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Börsen in Europa Schluss: Deutliche Verluste zum Handelsende 08.10.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes zeigten sich zum Start in die neue Handelswoche in schwächerer Verfassung und schlossen am Montag in der Verlustzone. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verlor 1,39 Prozent auf 2.496,09 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gab um 0,79 Prozent nach auf 2.544,73 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen Abschläge aus.
Das Investorvertrauen in Euroland verbesserte sich erneut. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Oktober seinen zweiten Anstieg in Folge. Damit klettert der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur um 1,0 Punkte auf einen Indexstand von -22,2 Punkten. Dabei beurteilen die Umfrageteilnehmer die konjunkturelle Lage leicht besser. Der Lage-Index zieht von -34,8 Punkte auf -34,5 Punkte an. Die Erwartungen an die Konjunktur in sechs Monaten steigen sogar von -10,8 auf -9,0 Punkte.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gab einen leichten Rückgang für die weiteren Aussichten für die Weltwirtschaft bekannt. So verringerte sich der OECD-Frühindikator für die 30 Mitgliedsländer im August 2012 auf 100,1 Zähler, nach 100,2 Zählern im Juli. Ferner stand der Indikator für die Eurozone mit 99,4 Zählern unter dem Vormonatsniveau von 99,5 Zählern. In der Länderbetrachtung lag der Konjunktur-Index für die USA, die weltgrößte Volkswirtschaft, mit 100,5 Zählern unter dem Vormonatsniveau von 100,6 Zählern. Gleichzeitig sank der Index für Deutschland von 99,1 auf 98,9 Zähler.
Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im September nach Angaben des Schweizer Bundesamtes für Statistik mit abgebremstem Tempo reduziert. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent, während sie im August noch um 0,5 Prozent nachgegeben und im September 2011 um 0,5 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist zogen die Konsumentenpreise um 0,3 Prozent an. Die Arbeitsmarktlage in der Schweiz hat sich derweil im September stabilisiert. Dies gab das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bekannt. So verharrte die schweizerische Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 2,8 Prozent gelegen hatte. Im Leitindex SMI schlossen mit Holcim, Nestlé, Novartis und Roche nur vier Titel in der Gewinnzone, während die rote Laterne von Credit Suisse mit einem Minus von 2,5 Prozent getragen wurde.
In Frankreich flogen im breiten Markt die Aktien von Air France-KLM (ISIN FR0000031122 / WKN 855111) mit 0,9 Prozent hinterher. Die französische Airline, Air Berlin (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000) und Etihad Airways haben eine neue, strategische Partnerschaft vereinbart, mit der die Streckennetze der beteiligten Airlines enger verzahnt und erheblich gestärkt werden. Die Vereinbarung beinhaltet ein Codeshare-Abkommen von Air Berlin mit der Air France-KLM Gruppe, das ab 28. Oktober 2012 in Kraft tritt. Air France erweitert durch das Codeshare mit Air Berlin ihr Flugangebot in Deutschland, Polen und Österreich. Über den Flughafen Berlin-Tegel kann Air France künftig Codeshare-Flüge mit Air Berlin nach Krakau und Danzig in Polen, nach Graz in Österreich und von Düsseldorf nach Dresden sowie Flüge von Nizza nach Wien anbieten. Total (ISIN FR0000120271 / WKN 850727) verschlechterten sich um 1,1 Prozent. Der Konzern hat mit Exxon Mobil (ISIN US30231G1022 / WKN 852549) ein Abkommen geschlossen, das den Austausch einer Reihe von produzierenden und unentwickelten Nordsee-Assets im Norwegischen Kontinentalschelf vorsieht. Der Zusammenschluss des deutsch-französischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) ist indes einem Medienbericht von gestern zufolge noch nicht gescheitert. Wie es heißt, sieht EADS-Chef Thomas Enders die Wahrscheinlichkeit einer Fusion zum weltweit größten Luftfahrt- und Rüstungskonzern bei 50:50. Strategievorstand Marwan Lahoud geht sogar einer über 90-prozentigen Realisierungschance aus. EADS flogen mit einem Abschlag von 0,9 Prozent hinterher, während es gleichzeitig für BAE Systems im FTSE 100 um 0,6 Prozent nach unten ging.
In Großbritannien richtete sich der Fokus der Anleger heute auch auf die Anteilsscheine von Anglo American (ISIN GB00B1XZS820 / WKN A0MUKL), die um 0,6 Prozent nachgaben. Der Minenkonzern reagiert mit Entlassungen auf die seit Wochen laufenden Streiks an seinem Standort Rustenburg in Südafrika. WPP (ISIN JE00B3DMTY01 / WKN A0RA7Y) verlautbarte derweil, dass seine Sparte Grey einen Mehrheitsanteil an der deutschen Digital Media-Agentur k102 GmbH erworben hat. Die Anteilsscheine des Werbe- und Marketingkonzerns verbilligten sich um 1,1 Prozent. Die Aktie von BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) schloss 0,1 Prozent fester. Der britische Ölkonzern BP gab bekannt, dass er seine Texas City Raffinerie sowie ein Teil seines Retail- und Logistiknetzwerks im Südosten der USA für 2,5 Mrd. US-Dollar an den amerikanischen Öl- und Gaskonzern Marathon Oil Corp. (ISIN US5658491064 / WKN 852789) verkaufen wird. Den Angaben zufolge beinhaltet das Transaktionsvolumen eine Barzahlung in Höhe von 0,6 Mrd. US-Dollar beim Closing, geschätzte 1,2 Mrd. US-Dollar an Hydrocarbon-Beständen sowie 0,7 Mrd. US-Dollar im Rahmen eines sechsjährigen Earn-out-Abkommens auf Basis künftiger Margen bzw. des künftigen Raffinerie Raffineriedurchsatzes. Mit dem jüngsten Verkauf belaufen sich die gesamten Desinvestitionen von BP seit Anfang 2010 nun laut Unternehmensangaben auf mehr als 35 Mrd. US-Dollar. Bis Ende 2013 wird ein Volumen von 38 Mrd. US-Dollar angestrebt.
TNT Express (ISIN NL0009739424 / WKN A1JJP8) meldete eine Personalie. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068 / WKN 929198) stehende Konzern teilte mit, dass Jeroen Seyger zum Interims-CFO berufen wurde. So übernimmt Jeroen die CFO-Verantwortung von Bernard Bot, der am 24. September zum Interims-CEO bestellt wurde. Der Titel fiel um 0,7 Prozent. Zusätzlich gab der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) bekannt, dass er sich von seiner 33,3-prozentigen Beteiligung am Joint Venture China Merchants Fund trennt. Demnach verkauft der Konzern seine Anteile an der Investment Management-Gesellschaft an die Joint Venture-Partner China Merchants Bank Co. Ltd. und China Merchants Securities Co. Ltd. für insgesamt 98 Mio. Euro in bar. Aus der Transaktion, die im zweiten Quartal 2013 abgeschlossen werden soll, erwartet ING einen Nettoerlös in Höhe von 64 Mio. Euro. China Merchants Fund wurde im Jahr 2002 gegründet und ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ING Investment Management, China Merchants Bank und China Merchants Securities. Die Gesellschaft hat einen Marktanteil von rund 3 Prozent im chinesischen Markt für Publikumsfonds. Die Aktie der ING Groep schloss in Amsterdam 2,3 Prozent schwächer.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.496,09 (-1,39 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.544,73 (-0,79 Prozent) FTSE 100 (London): 5.841,74 (-0,50 Prozent) CAC40 (Paris): 3.406,53 (-1,46 Prozent) MIB (Mailand): 15,562.00 (-1,98 Prozent) SMI (Zürich): 6.655,77 (-0,29 Prozent) ATX (Wien): 2.148,37 (-1,12 Prozent) (08.10.2012/ac/n/m)
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