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Börsen in Europa am Morgen: Mehrheitlich im Plus, Danone nach Zahlen unter Druck 17.10.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes zeigen sich im frühen Mittwochhandel unentschlossen. Im Blickfeld der Investoren steht dabei die langsam anlaufende Berichtssaison in Europa. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewinnt 0,35 Prozent auf 2.556,72 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,03 Prozent nach auf 2.572,35 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Aufschläge aus.
Die US-Ratingagentur Moody´s hat die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien bestätigt. So wurde das Kreditrating Spaniens weiterhin bei "Baa3" belassen. Der Ausblick wurde jedoch mit "negativ" angegeben, was eine mittelfristige Abstufung der Bonitätsnote wahrscheinlich macht.
In Frankreich richtet sich der Fokus der Investoren heute auf den Zahlenausweis von Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194). Der Lebensmittelhersteller hat im dritten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg erzielt. Dabei haben starke Märkte in Lateinamerika, den USA und Asien eine schwache Entwicklung in Europa überkompensiert. Auch im Neunmonatszeitraum legte der Umsatz klar zu. Die Prognosen für das laufende Fiskaljahr wurden im Anschluss bestätigt. Der Titel gibt als schwächster Wert im CAC 40 um 3,6 Prozent nach. Daneben verschlechtern sich Crédit Agricole (ISIN FR0000045072 / WKN 982285) um 2,4 Prozent. Die Bank wird ihre griechische Banksparte Emporiki für den symbolischen Kaufpreis von 1 Euro an die Alpha Bank (ISIN GRS015013006 / WKN 876116) verkaufen. Die Transaktion, die bis Ende 2012 abgeschlossen werden soll, wird das Nettoergebnis der Crédit Agricole im dritten Quartal mit schätzungsweise 2 Mrd. Euro belasten. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen die Anteilsscheine von ArcelorMittal mit einem Zugewinn von 3,6 Prozent wieder.
In der Schweiz stehen die Papiere der Zurich Insurance Group (ISIN CH0011075394 / WKN 579919) mit einem Wertverlust von 3 Prozent als Schlusslicht im SMI deutlich unter Druck. Der Versicherungskonzern teilte mit, dass die Gruppe für die Geschäftssparte General Insurance in Deutschland Rückstellungen für Schadenfälle, vor allem in Haftpflichtsparten mit langer Schadenabwicklungsspanne, verstärken wird. Zudem wird sie einen Teil ihrer aktivierten Abschlusskosten abschreiben. Die finanziellen Anpassungen werden derzeit insgesamt auf rund 550 Mio. US-Dollar (vor Steuern) geschätzt und werden in Zurichs Business Operating Profit (BOP) für die ersten neun Monate 2012 berücksichtigt. Nach Abzug von Steuern wird der Betrag auf rund 390 Mio. US-Dollar geschätzt. Vorne legen Adeccdo um 2,2 Prozent zu.
In sehr guter Verfassung zeigen sich zur Stunde im breiten Markt die Anteilsscheine von Cable & Wireless Communications (ISIN GB00B5KKT968 / WKN A1CSPB) mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent. Der Telekommunikationskonzern gab heute angesichts der jüngsten Spekulationen in den Medien bekannt, dass er sich zurzeit in Verhandlungen mit der CITIC Telecom International Holdings Ltd. ("CITIC") hinsichtlich eines möglichen Verkaufs seiner 51 Prozent-Beteiligung an der Companhia de Telecomunicações de Macau S.A.R.L. ("CTM") befindet. Ferner steigen BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) um 1 Prozent, nachdem der Ölkonzern schon gestern meldete, dass er den Betrieb einer seiner Plattformen in der Nordsee um zehn Jahre verlängern möchte. Spitzenreiter im FTSE 100 sind derzeit Eurasian mit einem Kursgewinn von 2,9 Prozent.
Im österreichischen Leitindex ATX setzen sich im frühen Handel voestalpine mit einem Wertzuwachs von 2,9 Prozent an die Indexspitze. Auf den letzten beiden Plätzen verbilligen sich unterdessen Österreichische Post und Schoeller-Bleckmann um jeweils 0,9 Prozent.
ASML Holding (ISIN NL0006034001 / WKN A0M190) verbilligen sich um 2,8 Prozent. Der weltgrößte Hersteller von Lithographiesystemen wies im dritten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang aus. Die Zahlen lagen jedoch im Rahmen der eigenen Erwartungen. Die Gewinnschätzungen der Analysten wurden allerdings knapp verfehlt. Zudem wurde die Übernahme des US-Laserherstellers Cymer (ISIN US2325721072 / WKN 902900) angekündigt. Die Bar- und Aktientransaktion hat ein Volumen von 1,95 Mrd. Euro und soll im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen werden.
Negativ aufgenommen wird der Zahlenausweis von TeliaSonera (ISIN SE0000667925 / WKN 938475). So verschlechtert sich die Aktie um 2,1 Prozent. Die Telefongesellschaft verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf negative Währungseffekte und geringere Service-Umsätze in vielen Mobilfunkmärkten. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Die Jahresplanung wurde indes bestätigt. Darüber hinaus wurde ein Kostensenkungsprogramm angekündigt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.556,72 (+0,35 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.572,35 (-0,03 Prozent) FTSE 100 (London): 5.878,27 (+0,13 Prozent) CAC40 (Paris): 3.507,53 (+0,19 Prozent) MIB (Mailand): 16.067,56 (+0,52 Prozent) SMI (Zürich): 6.768,41 (-0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.209,44 (+0,47 Prozent) (17.10.2012/ac/n/m)
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