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Börsen in Europa am Morgen: Verluste, Julius Baer im Blick 09.10.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes notieren im frühen Dienstaghandel in der Verlustzone. Für schlechte Stimmung sorgt dabei der Umstand, dass der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im laufenden und dem kommenden Jahr 2013 gesenkt hat. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,31 Prozent auf 2.488,37 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,08 Prozent nach auf 2.542,65 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.
Julius Bär (ISIN CH0102484968 / WKN A0YBDU) verbilligen sich um 0,3 Prozent. Die Bank teilte mit, dass CEO Boris F.J. Collardi und CFO Dieter A. Enkelmann heute gegenüber Analysten und Investoren in London zusätzliche Informationen zur Akquisition des "International Wealth Management"-Geschäfts (IWM) vom US-Kreditinstitut Bank of America (ISIN US0605051046 / WKN 858388) außerhalb der USA und Japan präsentieren. Zudem präsentiert Julius Bär die Zahlen für die ersten acht Monate 2012. Per Ende August stiegen die verwalteten Vermögen der Julius Bär Gruppe auf ein neues Rekordhoch von 184 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Das Total der Kundenvermögen erhöhte sich auf 276 Mrd. CHF. Per Ende August betrug die BIZ-Gesamtkapitalquote der Gruppe 24,8 Prozent und die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) 22,4 Prozent. Als Spitzenreiter im schweizerischen Leitindex SMI rücken Givaudan um 0,7 Prozent vor. Der Aromenhersteller konnte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten steigern.
Das französische Handelsbilanzdefizit hat sich im August nach Angaben der Zollbehörde vergrößert. So erhöhte sich das Defizit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 5,29 Mrd. Euro. Für Juli 2012 war lediglich ein Passivsaldo von 4,06 Mrd. Euro und für August 2011 ein Defizit von 4,89 Mrd. Euro ermittelt worden. Hierbei kletterten die Ausfuhren binnen Monatsfrist um 3,6 Prozent, während die Einfuhren um 6,3 Prozent zunahmen. Publicis Groupe (ISIN FR0000130577 / WKN 859386) meldete sich indes mit einem Zukauf zu Wort. Der Werbekonzern wird die malaysische Digital-Agentur Arachnid vollständig übernehmen. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die Anteilsscheine geben um 0,2 Prozent nach. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im französischen Leitindex CAC 40 die Aktien von STMicroelectronics (ISIN NL0000226223 / WKN 893438) mit einem Kursgewinn von 2,8 Prozent. ST-Ericsson, ein Joint Venture zwischen STMicroelectronics und Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001), zieht Presseangaben zufolge derzeit strategische Optionen in Betracht. Wie es heißt, hat der Hersteller von Mobilfunk-Chips demnach die US-Großbank JPMorgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) engagiert, um strategische Optionen für das finanziell angeschlagene Unternehmen auszuloten. Die rote Laterne wird daneben von Alcatel-Lucent mit einem Wertverlust von 2,1 Prozent getragen.
Aus Großbritannien wird heute ebenfalls ein Zukauf gemeldet. Die Großbank Barclays (ISIN GB0031348658 / WKN 850403) gab bekannt, dass sie ING Direct UK übernehmen wird. Zuvor hatte die zum niederländischen Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) gehörende ING Direct N.V. am 2. August angekündigt, strategische Optionen für ING Direct UK zu prüfen. Während Barclays nahezu unverändert tendieren, geht es für ING Groep um 0,3 Prozent nach unten. Unterdessen hat der Triebwerkshersteller Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491 / WKN A1H81L) einen so genannten MissionCare-Auftrag vom US-Verteidigungsministerium erhalten. Demnach wurde Rolls Royce damit beauftragt, Triebwerke vom Typ F405 (Adour) für T-45 Trainingsmaschinen der U.S. Navy zu warten. Der Auftrag hat ein Volumen von 103,3 Mio. US-Dollar. Das Papier fällt um 0,2 Prozent.
Im österreichischen Leitindex ATX notieren zur Stunde mit Vienna Insurance, OMV und der Österreichischen Post lediglich drei Titel in der Gewinnzone. Am Indexende geht es indes für Lenzing um 3,2 Prozent nach unten.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.488,37 (-0,31 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.542,65 (-0,08 Prozent) FTSE 100 (London): 5.828,28 (-0,23 Prozent) CAC40 (Paris): 3.400,97 (-0,16 Prozent) MIB (Mailand): 15.508,98 (-0,34 Prozent) SMI (Zürich): 6.658,64 (+0,04 Prozent) ATX (Wien): 2.130,10 (-0,85 Prozent) (09.10.2012/ac/n/m)
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