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Börsen in Europa am Morgen: Zugewinne, Quartalsausweise im Blick 25.10.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes notieren im frühen Donnerstaghandel in der Gewinnzone. Im Fokus der Investoren steht dabei die laufende Berichtssaison. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewinnt 0,61 Prozent auf 2.505,68 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legt um 0,46 Prozent zu auf 2.536,99 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Aufschläge aus.
Unilever (ISIN NL0000009355 / WKN A0JMZB) verteuern sich um 3,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern konnte seinen Umsatz im dritten Quartal verbessern. Wie der Konzern weiter ausführte, habe man sich in einem schwierigen Marktumfeld trotz des wachsenden Konkurrenzdrucks gut behaupten können. Profitiert habe man dabei unter anderem von Preiserhöhungen sowie gestiegenen Produktabsätzen. Besonders deutliche Zuwächse konnte Unilever in den so genannten Emerging Markets erzielen, wobei man hier ein organisches Umsatzplus von 12,1 Prozent verzeichnen konnte.
Sanofi (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) steigen um 2,1 Prozent, obwohl der Pharmakonzern im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen musste. Dabei hatte man vor allem unter dem Patentverlust beim Medikament Eloxatin in den USA zu leiden. Die Umsatzerlöse konnten indes leicht gesteigert werden. Für 2012 geht Sanofi nun davon aus, dass der Gewinn pro Aktie (Business EPS) auf Basis konstanter Währungen gegenüber dem Vorjahr um rund 12 Prozent (zuvor: 12 bis 15 Prozent) sinken wird. France Télécom verteuern sich daneben um 0,1 Prozent, nachdem der Konzern mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Quartal die Analystenerwartungen leicht übertreffen konnte. Für AXA geht es derweil auf Platz eins der Gewinnerliste im CAC 40 um 2,4 Prozent nach oben. Der Versicherungskonzern konnte mit seinem Zahlenausweis die Erwartungen der Analysten erfüllen. Die deutsche Bundesregierung will indes einem Medienbericht zufolge so schnell wie möglich bei der Airbus-Mutter EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) einsteigen. Wie es heißt, will sich der Bund den Einstieg rund 3 Mrd. Euro kosten lassen. Den Kaufpreis für die Planung des Budgets veranschlagt die Regierung auf 30 Euro je Aktie. Das Papier verbessert sich um 2,2 Prozent.
Einen Aufschlag von 2,1 Prozent verzeichnet derzeit als bester Wert im SMI die Aktie der Credit Suisse (ISIN CH0012138530 / WKN 876800). Die Großbank verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang und hat die Erwartungen damit verfehlt. Dabei hatte das jüngste Ergebnis unter Fair-Value-Verlusten in Höhe von 1,05 Mrd. CHF vor Steuern infolge einer deutlichen Höherbewertung eigener Verbindlichkeiten zu leiden. Nicht gut lief es im abgelaufenen Quartal zudem auch für ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730). Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik verzeichnete im dritten Quartal einen stabilen Auftragseingang und ein Umsatzplus. Dabei profitierte man von der ausgewogenen Marktpräsenz und insbesondere vom verbesserten Zugang zum nordamerikanischen Automatisierungsmarkt aufgrund der kürzlich getätigten Übernahmen. Das operative EBITDA und der Konzerngewinn gingen gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch zurück. Das Management bestätigt seine Ziele für den Zeitraum 2011 bis 2015. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass seine breite geografische Aufstellung und das ausgewogene Portfolio die Wachstumsziele unterstützen werden. Der Titel verschlechtert sich am Indexende um 1,3 Prozent. Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) verlieren 0,3 Prozent an Wert. Der Pharmakonzern hat im dritten Quartal ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Der Nettoumsatz zeigte sich indes rückläufig. Der Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2012 wurde indes bestätigt.
Im breiten Markt brechen in der Schweiz die Papiere von Logitech International (ISIN CH0025751329 / WKN A0J3YT) um 9 Prozent ein. Der Hardware-Hersteller teilte schon gestern Abend mit, dass er im zweiten Quartal trotz rückläufiger Umsätze einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet hat. Dabei profitierte der Konzern vor allem von einem steuerlichen Einmalertrag. Allerdings wurde ein schwacher Ausblick gegeben.
Im österreichischen Leitindex ATX geht es für Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) an der Indexspitze um 2 Prozent nach oben. Der Konzern hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wurde man mit der Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für das Laufkraftwerk Xayaburi in der Demokratischen Republik Laos beauftragt. Den weiteren Angaben zufolge ist Andritz Hydro in einem internationalen Bieterverfahren mit europäischen und asiatischen Anbietern als Bestbieter hervorgegangen und wird sieben Kaplanturbinen mit einer Leistung von jeweils 175 MW sowie eine weitere Kaplanturbine (68,8 MW) einschließlich Generatoren und Regler, Automatisierung sowie Zusatzausrüstungen liefern. Der Auftragswert wurde auf 250 bis 300 Mio. Euro beziffert. Die rote Laterne wird indes von Strabag mit einem Minus von 1,2 Prozent getragen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.505,68 (+0,61 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.536,99 (+0,46 Prozent) FTSE 100 (London): 5.832,13 (+0,47 Prozent) CAC40 (Paris): 3.449,08 (+0,66 Prozent) MIB (Mailand): 15.785,28 (+0,50 Prozent) SMI (Zürich): 6.635,34 (+0,12 Prozent) ATX (Wien): 2.158,47 (+0,64 Prozent) (25.10.2012/ac/n/m)
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