angesichts des aus den Wertminderungen im Einzelabschluss resultierenden Bilanzverlustes wird für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende ausgeschüttet. Bei Infineon schlägt ein Minus von knapp 3 Prozent zu Buche. Dabei hat die zu dem Technologiekonzern gehörende Tochter Qimonda einem Medienbericht zufolge weitere Kaufinteressenten angelockt.

Gegen den Trend rücken Phoenix Solar um 2,6 Prozent vor. Das Photovoltaik-Systemhaus konnte nach endgültigen Zahlen Konzernumsatz, EBIT und Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2008 jeweils deutlich steigern. An der Indexspitze ziehen centrotherm um knapp 4 Prozent an.


Unternehmensmeldungen:

Die zum Technologiekonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) gehörende Tochter Qimonda AG (ISIN US7469041013 / WKN A0KEAT) hat einem Medienbericht zufolge weitere Kaufinteressenten angelockt. Nach Informationen der "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) soll Insolvenzverwalter Martin Jaffé mit potentiellen Investoren aus Taiwan und Russland über einen möglichen Einstieg gesprochen haben. Der Verwalter hoffe in beiden Fällen auf Signale für weiterführende Gespräche, hieß es unter Berufung auf Konzernkreise. Am weitesten gediehen seien die Gespräche mit dem chinesischen Staatsunternehmen Inspur.

Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar AG (ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9) meldete heute, dass sein Aufsichtsrat den nach IFRS aufgestellten und testierten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 gebilligt und damit die vorläufigen Zahlen bestätigt hat. Demnach konnten Konzernumsatz, EBIT und Konzernergebnis jeweils deutlich gesteigert werden.

Der Vorstand der United Internet AG (ISIN DE0005089031 / WKN 508903) gab heute die geprüften Konzern-Geschäftszahlen nach IFRS für das Geschäftsjahr 2008 bekannt. Angesichts des aus den Wertminderungen im Einzelabschluss resultierenden Bilanzverlustes wird für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende ausgeschüttet. Insgesamt legte der konsolidierte Umsatz im Geschäftsjahr 2008 um 10,9 Prozent zu (währungsbereinigt: +12,4 Prozent). Das EBIT stieg um 8,3 Prozent. United Internet ist gut ins neue Jahr gestartet. Für 2009 wird auf Konzernebene ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. Die im Geschäftsjahr 2008 bei EBITDA und EBIT erreichten Höchststände sollen - trotz der weiterhin erwarteten Schwäche im Online-Werbegeschäft - in 2009 gehalten werden.

Der Telekommunikationsanbieter freenet AG (ISIN DE000A0EAMM0 / WKN A0EAMM) teilte heute mit, dass er mit der Akquisition der debitel Group und deren erstmaliger Konsolidierung in den Bilanzen zum 5. Juli 2008 im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis deutlich steigern konnte. Den Angaben zufolge erwirtschaftete der nun größte netzunabhängige Telekommunikationsanbieter für Mobilfunk- und Festnetzprodukte in Deutschland einen Umsatzanstieg um 70 Prozent. Das Konzernergebnis war positiv, nach einem Verlust im Vorjahr.

Der Mobilfunk Service Provider Drillisch AG (ISIN DE0005545503 / WKN 554550) meldete am Mittwochabend, dass er im Geschäftsjahr 2008 seinen Kurs des operativen Gewinnwachstums fortgesetzt hat, wobei das EBITDA zum sechsten Mal in Folge gestiegen ist. Die Finanzkrise habe jedoch durch Abschreibungen auf die freenet Beteiligung tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Der Konzernumsatz ging bei einem Teilnehmerzuwachs um 7,7 Prozent zurück. Bedingt durch den weiteren Kursverfall an den Kapitalmärkten hat Drillisch im vierten Quartal eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf die strategische Beteiligung freenet AG vorgenommen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) fiel somit negativ aus. Bereinigt um die Wertberichtigung auf die freenet-Beteiligung wies das EBT eine Steigerung um 8,4 Prozent aus. Das Netto-Konzernergebnis war ebenfalls negativ. (26.03.2009/ac/n/m)



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