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Börsen in Europa-Schluss: Deutliche Zugewinne, Quartalszahlen im Blick


01.11.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigten sich am Donnerstag nach positiven US-Arbeitsmarktdaten in sehr guter Verfassung. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewann 1,21 Prozent auf 2.533,87 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legte um 1,11 Prozent zu auf 2.553,17 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls Aufschläge aus.

In sehr guter Form zeigten sich im britischen Aktienhandel die Anteilsscheine der BT Group (ISIN GB0030913577 / WKN 794796), die als drittstärkster Wert im FTSE 100 um 6,8 Prozent nach oben schossen. Die Telefongesellschaft konnte ihren Gewinn im zweiten Quartal trotz rückläufiger Umsätze steigern. Zurückzuführen war dies auf eine Kostenkontrolle und mehr Breitband-Kunden. Dabei profitierte man auch von den Olympischen Spielen und den Paralympics. Der Konzernumsatz zeigte sich aber leicht rückläufig. Beim bereinigten EBITDA wurden die Analystenerwartungen knapp geschlagen. Für das abgelaufene erste Halbjahr wird der Konzern eine Zwischendividende in Höhe von 3,0 Pence pro Aktie ausschütten, was einer Erhöhung um 15 Prozent zum Vorjahr entspricht. Auf Platz 2 rückten BSkyB (ISIN GB0001411924 / WKN 893517) um 7,1 Prozent vor. Der Satellitenfernsehanbieter konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal das operative Ergebnis auf bereinigter Basis steigern. Spitzenreiter im FTSE 100 war Lloyds Banking (ISIN GB0008706128 / WKN 871784) mit einem Plus von 8,3 Prozent. Die Großbank hat im dritten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet. Dabei wirkten sich geringere Einmalbelastungen positiv aus. Belastet wurde das jüngste Ergebnis vor allem durch eine weitere Rückstellung in Höhe von 1 Mrd. GBP für Kunden, die in Zusammenhang mit Kreditversicherungen falsch beraten wurden. Der bereinigte Gewinn hat sich derweil verdoppelt. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine bisherigen Planungen bestätigt bzw. angehoben.


Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) stiegen um 2,5 Prozent. Der größte Ölkonzern in Europa hat im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn leicht gesteigert. Dabei profitierte man von höheren Ergebnisbeiträgen aus den LNG-Aktivitäten. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen. Der Umsatz zeigte sich allerdings deutlich rückläufig. Die gesamte Öl- und Gasproduktion lag pro Tag knapp unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Schließlich verteuerten sich die Papiere des Rohstoffhändlers Glencore International (ISIN JE00B4T3BW64 / WKN A1JAGV) um 0,4 Prozent. Der Konzern verlautbarte, dass er die Übernahme der europäischen Mangan- und Ferrolegierungs-Aktivitäten des brasilianischen Eisenerzproduzenten und Rohstoffkonzerns Vale (ISIN BRVALEACNPA3 / WKN 897998) abgeschlossen hat. Der Kaufpreis für die Aktivitäten beläuft sich auf 160 Mio. US-Dollar in bar. Wie separat mitgeteilt wurde, hat Glencore im dritten Quartal insgesamt eine gute Performance verzeichnet, trotz zumeist schwächerer Rohstoffpreise. Im FTSE 100 bildeten BG Group mit einem Abschlag von 4 Prozent das Schlusslicht.

In Frankreich ging es für die Anteilsscheine von EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) um 0,3 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete schon gestern, dass die nationale russische Fluggesellschaft Aeroflot eine weitere A330-300 übernimmt und damit ihr 100. Airbus-Flugzeug betreibt. Separat verlautbarte der Konzern zudem, dass EVA Air aus Taiwan nach der Auslieferung ihrer ersten A321 zu einem neuen Betreiber von Airbus-Single-Aisle-Flugzeugen geworden ist. Das Flugzeug wird über die Aviation Capital Group (ACG) geleast. Es ist das erste der zwölf von dem US-Leasinggeber in Auftrag gegebenen Flugzeuge. Spitzenreiter im CAC 40 waren die Papiere von Alcatel-Lucent mit einem Wertzuwachs von 5 Prozent. Daneben rückten Essilor um 3,5 Prozent vor, während sich die Anleger bevorzugt von den Aktien von Unibail trennten, die als Schlusslicht 0,5 Prozent an Wert verloren.

Im schweizerischen Leitindex SMI legten an der Indexspitze Richemont um 4,9 Prozent zu, gefolgt von Swatch mit einem Plus von 4,8 Prozent. Geberit verbilligten sich derweil als Schlusslicht um 0,7 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.533,87 (+1,21 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.553,17 (+1,11 Prozent) FTSE 100 (London): 5.561,92 (+1,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.475,40 (+1,35 Prozent) MIB (Mailand): 15.806,73 (+1,72 Prozent) SMI (Zürich): 6.660,25 (+0,99 Prozent) ATX (Wien): 2.184,16 (01.11.2012/ac/n/m)



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