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Börsen in Europa am Mittag: Uneinheitlich, Vestas brechen ein


07.11.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren im Mittwochhandel nach der Wiederwahl des US-Präsidenten Barack Obama zur Mittagszeit uneinheitlich. Neben dem Wahlergebnis stehen auch zahlreiche Quartalsausweise im Blickfeld der Anleger. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,26 Prozent auf 2.529,28 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) legt um 0,06 Prozent zu auf 2.563,35 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im September leicht geschrumpft. Im Vormonatsvergleich fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,2 Prozent und stieg in der EU27 um 0,1 Prozent. Im August hatte der Einzelhandelsindex um 0,2 Prozent zugelegt bzw. war unverändert geblieben.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine leicht positive Handelseröffnung ab. So tendiert der Dow Jones Future derzeit unverändert. Der NASDAQ-Future legt um 0,09 Prozent zu, während der S&P-Future 0,27 Prozent gewinnt. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, Öllagerbestände und Verbraucherkredite gemeldet.

Die spanische Industrieproduktion ist im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE erneut geschrumpft. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich der Output um 11,7 Prozent reduziert. Davor war für August ein Minus von 2,5 Prozent ermittelt worden. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang binnen Jahresfrist auf 7,0 Prozent, nach einer Abnahme um 2,5 Prozent im August. Telefonica (ISIN ES0178430E18 / WKN 850775) verteuern sich um 0,4 Prozent. Der Telefonkonzern hat in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen leichten Umsatzrückgang zu verzeichnen gehabt. Beim operativen Ergebnis wurde aber dank der starken Entwicklung im Europa-Geschäft ein deutlicher Anstieg erreicht. Der Nettogewinn legte ebenfalls zu. Dabei profitierte man vor allem von den erfolgreich umgesetzten Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen.

Im Blickfeld der Investoren stehen heute im europäischen Aktienhandel vor allem auch die Aktien von Vestas Wind Systems (ISIN DK0010268606 / WKN 913769), die um 13 Prozent einbrechen. Der Windanlagenhersteller musste im dritten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Gleichzeitig wurde der Umsatz deutlich gesteigert. Im Anschluss bestätigte man die Jahresprognose und geht weiterhin von einem Umsatz im Bereich von 6,50 bis 8,00 Mrd. Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von 0 bis 4 Prozent aus. Zudem kündigte man an, dass man das eingeleitete Restrukturierungsprogramm vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen ausweiten wird. Daneben geht es für Carlsberg (ISIN DK0010181759 / WKN 861061) um 3,8 Prozent nach oben. Der Brauereikonzern hat im abgelaufenen Quartal einen geringeren Gewinn erwirtschaftet. Auf bereinigter Ebene wurde das Ergebnis zwar gesteigert, jedoch wurden die Erwartungen verfehlt. Dabei hatte der Konzern vor allem unter einem schrumpfenden Biermarkt in Westeuropa zu leiden. Der Ausblick wurde indes bestätigt.


Überzeugen konnte mit ihrem Zahlenausweis für das dritte Quartal indes die Großbank BNP Paribas (ISIN FR0000131104 / WKN 887771). So hat sich der Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt, was mit einer deutlich geringeren Risikovorsorge und verbesserten Einnahmen im Bereich Investment Banking zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Aktie steigt auf Platz drei der Gewinnerliste im CAC 40 um 4 Prozent. Daneben können sich Société Générale und Crédit Agricole um 2 bzw. 1,3 Prozent verbessern. Auf Platz eins der Gewinnerliste stehen indes im CAC 40 Veolia Environnement (ISIN FR0000124141 / WKN 501451) mit einem Kursplus von 5,8 Prozent. Der Umweltkonzern steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten. Allerdings musste man beim operativen Ergebnis einen Rückgang ausweisen. Im Anschluss wurden die Jahresziele bekräftigt. Daneben legen Alstom (ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK) auf Platz zwei um 4,8 Prozent zu. Der Industriekonzern steigerte im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis. Neben einer strikten Kostenkontrolle profitierte man vor allem von einer starken operativen Entwicklung im Bahntechnik-Segment. Im Anschluss wurde die mittelfristige Prognose bestätigt. Die rote Laterne wird nach wie vor von STMicroelectronics mit einem Wertverlust von 3,2 Prozent getragen.

ING Groep (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) rücken um 0,4 Prozent vor. Der Allfinanzkonzern gab bekannt, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal mehr als halbiert hat. Zurückzuführen war dies vor allem auf eine schwache Entwicklung im Versicherungsgeschäft. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem wurde ein Stellenabbau angekündigt.

Zahlen gibt es heute auch aus Großbritannien. Burberry Group (ISIN GB0031743007 / WKN 691197) verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf eine Sonderbelastung in Zusammenhang mit der Parfum-Sparte. Jedoch haben sich Umsatz und Margen besser als erwartet entwickelt. Die Zwischendividende wurde um 14 Prozent angehoben. Das Papier des Luxusartikelherstellers gibt um 1,7 Prozent nach. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im britischen Leitindex FTSE 100 im Mittagshandel die Anteilsscheine von Polymetal mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent wieder, während sich die Anleger gleichzeitig weiterhin bevorzugt von den Aktien von Randgold Resources trennen, die am Indexende 4,1 Prozent an Wert verlieren.

Holcim (ISIN CH0012214059 / WKN 869898) verschlechtern sich am Indexende des SMI um 1,8 Prozent. Der Zementhersteller konnte in den ersten drei Quartalen dank der starken Nachfrage in den Wachstumsmärkten einen Gewinnanstieg vorweisen. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Auf Platz eins der Gewinnerliste rücken indes Swiss Re um 0,9 Prozent vor.

OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) verzeichnen einen Verlust von 1,2 Prozent. Der Mineralölkonzern konnte das dritte Quartal mit einem höheren Ergebnis abschließen. Wie indes bereits gestern bekannt gegeben wurde, hat der Stahlkonzern voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) aufgrund der in den letzten Wochen massiv gewachsenen Unsicherheiten aus dem konjunkturellen Umfeld die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr zurückgenommen. Der Titel verschlechtert sich um 1,6 Prozent. Schlusslicht im ATX sind Raiffeisen Bank International mit einem Minus von 1,9 Prozent, während gleichzeitig vorne Schoeller-Bleckmann um 2,4 Prozent zulegen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.529,28 (-0,26 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.563,35 (+0,06 Prozent) FTSE 100 (London): 5.880,84 (-0,07 Prozent) CAC40 (Paris): 3.473,36 (-0,15 Prozent) MIB (Mailand): 15.570,16 (-0,72 Prozent) SMI (Zürich): 6.773,23 (+0,41 Prozent) ATX (Wien): 2.220,96 (-0,46 Prozent) (07.11.2012/ac/n/m)



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