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Börsen in Europa-Schluss: Indizes bauen Zugewinne aus 11.10.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes konnten ihre positive Tendenz vom Mittag weiter festigen und schlossen den Donnerstag mit Zugewinnen ab. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewann bis Handelsende 1,24 Prozent auf 2.487,08 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legte abschließend 0,70 Prozent zu auf 2.537,50 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen gingen mit Zugewinnen aus dem Handel.
Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von "BBB+" auf "BBB-" reduziert. Damit steht das angeschlagene Land knapp über Ramschniveau. Zur Begründung erklärte die Ratingagentur, dass sie wachsende soziale Spannungen befürchtet. Zudem diskutieren sogar einige Regionen über eine Abspaltung von Madrid. Auch der Ausblick wurde mit negativ angegeben. Unterdessen hat sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE im September mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,4 Prozent, nachdem sie im August lediglich bei 2,7 Prozent gelegen hatte.
Die französischen Statistikbehörde INSEE gab daneben an, dass die Verbraucherpreise im September mit abgebremstem Tempo angestiegen sind. Demnach verringerte sich die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich gingen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 0,7 Prozent im August. Im französischen Leitindex CAC 40 ging es heute für Carrefour (ISIN FR0000120172 / WKN 852362) um 3,7 Prozent nach oben. Der Handelskonzern konnte im dritten Quartal einen Umsatzanstieg ausweisen. Dabei profitierte das Unternehmen von einer anhaltend starken Entwicklung in den Emerging Markets, in erster Linie in Lateinamerika. Auf dem französischen Markt hätten sich indes Verbesserungen gezeigt. Schwierig bleibe dagegen das Geschäft in Südeuropa. In den ersten neun Monaten nahmen die Erlöse ebenfalls leicht zu. Spitzenreiter im CAC 40 war zu Handelsende die Société Générale mit einem Plus von 4,9 Prozetn. Das Indexende wurde indes von Alcatel-Lucent markiert mit einem Abschlag von 1,2 Prozent.
Die britische Burberry Group (ISIN GB0031743007 / WKN 691197) erklärte heute, dass sie ihren Umsatz im ersten Halbjahr um gut 6 Prozent steigern konnte, was mit starken Retail-Umsätzen zusammenhängt. Jedoch hat sich das Wachstum im zweiten Quartal gegenüber dem Auftaktquartal angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen deutlich abgeschwächt. Die Anteilsscheine des Luxusartikelherstellers schlossen den Handel als bester Wert im FTSE 100 mit einem Zugewinn von 13,3 Prozent ab. Daneben legten Papiere von BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) um 2,4 Prozent zu. Der Rüstungskonzern veröffentlichte sein Interim Management Statement für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis zum 10. Oktober 2012. Den Angaben zufolge hat sich das Geschäft in dem genannten Zeitraum im Rahmen der Erwartungen des Managements entwickelt. Für das Jahr 2012 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem moderaten Wachstum beim bereinigten Ergebnis pro Aktie. Hinsichtlich der gescheiterten Fusion mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) zeigte sich BAE-CEO Ian King enttäuscht. Man blicke jedoch mit Zuversicht in die Zukunft. Schlusslicht im FTSE 100 war heute Morrison Supermarkets mit einem Minus von 1,6 Prozent.
Die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) gab bekannt, dass dem Vorschlag der ÖIAG, Ing. Rudolf Kemler mit Wirkung ab 1. November 2012 in den Aufsichtsrat zu wählen, bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt wurde. Die Aktie verteuerte sich um 1,0 Prozent. Im österreichischen Leitindex ATX standen zu Handelsende Papiere der Raiffeisen Bank mit einem Aufschlag von 4,2 Prozent an der Spitze des Index. Auf dem letzten Platz ging es indes für CA Immobilien Anlagen um 0,9 Prozent nach unten.
Anteile von Richemont zeigten einen abschließenden Zugewinn von 4,5 Prozent und markierten damit die Indexspitze im schweizerischen Leitindex SMI. Am Indexende verschlechterten sich Papiere von Novartis um 0,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.487,08 (+1,24 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.537,50 (+0,70 Prozent) FTSE 100 (London): 5.829,75 (+0,92 Prozent) CAC40 (Paris): 3.413,72 (+1,42 Prozent) MIB (Mailand): 15.634,45 (+1,26 Prozent) SMI (Zürich): 6.654,02 (+0,38 Prozent) ATX (Wien): 2.160,52 (+1,53 Prozent) (11.10.2012/ac/n/m)
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