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Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren nach Zahlenreigen im Plus


24.10.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Nach der schwachen Entwicklung vom Vortag notieren die wichtigsten europäischen Aktienindizes im Mittwochhandel zur Mittagszeit in der Gewinnzone. Dabei ziehen zahlreiche Quartalsbilanzen die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewinnt 0,46 Prozent auf 2.489,36 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legt um 0,54 Prozent zu auf 2.529,38 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Aufschläge aus.

Der öffentliche Schuldenstand ist im zweiten Quartal 2012 sowohl im Euroraum als auch in der gesamten EU angewachsen. Wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte, belief sich der öffentliche Schuldenstand als Prozent des BIP am Ende des zweiten Quartals 2012 im Euroraum (ER17) auf 90,0 Prozent, verglichen mit 88,2 Prozent am Ende des ersten Quartals 2012. In der EU27 stieg der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP von 83,5 auf 84,9 Prozent an. Auch gegenüber dem zweiten Quartal 2011 erhöhte sich der öffentliche Schuldenstand sowohl im Euroraum (von 87,1 auf 90,0 Prozent) als auch in der EU27 (von 81,4 auf 84,9 Prozent).

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,14 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,30 Prozent nach, während der S&P-Future 0,16 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Verkäufe neuer Häuser, der FHFA Hauspreisindex, der Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsergebnis gemeldet.

Das italienische Verbrauchervertrauen hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat verbessert. So erhöhte sich der saisonbereinigte Stimmungs-Index der drittgrößten Volkswirtschaft des Euroraums auf 86,4 Punkte, nachdem er im September lediglich bei 86,2 Punkten gelegen hatte.

British American Tobacco (ISIN GB0002875804 / WKN 916018) verbilligen sich um 0,8 Prozent. Der Tabakkonzern verzeichnete in den ersten neun Monate des laufenden Fiskaljahres einen wechselkursbereinigten Umsatzanstieg. Der berichtete Umsatz sank allerdings leicht. Trotz der verhaltenen Umsatzentwicklung zeigte sich CEO Nicandro Durante optimistisch, im laufenden Fiskaljahr einen Ergebnisanstieg ausweisen zu können. Daneben geht es für die Anteilsscheine der Home Retail Group (ISIN GB00B19NKB76 / WKN A0KDZN) um 3,6 Prozent nach oben. Der Einzelhandelskonzern verlautbarte, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Umsätze deutlich steigern konnte.


Im Blickfeld der Investoren stehen im europäischen Handel ferner vor allem die Aktien von Volvo (ISIN SE0000115446 / WKN 855689), die um 3,3 Prozent nachgeben. Der Lkw-Hersteller meldete einen deutlichen Gewinneinbruch für das dritte Quartal. Neben rückläufigen Nutzfahrzeugabsätzen belasteten dabei vor allem hohe Einmaleffekte das Ergebnis. Der Umsatz zeigte sich ebenfalls rückläufig. Daneben verschlechtern sich Nordea Bank (ISIN SE0000427361 / WKN 911244) um 3,8 Prozent, obwohl die Bankgesellschaft im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten konnte.

Heineken (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G) konnte im dritten Quartal ein Umsatz- und Gewinnplus erzielen. Für das Gesamtjahr rechnet der Bierkonzern weiterhin mit einem um Sondereffekte bereinigten Gewinn auf Vorjahresniveau (1,43 Mrd. Euro). Dabei gleiche eine gute Entwicklung in den Emerging Markets und in Amerika das schwache Europa-Geschäft aus. Der Titel verbilligt sich um 2,5 Prozent.

Iberdrola (ISIN ES0144580Y14 / WKN A0M46B) steigen um 0,7 Prozent. Der Energieversorger konnte in den ersten neun Monaten 2012 das Vorjahresergebnis übertreffen. Auch beim Umsatz konnte man zulegen.

In der Schweiz geht es für UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) um 1,2 Prozent nach oben. Die Großbank will Presseangaben zufolge am heutigen Mittwoch mit dem Abbau von Stellen innerhalb ihrer Investment Banking-Sparte beginnen. Vorne legen im SMI Syngenta ebenfalls um 1,2 Prozent zu, während der letzte Platz von Holcim mit einem Minus von 1,1 Prozent eingenommen wird.

In Frankreich verschlechtern sich Peugeot (ISIN FR0000121501 / WKN 852363) im breiten Markt um 5,9 Prozent. Der Automobilkonzern und die amerikanische General Motors (ISIN US37045V1008 / WKN A1C9CM) gaben heute wichtige Schritte zur Umsetzung ihrer weltweiten strategischen Allianz bekannt. Die Allianz hat das Ziel, die ersten Fahrzeuge aus diesen gemeinsamen Programmen bis Ende 2016 auf den Markt zu bringen. Im CAC 40 fahren unterdessen auf dem letzten Platz Renault mit einem Wertverlust von 1,3 Prozent hinterher. Ganz oben auf dem Einkaufszettel stehen derweil die Aktien von Cap Gemini mit einem Zugewinn von 2,9 Prozent.

Verbund (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) rücken auch zur Mittagszeit als Spitzenreiter im österreichischen Leitindex ATX um 4,7 Prozent vor. Der Energieversorger konnte in den ersten neun Monaten mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Geprägt war das Ergebnis vor allem durch eine gute Wasserführung. Zusätzlich profitierte der Konzern durch seine Absicherungsstrategie von höheren Absatzpreisen. Daneben könnten sich auch noch Andritz, Wienerberger und voestalpine um mehr als 1 Prozent verteuern, während es auf dem letzten Platz für EVN um 1,4 Prozent nach unten geht.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.489,36 (+0,46 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.529,38 (+0,54 Prozent) FTSE 100 (London): 5.811,16 (+0,23 Prozent) CAC40 (Paris): 3.425,75 (+0,57 Prozent) MIB (Mailand): 15.665,15 (+0,55 Prozent) SMI (Zürich): 6.626,21 (-0,01 Prozent) ATX (Wien): 2.153,63 (+0,36 Prozent) (24.10.2012/ac/n/m)



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