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Börsen in Europa am Mittag: Verluste, kein Handel in Österreich


26.10.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigen sich am letzten Handelstag der Woche auch im Mittagshandel in schwächerer Verfassung. Die Kauflaune der Investoren wird dabei nach wie vor unter anderem durch den gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsbericht von Apple getrübt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,45 Prozent auf 2.472,15 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,45 Prozent nach auf 2.517,33 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.

Die Frühindikatoren der Eurozone haben sich im September nach Angaben des Conference Board reduziert. So schrumpften die Frühindikatoren gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Für August war hingegen ein Plus von 0,5 Prozent ermittelt worden. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für September eine Abnahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 150.910 Einheiten um 13,7 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. In den ersten neun Monaten 2012 gaben die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 10,7 Prozent auf 1.282.248 Einheiten nach.

Die Wall Street dürfte heute mit roten Vorzeichen in den Handel starten. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,32 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future verliert um 0,15 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,34 Prozent nachgibt. Aus den USA werden heute das BIP und die Verbraucherstimmung gemeldet.

Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im dritten Quartal nach Angaben des Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger auf 5,78 Millionen. Das sind 1,5 Prozent mehr als im Vormonat und 16,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg auf 25,0 Prozent, nach 24,6 Prozent im Vormonat und 21,5 Prozent im Vorjahresmonat. Banco Popular Espanol (ISIN ES0113790531 / WKN A0ETZ1) geben um 0,1 Prozent nach. Die Bankgesellschaft musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, was mit Rückstellungen für Immobilienverluste und einer deutlich höheren Steuerlast zusammenhängt.

Das Geschäftsklima des italienischen verarbeitenden Gewerbes hat sich unterdessen im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde verschlechtert. So verringerte sich der Stimmungsindex im Verarbeitenden Gewerbe auf 87,6 Punkte. Für September war noch ein Indexwert von 88,3 Punkten gemeldet worden. Im Dienstleistungssektor zog der Index hingegen von 72,3 auf nun 75,8 Punkte an.


Mit einem Wertverlust von 4,9 Prozent stehen auch im Mittagshandel die Aktien von Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001) deutlich unter Druck. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf geringere Ausgaben seitens der Mobilfunkbetreiber. Der Umsatz verringerte sich ebenfalls. Die Erwartungen wurden ergebnisseitig jedoch übertroffen.

Daneben geht es für Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) um 0,4 Prozent nach unten. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern konnte im dritten Quartal mit einem Ergebnisplus aufwarten.

Syngenta (ISIN CH0011037469 / WKN 580854) fallen um 0,5 Prozent. Der Agrochemiekonzern hat mit der dänischen Novozymes (ISIN DK0060336014 / WKN A1JP9Y) eine exklusive globale Marketing- und Vertriebsvereinbarung zur Vermarktung von Taegro unterzeichnet. Hierbei handelt es sich um ein fermentiertes Fungizid auf der Basis des natürlich vorkommenden Bakteriums Bacillus subtilis. Clariant (ISIN CH0012142631 / WKN 895929) hat indes mit dem asiatischen Agrarkonzern Wilmar International (ISIN SG1T56930848 / WKN A0KEWL) einen Vertrag zur Gründung eines 50:50 Joint Ventures als globale Plattform für die Produktion und den Verkauf von Aminen und ausgewählten Aminderivaten unterzeichnet. Die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns verschlechtern sich im breiten Markt um 1 Prozent.

Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee erneut verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 84 Zähler. Hierbei handelt es sich um den fünften Rückgang in Folge. Für September war noch ein Indexstand von 85 Punkten ermittelt worden. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte der Baukonzern Vinci (ISIN FR0000125486 / WKN 867475) im dritten Quartal seinen Umsatz steigern. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Konzern aufgrund neuer Steuern und Sozialabgaben in Frankreich einen negativen Einfluss auf seinen Gewinn. Die Aktie verbilligt sich um 0,4 Prozent. Daneben steigerte auch der Einzelhandels- und Luxusartikelkonzern PPR (ISIN FR0000121485 / WKN 851223) im dritten Quartal seinen Umsatz. Dies wurde durch ein anhaltendes Wachstum bei allen Luxus-Marken erreicht. Das Papier legt als drittbester Wert im CAC 40 um 2,2 Prozent zu. Etwas besser läuft es nur noch für Saint Gobain und Carrefour. Gleichzeitig finden sich weiterhin Banktitel auf dem Verkaufszettel der Investoren wieder. So geht es auf dem letzten Platz für Crédit Agricole um 3,3 Prozent nach unten, während sich gleichzeitig Société Générale und BNP Paribas um jeweils 2,3 Prozent verschlechtern.

Eine personelle Veränderung meldete heute der Minenkonzern Anglo American (ISIN GB00B1XZS820 / WKN A0MUKL). So hat sich Cynthia Carroll dazu entschieden, als CEO zurückzutreten. Dabei wird Carroll noch so lange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger bestellt und eine angemessene Übergangsphase abgeschlossen ist. Der Titel verbessert sich als zweitbester Wert im FTSE 100 um 2,7 Prozent. Die Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 wird weiterhin von Weir Group mit einem Plus von 3,1 Prozent angeführt, während am Indexende Kazakhyms 2,9 Prozent an Wert verlieren.

An den österreichischen Aktienmärkten wird heute wegen des Nationalfeiertages nicht gehandelt. Gestern verabschiedete sich der Leitindex ATX mit einem Zugewinn von 0,09 Prozent auf 2.146,86 Stellen in das verlängerte Wochenende.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.472,15 (-0,45 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.517,33 (-0,45 Prozent) FTSE 100 (London): 5.764,16 (-0,70 Prozent) CAC40 (Paris): 3.399,18 (-0,36 Prozent) MIB (Mailand): 15.402,67 (-0,81 Prozent) SMI (Zürich): 6.576,14 (-0,46 Prozent) ATX (Wien): 2.146,86 (26.10.2012/ac/n/m)



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