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Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren weiter in der Verlustzone


29.10.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichnen im Montaghandel auch zur Mittagszeit Abschläge. Die Anleger agieren gut eine Woche vor den US-Präsidentschaftswahlen zunehmend zurückhaltend. Zudem blieben die US-Börsen heute wegen des Hurrikans Sandy geschlossen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,96 Prozent auf 2.472,26 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,55 Prozent nach auf 2.518,84 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.

Der Umsatz des spanischen Einzelhandels hat sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE deutlich reduziert. So schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,6 Prozent. Davor war im August ein Umsatzrückgang von revidiert 2,0 (vorläufig: -2,1) Prozent ermittelt worden. In den ersten neun Monaten 2012 lag der Einzelhandelsumsatz um durchschnittlich 6,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Der Anstieg der griechischen Erzeugerpreise hat sich derweil nach Angaben der nationalen Statistikbehörde im September mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Im August hatte die Preissteigerung noch bei 6,5 Prozent gelegen. Auf Monatssicht fielen die Preise auf Produzentenebene um 0,6 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 1,7 Prozent im August.

Pearson (ISIN GB0006776081 / WKN 858266) geben nach ihrem Interim Management Statement für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres um 0,7 Prozent nach. Der Verlagskonzern steigerte auf Basis konstanter Währungen seinen Umsatz. Das operative Ergebnis zeigte sich indes rückläufig, was mit dem FTSE-Verkauf in 2011, akquisitionsbedingte Integrationskosten und eine anhaltende Schwäche im Bereich Professional Training in Großbritannien zusammenhängt. Wie weiter mitgeteilt wurde, hat man sich mit Bertelsmann darauf verständigt, Penguin und Random House zusammenzuführen, womit das weltweit führende Consumer Publishing-Unternehmen entstehen soll. Das neue Joint Venture wird unter Penguin Random House firmieren und zu 53 Prozent Bertelsmann bzw. zu 47 Prozent Pearson gehören.


TNT Express (ISIN NL0009739424 / WKN A1JJP8) verlieren 0,1 Prozent an Wert. Das vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068 / WKN 929198) stehende Unternehmen konnte im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erzielen. Der Umsatz legte indes moderat zu.

Mit Carrefour, EADS und Cap Gemini weisen auch zur Mittagszeit im französischen Leitindex CAC 40 nur drei Titel grüne Vorzeichen aus. Gleichzeitig trennen sich die Anleger bevorzugt von den Aktien von Veolia Environnement, die sich auf dem letzten Platz um 4,1 Prozent verbilligen. Im breiten Markt geht es für Valeo (ISIN FR0000130338 / WKN 854052) um 1,1 Prozent nach unten. Der Automobilzulieferer und V. Johnson Enterprises haben ein Joint Venture namens Detroit Thermal Systems (DTS) vereinbart, um das Climate Control-Geschäft von Automotive Components Holdings (ACH), einer Tochter des US-Automobilherstellers Ford Motor Co. (ISIN US3453708600 / WKN 502391), zu übernehmen. Mit dem Erwerb erhält Valeo eine führende Stellung im nordamerikanischen Markt. V. Johnson Enterprises, eine Gesellschaft eines Detroiter Unternehmers, wird 51 Prozent an DTS halten, während Valeo im Besitz der verbleibenden 49 Prozent der Anteile sein wird.

Im schweizerischen Leitindex SMI schießen UBS um 6,2 Prozent nach oben. Die Gesellschaft steht Presseberichten zufolge vor einem massiven Stellenabbau. Gleichzeitig wird die rote Laterne von Swiss Re mit einem Abschlag von 3 Prozent getragen.

Nachdem an den österreichischen Aktienbörsen am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, geht es im Montaghandel auch zur Mittagszeit nach unten. Spitzenreiter im Leitindex ATX sind nach wie vor Andritz mit einem Wertzuwachs von 3,9 Prozent. Daneben notieren nur noch OMV und AMAG Austria Metall im Plus. Am Indexende geht es unterdessen für Telekom Austria um 4 Prozent in die Tiefe. Semperit (ISIN AT0000785555 / WKN 870378) tendieren im breiten Markt nahezu unverändert. Der Industriekonzern verlautbarte, dass die Securities Commission Malaysia ihre Zustimmung zum Inhalt des Angebotsdokumentes für das freiwillige bedingte Angebot für Latexx Partners Bhd erteilt hat. Das Angebot erfolgt über die vollständige Tochter Semperit Investments Asia Pte Ltd. Das Angebotsdokument wurde heute versendet.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.472,26 (-0,96 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.518,84 (-0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.773,23 (-0,58 Prozent) CAC40 (Paris): 3.399,11 (-1,05 Prozent) MIB (Mailand): 15.296,86 (-1,85 Prozent) SMI (Zürich): 6.597,92 (-0,04 Prozent) ATX (Wien): 2.140,74 (-0,29 Prozent) (29.10.2012/ac/n/m)



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