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Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren knapp in der Verlustzone


04.10.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes tendieren im Donnerstaghandel zur Mittagzeit moderat im Minus. Die Marktteilnehmer haben dabei diverse Belastungsfaktoren zu verdauen. So steigt der Zinsdruck auf Spanien wieder langsam. Zudem drücken Berichte über angebliche Truppenbewegungen des Iran in Richtung der türkischen Grenze auf die Kauflaune der Investoren. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,09 Prozent auf 2.490,34 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,20 Prozent nach auf 2.539,78 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 0,75 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine leicht positive Handelseröffnung ab. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,01 Prozent an Wert. Der NASDAQ-Future steigt um 0,04 Prozent, während der S&P-Future um 0,07 Prozent vorrückt. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieaufträge gemeldet.


Die britische Notenbank hat erwartungsgemäß sowohl den Leitzins als auch das milliardenschwere Anleihekaufprogramm nicht angetastet. Der britische Immobilienmarkt hat sich derweil im September weiter abgekühlt. So lag der Halifax-Hauspreisindex im Durchschnitt der drei Monate zum September um 1,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Davor war das Preisniveau zum August um 0,9 Prozent gefallen. Binnen Monatsfrist gingen die Häuserpreise im Berichtsmonat um 0,4 Prozent zurück, nach einem Preisrückgang um 0,5 Prozent im August. Der britische Herstellerverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) veröffentlichte unterdessen einen deutlichen Zuwachs des Pkw-Absatzes im September. Demnach erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 Prozent auf 359.612 Einheiten. Aus Großbritannien gibt es zudem eine Nachricht von der Akquisitionsfront. EVRAZ (ISIN GB00B71N6K86 / WKN A1JMT9) wird eine indirekte Mehrheitsbeteiligung an OJSC Raspadskaya, einem führenden russischen Kokskohle-Produzenten, übernehmen. So erwirbt EVRAZ weitere 50 Prozent der Anteile an der Corber Enterprises Ltd. von der Adroliv Investments Ltd., womit man in Besitz einer 82 Prozent-Beteiligung an Raspadskaya kommt. EVRAZ hält bereits 50 Prozent an Corber. Im Rahmen der Transaktion gibt EVRAZ 132,7 Millionen neue Aktien aus. Zudem werden 33,9 Millionen neue Warrants ausgegeben. Die Anteilsscheine des Stahl- und Bergbaukonzerns verschlechtern sich um 0,2 Prozent. Vorne steigen Smith Group um 2,3 Prozent, während auf dem letzten Platz Tesco um 2,3 Prozent nachgeben.

Die schweizerische Industrieproduktion ist im zweiten Quartal 2012 nach Angaben des nationalen Bundesamtes für Statistik gestiegen. So zog der Output binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent an. Für das erste Quartal 2012 war eine Produktionssteigerung um 1,4 Prozent ausgewiesen worden. Der Umsatz legte um 3,3 Prozent zu, gegenüber einem Minus von 0,7 Prozent im ersten Quartal. Ferner haben die Auftragseingänge um 1,1 Prozent abgenommen, während die Auftragsbestände um 1,9 Prozent gestiegen sind. An der Indexspitze des schweizerischen Leitindex SMI können sich zur Mittagszeit Swiss Re um 2 Prozent verteuern. Unter Druck stehen unterdessen am Indexende die Titel von Syngenta und Julius Baer mit Abschlägen von mehr als 1 Prozent.

Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im österreichischen Leitindex ATX zur Mittagszeit die Anteilsscheine der Erste Bank Group mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent wieder. Raiffeisen Bank International rücken daneben um 0,2 Prozent vor. voestalpine verschlechtern sich derzeit am Indexende um 2,3 Prozent. Für Schoeller-Bleckmann geht es auf Platz zwei der Verliererliste um 1,3 Prozent nach unten.

Auf Platz eins der Gewinnerliste im französischen Leitindex CAC 40 notieren auch zur Mittagszeit Safran mit einem Plus von 3,4 Prozent. Mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent stehen zudem Michelin hoch im Kurs. Die rote Laterne wird unterdessen von France Télécom mit einem Wertverlust von 1,8 Prozent getragen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.490,34 (-0,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.539,78 (-0,20 Prozent) FTSE 100 (London): 5.823,89 (-0,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.405,50 (-0,02 Prozent) MIB (Mailand): 15.511,46 (-0,15 Prozent) SMI (Zürich): 6.612,92 (+0,13 Prozent) ATX (Wien): 2.131,23 (-0,39 Prozent) (04.10.2012/ac/n/m)



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