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Börsen in Europa am Morgen: Zugewinne, BP und UBS im Blick


30.10.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes legen nach den Vortagesverlusten im frühen Dienstaghandel zu. Dabei bleiben die US-Börsen auch heute wegen des Sturms Sandy geschlossen. Im Blickfeld der Investoren stehen dabei diverse Quartalsberichte. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewinnt 0,74 Prozent auf 2.497,09 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legt um 0,61 Prozent zu auf 2.537,74 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Aufschläge aus.

Die spanische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2012 erneut geschrumpft. Dies gab die Bank of Spain bekannt. So sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal 2012 um 0,4 Prozent nachgegeben hatte. Damit befindet sich Spanien weiterhin in einer Rezession. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Wirtschaftsleistung Spaniens um 1,6 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,3 Prozent im zweiten Quartal.

Von besonderem Interesse ist im schweizerischen Aktienhandel heute die Aktie der Großbank UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6), die sich als bester Wert im SMI um 4,7 Prozent verteuert. Das Unternehmen musste im dritten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn ausweisen. Zurückzuführen war dies auf hohe Sonderbelastungen. So wurde das jüngste Ergebnis durch Wertminderungen von 3,1 Mrd. CHF im Zusammenhang mit Abschreibungen auf Goodwill und immateriellen Anlagen mit Bezug zur Investment Bank belastet. Zudem wurde eine beschleunigte Strategieumsetzung angekündigt. Ziel ist es, das Unternehmen zu transformieren und die UBS der Zukunft zu schaffen. Die rote Laterne wird indes von Geberit mit einem Minus von 4,8 Prozent getragen.

Überzeugen konnte unterdessen mit seinem Zahlenausweis für das abgelaufene Quartal der Ölkonzern BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517). So wies man trotz einer geringeren Produktion und gesunkener Ölpreise einen Gewinnanstieg aus. Dabei profitierte man von verbesserten Raffineriemargen und erhöhten verfügbaren Raffineriekapazitäten. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Der Gesamtumsatz war unterdessen rückläufig. Die Aktie legt an der Indexspitze des FTSE 100 um 4,7 Prozent zu.


Im französischen Leitindex CAC 40 stehen ArcelorMittal mit einem Zugewinn von 2,2 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren, während sich die Anleger gleichzeitig bevorzugt von den Papieren von Legrand trennen, die sich am Indexende um 0,2 Prozent verbilligen.

PALFINGER (ISIN AT0000758305 / WKN 919964) verlautbarte, dass man die Übernahme der norwegischen Bergen Group Dreggen AS, eines renommierten Herstellers von Marine- und Offshore-Kranen und Hebezeugen, vereinbart hat. Die Titel des Industriekranherstellers rücken im breiten Markt um 1 Prozent vor. Im österreichischen Leitindex ATX stehen die Anteilsscheine von Erste Group Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) mit einem Zugewinn von 3,9 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren. Die Bank verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres aufgrund von Einmaleffekten einen deutlichen Ergebnisanstieg und konnte in die Gewinnzone zurückkehren. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatte der sonstige betriebliche Erfolg, der in den ersten drei Quartalen auf -214,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -1,46 Mrd. Euro) verbessert werden konnte. Rückläufig entwickelte sich indessen der Zinsüberschuss. Der Provisionsüberschuss sank ebenfalls, während das Handelsergebnis deutlich verbessert wurde. Trotz der schwächeren makroökonomischen Perspektiven für ganz Europa und als Folge des Abbaus von Nicht-Kernaktivitäten, sinkender Renditeniveaus, mangelnden Kreditwachstums auf konsolidierter Basis und limitierter Nachfrage im Wertpapiergeschäft erwartet die Erste Group für das Jahr 2012 ein Betriebsergebnis, das voraussichtlich nur leicht unter jenem des Vorjahres bleiben wird. Der zweite Platz im ATX wird indes von Raiffeisen Bank International mit einem Plus von 1,9 Prozent belegt, während es am Indexende für Mayr-Melnhof Karton um 1 Prozent nach unten geht.

In Italien geht es derweil für die Papiere von Eni (ISIN IT0003132476 / WKN 897791) um 1,5 Prozent nach oben. Der Öl- und Erdgaskonzern konnte im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn deutlich steigern.

In den Niederlanden verschlechtern sich TomTom (ISIN NL0000387058 / WKN A0ET88) um 2,7 Prozent. Der Navigationsgerätehersteller wies für das dritte Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang aus. Unter anderem hatte der Konzern unter den schwierigen Rahmenbedingungen in Europa zu leiden. Im Anschluss wurde die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.497,09 (+0,74 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.537,74 (+0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.827,31 (+0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.429,69 (+0,61 Prozent) MIB (Mailand): 15.463,42 (+0,74 Prozent) SMI (Zürich): 6.631,42 (+0,45 Prozent) ATX (Wien): 2.159,57 (+1,10 Prozent) (30.10.2012/ac/n/m)



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